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Montabaur 6/39/80 Fortsetzung von Seite 4 !

Beteiligung der Verbandsgemeinde an den Kosten für die Her­stellung einer Trennwand zwischen den Lehrsälen des Feuer­wehrgerätehauses und des DRK-Gebäudes

Einstimmig entschied der Verbandsgemeinderat, daß sich die Verbandsgemeinde an den entstehenden Kosten in Höhe von 32.000,- DM für die Herstellung einer Trennwand zwischen den Lehrsälen des Feuerwehrgerätehauses und dem DRK-Ge- bäude beteiligt, und zwar mit einem Anteil von 50 % (16.000,- DM). Von diesen 16.000,- DM übernimmt die Stadt Montabaur einen Interessenanteil in Höhe von 8.000,- DM.

Gleichzeitig genehmigte der Verbandsgemeinderat eine außer­planmäßige Ausgabe in Höhe von 8.000,- DM. Die Finanzie­rung soll durch eingesparte Mittel bei Kanalisationsbauvorhaben erfolgen.

Zustimmung zur beabsichtigten Übertragung der Rechtsträger­schaft der Sozialstation Montabaur-Wallmerod auf den Bezirks­caritasverband Westerwald e.V.

Keine Einwendungen hatte der Verbandsgemeinderat gegen die Übertragung der Rechtsträgerschaft der Sozialstation Monta­baur-Wallmerod vom Caritasverband für die Diözese Limburg e.V. auf den Bezirkscaritasverband Westerwald e.V. Der Caritas­verband für die Diözese Limburg hat beim Ministerium für So­ziales, Gesundheit und Sport die Zustimmung zur beabsichtig­ten Übertragung der Rechtsträgerschaft der Sozialstation Montabaur-Wallmerod, Ransbach-Baumbach, Westerburg und Wirges-Selters auf den Bezirkscaritasverband Westerwald e.V. beantragt. Durch die Übertragung der Rechtsträgerschaft soll eine engere Anknüpfung des Bezirkscaritasverbandes Wester­wald an die Kirchengemeinden und damit gleichzeitig eine stär­kere Anbindung und Verantwortung der Arbeit der Sozial­stationen in die kirchliche Gemeindearbeit erreicht werden.

Der Verbandsgemeinderat gab sein Einverständnis vorbehalt­lich der Zustimmung der Verbandsgemeinde Wallmerod, des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Sport und des Wester­waldkreises.

Entscheidung über den Entwurf des Sportstättenleitplanes der Verbandsgemeinde

Bei diesem Punkt ging es - so Bürgermeister Mangels - um die Vorarbeit für Entscheidungen des Kreises, die dieser bei der Erstellung des Sportstättenrahmenleitplanes zu treffen hat.

Der Bürgermeister wies darauf hin, man habe sich in der Vergan­genheit bereits mit dem Sportstättenbedarfsplan befaßt. Hier ha­ben sich im Laufe der Zeit Änderungen ergeben, so daß es ange­bracht erscheine, den Sportstättenbedarfsplan zu aktualisieren. Neu ist der dem Verbandsgemeinderat vorgelegte Kinderspiel­platzbedarfsplan. Der Bürgermeister bemerkte, bei der Erstel­lung des Planentwurfes habe der Sportkreisvorsitzende Albert Kram, Montabaur, sich stark engagiert und den Kinderspiel­platzbedarfsplan zusammen mit den Ortsbürgermeistern und der Verwaltung im Entwurf aufgestellt.

Für die CDU-Fraktion ging zunächst Ratsmitglied Ilse Reise­witz auf den Kinderspielplatzbedarfsplan ein.Sie verwies darauf, daß nach den Richtlinien des Landes pro Einwohner 0,5 qm Nutzfläche als Kleinkinderspielplätze und 1 qm als Nachbarschaftsspielplätze zur Verfügung stehen sollen. Dieser vom Land vorgegebene Bedarf werde in der Verbandsgemeinde Montabaur nicht nur erreicht, sondern weit überschritten.

Für die 32.000 Einwohner der Verbandsgemeinde stünden rd. 50.000 qm Fläche als Nachbarschaftsspielplätze bereit. Klein­kinderspielplätze seien in einer Fläche von rd. 16.000 qm vor­handen. Hinzu kommen rd. 80.000 qm Nutzfläche in Form von Freizeitanlagen (25.000 qm in Montabaur-Quendelberg, 40.000 qm in Ruppach-Goldhausen - Freizeitanlage Dornbusch - und 15.000 qm in Oberelbert). Die CDU-Sprecherin konstatierte, bei einer Bereisung der Gemeinden habe man eine Reihe vor­bildlicher Anlagen gesehen.

Als besonders gelungenes Beispiel bezeichnete sie den kombinier­ten Spiel- und Dorfplatz in Großholbach und verwies darauf, daß diese Anlage den ersten Preis im LandeswettbewerbBürger planen für jung und alt" erzielt habe Ratsmitglied Reisewitz stell­te einen Zusammenhang zwischen den gelungenen Spiel- und Freizeitanlagen in der Verbandsgemeinde und dem guten Ab­schneiden einiger Ortsgemeinden im LandeswettbewerbUnser Dorf soll schöner werden", her. Mit einem kritischen Akzent merk te die CDU-Sprecherin an, es gebe aber auch eine Reihe von An­lagen, die nicht den Anforderungen entsprechen. Dies gelte sowoh für die Art der Spielgeräte, als auch für die Größe und Anord­nung der Plätze.

Sie regte an, die Verbandsgemeindeverwaltung solle zusammen mit einem Ausschuß ein Modell entwickeln, um den Gemeinden Anhaltspunkte für eine gute kind- und landschaftsgerechte Ge­staltung zu geben. Mit der Verabschiedung dieses Planes solle eine Ermutigung für die Ortsgemeinden verbunden sein, auf dem beschrittenen Weg auch in Zukunft fortzufahren.

Ratsmitglied Bernhard Steinebach (CDU) ging für seine Fraktion auf die Ergänzung des Sportstättenleitplanes der Verbandsgemein­de ein. Er führte aus, die Fortschreibung des Sportstättenleitpla­nes sei notwendig wegen veränderter Fakten im Bereich der sporttreibenden Vereine, des Schulwesens und wegen der Realisie- mg einiger Vorhaben, die bislang in der Spalte Bedarf" standen und nun alsBestand" zu übernehmen seien.

Mit Blick auf die sporttreibenden Vereine führte Ratsmitglied Steinebach aus, die Zahl der Vereine in der Verbandsgemeinde Montabaur habe sich von 32 auf 40 erhöht.

Der Planungsraum II (Ahrbachgemeinden) habe einen Zuwachs von 1 Verein zu verzeichnen, der Planungsbereich III (Eisbach­gemeinden) habe 4 Vereine mehr und der Planungsbereich IV (Elbertgemeinden) verfüge über 3 Vereine mehr als im Zeitpunkt der Planaufstellung im Jahr 1976.

Auch die Zahl der Vereinsmitglieder sei gestiegen (Planungsbereicl I - Stadt Montabaur - von 2477 auf 2932, Planungsbereich II - Ahrbachgemeinden - von 677 auf 860, Planungsbereich III - Eisbachgemeinden - von 672 auf 1009, Planungsbereich IV - Elbertgemeinden, Gelbachhöhen, Buchfinkenland von 892 auf 1399 und Planungsbereich V - Augst- von 1029 auf 1164). Insgesamt seien in den 40 sporttreibenden Vereinen der Verbands' gemeinde Montabaur 7364 Mitglieder integriert, so daß jeder fünfte Einwohner der Verbandsgemeinde Mitglied eines sport­treibenden Vereins sei.

Angesprochen wurde vom CDU-Sprecher Steinebach auch die Veränderung im schulischen Bereich. Er verwies darauf, daß durch Bildung der Hauptschule in Nentershausen und Neuhäusel die Erweiterung um je eine auf zwei Turnhalleneinheiten erfolgt sei. Die Turnhalle an der Waldschule sei errichtet. Das gleiche gelte für die Turnhalle in Heiligsnroth. Fertiggestellt seien ebenfalls die Turnhallen in Niederelbert und Horbach sowie der Sport­platz in Oberelbert. Angesprochen wurden von Ratsmitglied Steinebach weiterhin die Tennisplätze in Oberelbert, Holler sowie der auf Privatinitiative entstandene Tennisplatz in Welsch­neudorf. In Planung befänden sich die Tennisplätze in Eitelborn und Heiligenroth. Ebenfalls in Planung befinde sich die Turn­halle für die Ortsgemeinde Girod. Ratsmitglied Steinebach wies darauf hin, daß bisher für die realisierten Anlagen rd. 7,9 Mill. DM investiert wurden. Anerkennung äußerte Ratsmitglied Steinebach für die Ortsgemeinden, die auf eigene Initiative, ohne die Bezuschussung abzuwarten, bereits Turnhallen errichtet ha­ben, um die Jugend- und Sportarbeit zu fördern. Abschließend richtete Ratsmitglied Steinebach an die Ortsgemeinden einen Appell, in Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde den sport­treibenden Vereinen einen jährlichen finanziellen Zuschuß zu gewähren, derüber ein Almosen hinausgehe" und sich an den Aktivitäten der Vereine für die Jugendarbeit orientieren solle. Dieses Geld sei mit Sicherheit gut angelegt, da die Arbeit der Sportvereine ebenso wie der Bau der Sportstätten dazu