Ausgabe 
31.8.1973
Seite
2447
 
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Montabaur - 3 -

1 , Fürdie Arbeiter einschl. Handwerker Dienstag, den 4. Sept. 1973

von 8.3o - 12.oo Uhr

2. Für die Angestellten Mittwoch, den 5. Sept. 1973 von 8.45 - 13.oo Uhr.

Die Auskunftssuchenden werden gebeten, ihre Versicherungs­unterlagen mitzubringen.

Landratsamt Montabaur

i.V. gez. Holzenthal, Kreisamtmann

Aktion "Brasil"

Am Samstag, den 8. Sept. 1973 startet die Horbacher Jugend um 8.oo Uhr eine Kleider - und Lumpensammlung. Um die Unkosten niedrig zu halten, verteilen wir keine Plastikbeutel. Wir bitten daher die Bevölkerung, die Kleider gebündelt an den Straßenrand zu legen.

Der Erlös dieser Sammlung ist bestimmt für die Menschen in den Elendsvierteln Sao Paulos !

ln Campo Limpo, einem Stadtteil an der Peripherie Sao Pau­los, leben 2oo.ooo Manschen, die zum größten Teil men­schenunwürdig ihr Dasein fristen. Durch Ihre Kleiderspen­de halfen Sie einem Institut, Instituto para o Dosenvolvi- mento Profissionale Evangelizacao do Trabalhador, Campo Limpo - Sao Paulo - Capital - C.P. 2476, das sich um die Resozialisierung dieser Menschen bemüht.

Die Kleider- und Lumpensammlung soll in folgenden Gemein­den durchg eführt werden:

Eitelborn, Welschneudorf, Hübingen, Stahlhofen, Neuhäusel, Oberelbert, Gackenbach, Untershausen, Kadenbach, Nieder­elbert, Horbach, Stadtteil Horressen, Simmern, Holler, Daubach.

Wir bitten, die Lumpen und alten Kleider einfach zusammen­gebündelt schon freitags abends oder samstags morgens früh am Straßenrand zu lagern, damit wir ohne Aufenthalt den Abtransport durchführen können.

Allen Spendern ein herzliches Vergelts Gott gez. Manfred Sieglar

Wir bitten Sie, unserer Einladung nachzukommen und Ihr In­teresse an der Landesbühne durch ein Abonnement zu bewei­sen.

gez. Mangels, Bürgermeister

N.S.

Am 29.9.1973 gastiert in Montabaur die Konzertdirektion Kempf mit dem Stück "Jahreszeiten der Liebe mit Hubert Suschka und Maria Schell.

Weiterhin stellt uns das Schweizer Tournee-Theater das Stück "Die Physiker am 28.Io. 1973 und das MusicalHaire am 19.1 1.1973 vor.

LandesbühnE Rheinland-Pf alz - Spielplan 1973/74 Aufführungstermine für Montabaur Mittwoch, den 12.9.1973

Viel Lärm um Nichts, Lustspiel von William Shakespeare

Donnerstag, den ll.lo.1973

Die bessere Hälfte, Lustspiel von Alan Ayckbourn

Donnerstag, den 8.11.1973 Antigone, Schauspiel von Jean Anouilh

Freitag, den 7.12.1973 Der gestiefelte Kater

Mittwoch, den 6.2.1974

Der Lügner und die Nonne, von Curt Goetz

Freitag, den 8.3.1974 Tartuffe, Komödie von Moliere

Donnerstag, den 4.4.1974

Fisch zu Viert, Moritat von Wolfgang Kohlhaase und Rita Zimmer

Donnerstag, den 2.5.1974

Der Teufelsschüler, Melodrama von Bernard Shaw Donnerstag, den 6.6.1974

Bäume sterben aufrecht, Komödie von Alejandro Casona

Die Verwaltung informiert

Sehr geehrter Theaterfreund !

Die Landesbühne Rheinland-Pfalz eröffnet die Spielsaison 1973/74 am 12. Sept. 1973.

Anliegend überreichen wir Ihnen den Spielplan, aus dem die Aufführungstermine für Montabaur zu ersehen sind.

Es ist also wieder soweit, daß der einzelne sich entscheiden muß, ob er diese kulturelle Einrichtung, für deren Erhalt die Stadt jährl. erhebliche finanzielle Mittel aufwendet, durch ein Abonnement unterstützt.

Die Abonnementspreise sowie die Einzeleintrittspreise haben sich seit Jahren nicht geändert.

Im Abonnement für die Spielzeit 1973/74 werden 9 Vorstel­lungen angeboten. Es ergeben sich nachstehende Abonne­mentspreise :

Abonnement Jugendabonnement

I. Platz 32,4o DM 16,65 DM

H. Platz 27.45 DM 14,2o DM

IUPlatz 22,oo DM 1 l,8o DM

Das Abonnement kann in 3 Raten gezahlt werden. Die An­nahme erfolgt beim Städt. Verkehrsamt. Rathaus, Zimmer 17.

VdK - Kreisverband Unterwesterwald

Gleiches Recht für Kriegs- und Wehr dienst opfer.

Der VdK kämpft für soziale Gerechtigkeit.

Werden die Kriegsopfer erneut Stiefkinder der Nation?

Sollen die Kriegsopfer die Rechnung bezahlen?

Schon die Abkoppelung der Kriegsopferrenten von der auf den 1.7.72 vorgezogenen Anpassung der Bestandsrenten in der Sozialversicherung brachte für die Kriegsopfer einen Verlust von 27o Millionen DM. Da die Anpassung am 1.7.73 wiederum nicht erfolgt ist entstand ein weiterer Verlust von 37o Mill. DM. Es gibt keinen vertretbaren Grund, die Kriegsopfer als einzige soziale Gruppe des deutschen Volkes in dieser eklatanten Wei­se zu benachteiligen und sie jetzt auch noch zu Opfern der In­flation werden zu lassen. Es taucht die Frage auf, aus welchem Grunde ausgerechnet die Kriegsopfer doppelt zahlen sollen, einmal mit ihrer Gesundheit für den Kriegund zum 2. mit ihrer Rente für die Stabilität. Derart ungleiche Maßstäbe pas­sen nicht in einen sozialen Rechtsstaat und stehen im Wider­spruch zu einem Regierungsprogramm , das mehr soziale Gerechtigkeit anstrebt.

Die von zahlreichen Politikern gern geübte und nach einheitli­chem Muster erfolgende Vorrechnung von Rentenerhöhungen der Kriegsopfer in den letzten Jahren nach Prozentzahlen er­weist sich bei näherem Hirsehen als Milchmädchenrechnung.