Montabaur 7/5/80
Wie aus einem von ihm vorgelegten Zeitungsartikel ersichtlich ist, hat sogar der Bürgermeister von Limburg bis zuletzt den Standort Montabaur als privilegiert angesehen. Bürgermeister Mangelsging auch darauf ein, daß in Pressegesprächen der Firmenleitung der „unbürokratische Verhandlungsstil" der Stadt Limburg hervorgehoben wurde. Daraus könne der Eindruck entstehen, in Montabaur sei nicht alles getan und bürokratisch verfahren worden. Der Bürgermeister unterstrich, in den Verhandlungen sei er auf die Wünsche der Firmenleitung eingegangen.
Der Stadtrat habe zügig und unverzüglich die erforderlichen Entscheidungen mit Blick auf die Ansiedlung der Firma getroffen (Umlegungsbeschluß, Schaffung der Erschließungsmöglichkaten)
Ratsmitglied Widner (SPD) und Ratsmitglied Schweizer (FWG) betonten, daß nach ihren Eindrücken von der Verwaltung alles erdenklich Mögliche getan worden sei.. Keinesfalls könne man der Verwaltung die für die Stadt Montabaur negative Entscheidung anlasten. In diesem Zusammenhang regte Ratsmitglied Schweizer (FWG) die Bildung eines Wirtschaftsförderungsausschusses an, der in solchen Fällen die Verwaltung mit Rat und Tat unterstützen solle. Dies sei aber - so Ratsmitglied Schweizer- keinesfalls als Kontrolle gedacht und auch nicht aus einer Haltung des Mißtrauens heraus zu verstehen.
Grundstückspreise im Baugebiet „Himmelfeld"
Um Mißverständnissen und Fehlinterpretationen der Publikation seiner Erklärungen vorzubeugen, erklärte der Bürgermeister, die Entscheidung des Stadtrates, die Baugrundstücke im Baugebiet „HimmaJfeld I", 2. Abschnitt zum Umlegungspreis zu verkaufen, bedeute nicht, daß es sich bei den städtischen Grundstücken um minderwertiges Bauland handelt. Auch habe der Umlegungsausschuß nicht die Stadt bevorzugt. Die der Stadt gehörenden Grundstücke seien innerhalb der im Umlegungsverfahren gebildeten Wertzonen ebenso bewertet worden wie alle übrigen Grundstücke in der jeweiligen Wertzone.
Die entsprechenden Äußerungen in der Presse haben sich auf den Verkaufspreis der städtischen Grundstücke bezogen. Der Stadtrat habe einen Grundsatzbeschluß gefaßt, daß die Bauplätze zu dem Preis veräußert werden, mit dem sie im Umlegungsverfahren bewertet wurden. Man verzichtet also darauf, einen Gewinn für die Stadt zu erzielen. Damit soll eine soziale Komponente in der städtischen Grundstückspolitik unterstrichen werden. Intention sei es gewesen, daß man dämpfend auf die am Markt herrschenden Grundstückspreise einwirken will, um Eigentumsbildung in privater Hand zu fördern und zu ermöglichen.
Stadtteilausschuß gewählt
Der Stadtrat von Montabaur hat in seiner Sitzung am 24.1.1980 einen sogenannten Stadtteilausschuß gewählt. Die Bildung dieses Gremiums war bereits in der konstituierenden Sitzung des Stadtrates am 4.7.1979 vereinbart worden, konnte jedoch erst nach Rechtskraft der Hauptsatzung erfolgen. Der sogenannte „Stadtteilausschuß" der nach der ausdrücklichen Willenserklärung des Stadtrates kein Ausschuß im Sinne der Gemeindeordnung sein soll, ist in der am 4.1.1980 an dieser Stelle öffentlich bekanntgemachten Hauptsatzung verankert Nach § 16 der Hauptsatzung verfolgt man mit der Wahl das Ziel, das örtliche Gemeinschaftsleben und den Kontakt der Stadtteile zum Rat und zur Verwaltung der Stadt Montabaur zu fördern. Jeder Stadtteil hat einen Vertreter. Die Stadt Montabaur in den Grenzen vor dem Zusammenschluß ist mit zwei Mitgliedern vertreten. Den Vorsitz führt nach der Hauptsatzung der Bürgermeister.
Aufgabe des Ausschusses und seiner einzelnen Mitglieder ist es, al den Stadtrat und seine Fachausschüsse durch Beratung, Anregungen und Mitgestaltung zu unterstützen, b) die Verwaltung auf Notwendigkeiten und Mißstände in den Stadtteilen hinzuweisen.
Dem Stadtteilausschuß gehören folgende Mitglieder an:
1. Für den Stadtteil Bladernheim:
Erich Becker (CDU), Mittelaustraße 15, MT-Bladernheim,
Tel. 7514,
2. für den Stadtteil Eigendorf:
Reinhard Lorenz (FWG), Baumbacher Str. 70, MT-Elgendorf, Tel. 2211,
3. für den Stadtteil Eschelbach:
Josef Wolf (CDU) Margerittenstr. 2, MT-Eschelbach, Tel. 4968,
4. für den Stadtteil Ettersdorf:
Ewald Straub (CDU) , Rübenstock 3, MT-Ettersdorf, Tel. 06439-7821
5. für den Stadtteil Horressen: Gustav Hannappel (SPD), Westerwaldstraße 33, MT-Horressen, Tel. 2428
6. für den Stadtteil Reckenthal:
Paul Trumm (SPD), Sespenroder Weg 2, MT-Reckenthal
7. für den Stadtteil Wirzenborn:
Alfred Steinebach (CDU), Kiefernweg 8, MT-Wirzenborn Tel. 2877
Für die Stadt Montabaur in den Grenzen vor dem Zusammenschluß:
Jochen Keil (CDU), Steinweg 14, 5430 Montabaur, Tel. 3617 und Franz-Josef Eschenauer (FWG), Elisabethenstr. 6, 5430 Montabaur, Tel. 4948.
Gehwege können bei Glätte auch mit abstumpfenden Mitteln gestreut werden
In der letzten Stadtratssitzung befaßte man sich mit der Frage, ob auf Streusalz wegen der Umweltbeeinträchtigungen nicht verzichtet werden könne. Das Ergebnis einer Umfrage bei anderen Städten, die bereits entsprechende Untersuchungen durch geführt haben, zeigte jedoch, daß im öffentlichen Verkehrsraum auf Salz nicht verzichtet werden kann, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Auf den Gehwegen genügt es aber meist, wenn mit abstumpfenden Mitteln (Asche, Sand, Sägemehl) gestreut wird. Diese Mittel, durch die weniger Umweltbelastungen hervorgerufen werden, sind in der Straßenreinigungssatzung der Stadt ausdrücklich zugelassen.
Mutwillige Sachbeschädigung an der Waldschule Montabaur - Horressen
Offensichtlich aus Übermut und Zerstörungswut haben in den letzten Tagen an der Waldschule Montabaur - Horressen einige Jugendliche öffentliches Eigentum beschädigt.
So wurde der Müllcontainer entwendet und in eine nahegelegene Wiese geschoben. Ferner wurden offensichtlich mit einer Schußwaffe die Scheiben der Haupteingangstür zerstört.
Wir machen darauf aufmerksam, daß die Verursacher mit einer Anzeige wegen Sachbeschädigung zu rechnen haben.
Verbandsgemeinde Montabaur
Großer Karnevalsball am 2.2.1980
Die Unteroffizierheimgesellschaft e.V. Montabaur veranstaltet am Samstag, dem 2.2.1980 , Beginn: 20.11 Uhr, ihren traditionellen großen Karnevalsball in der Westerwaldkaserne. Ein reichhaltiges Programm erwartet die Gäste. An der Abendkasse ist nur noch eine geringe Anzahl Eintrittskarten erhältlich.öffnung des Saales 19.00 Uhr.
Westerwaldverein wandert
Der Zweigverein Montabaur lädt für Mittwoch, den 6.2.80, zu einer Kurzwanderung über die „Schöne Aussicht" nach Dernbach ein. Nach einer Kaffeepause entweder Rückmarsch über den Burghof oder Rückfahrt mit der Bahn. Abmarsch um 14 Uhr von der Straßenbrücke Fürstenweg-Werkstraße.

