Wochenblatt
der Verbandsgemeinde Montabaur
Wochenzeitung mit öffentlichen Bekanntmachungen der Ortsgemeinden 1
Boden, Daubach, Eitelborn, Gackenbach, Girod, Görgeshausen, Großholbach, Heilberscheid, Heiligen-lj roth, Holler, Horbach, Hübingen, Kadenbach, Montabaur, Nentershausen, Neuhäusel, Niederelbert, j Niedererbach.Nomborn, Oberelbert, Ruppach-Goldhausen, Simmern, Stahlhofen, Untershausen,: Welschneudorf ä
sowie der Zweckverbände gemäß § 27 der Gemeindeordnung für Rheinland-Pfalz vom 14. Dezember! 1973 - GVBI. S.*4T9 - in der derzeit gültigen Fassung - und den Bestimmungen der Hauptsatzung. ß
Jahrgang 10
FREITAG, den 3. Dez. 1982
Nummer: 48
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Gehwege nicht,,FREISALZEN” ' §
Vereiste Straßen und glatte Gehwege /: wie auf unserem Bild kennzeichnen in ^ den nächsten Wintermonaten das Straße^ bild. sM
Für Bürger und Gemeinde bedeutet dies,j%a daß sie gemäß der in den einzelnen Orts^W> gemeinden bestehenden Straßenreini- gungssatzung verpflichtet sind, die Straßen und Gehwege freizuhalten. ^ _
Als Hauptwaffe gegen die „winterlichen fp Mächte " wird immer noch leider allzu häufig das Salz eingesetzt. Oft ist zu jfl beobachten, daß Eis und Schnee einfach*^ „weggesalzen"anstatt weggeräumt werdet. Vielfach werden auf den Gehwegen mehfi^ als die zulässige Menge von 40 gr/qm Taüs&t Tausalz gestreut.
Wußten Sie schon, daß der sorglose Um-Wtjl gang mit Streusalz schädliche Nebenwir-^^
Der Stoff, der alles taut. kungen entfaltet? %
1. Streusalzbedingt .sterben jedes Jahr einige tausend Straßenbäume. Der ökologische Schaden ist auch durch Neuanpflanzungen nicht direkt auszugleichen. Abgesehen davon kosten die Ersatzpflanzungen die Gemeinden'jährlich etwa 100 Mio DM.
2. Die Salzbelastung an besonders stark befahrenen Straßen beeinträchtigt empfindliche Pflanzen und die Keimung von NeusaatenJP und vernichtet auf Dauer dadurch Lebensbereiche für viele Pflanzen und Tiere.
3. Streusalz beeinträchtigt lokal die Qualität von Grund- und Oberflächenwasser.
4. Je nach Bodenart treten Sauerstoffmängel, Nährstoffverlust und Alkalisierung des Bodens auf. «ä
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5. Streusalz bewirkt erhebliche Korrosionsschäden an den Kraftfahrzeugen. •
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6. Auch unsere vierbeinigen Freunde haben oft unter den erheblichen Salzmengen auf den Gehwegen zu leiden. Entzündungen an
den Pfoten der Tiere sind die Folge. '
UNSER APPELL AN ALLE LAUTET:
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Mehr räumen, weniger salzen
oder die gern . § 8 der Straßenreinigungssatzung ALTERNATIVEN STREUMATERIALIEN einsetzen. Hier kommen insbesond«|| 5 re Sand, Splitt, Sägemehl und Asche in Frage. Oft läßt sich hiermit der gleiche Effekt (Benutzbarkeit der Gehwege) erzieln wie mif$k Salz. Auch für den Winterdienst auf den öffentlichen Straßen wird von seiten der Verwaltung zugesagt, Streusalz nur dann zu ver- wenden, vypnn sein Einsatz unumgänglich ist, um somit die Gefahren für Fußgänger und Kraftfahrer auf Gehwegen und an Einmünj% düngen zu beseitigen. Cff'

