Montabaur - 3 -
1 , Fürdie Arbeiter einschl. Handwerker Dienstag, den 4. Sept. 1973
von 8.3o - 12.oo Uhr
2. Für die Angestellten Mittwoch, den 5. Sept. 1973 von 8.45 - 13.oo Uhr.
Die Auskunftssuchenden werden gebeten, ihre Versicherungsunterlagen mitzubringen.
Landratsamt Montabaur
i.V. gez. Holzenthal, Kreisamtmann
Aktion "Brasil"
Am Samstag, den 8. Sept. 1973 startet die Horbacher Jugend um 8.oo Uhr eine Kleider - und Lumpensammlung. Um die Unkosten niedrig zu halten, verteilen wir keine Plastikbeutel. Wir bitten daher die Bevölkerung, die Kleider gebündelt an den Straßenrand zu legen.
Der Erlös dieser Sammlung ist bestimmt für die Menschen in den Elendsvierteln Sao Paulos !
ln Campo Limpo, einem Stadtteil an der Peripherie Sao Paulos, leben 2oo.ooo Manschen, die zum größten Teil menschenunwürdig ihr Dasein fristen. Durch Ihre Kleiderspende halfen Sie einem Institut, Instituto para o Dosenvolvi- mento Profissionale Evangelizacao do Trabalhador, Campo Limpo - Sao Paulo - Capital - C.P. 2476, das sich um die Resozialisierung dieser Menschen bemüht.
Die Kleider- und Lumpensammlung soll in folgenden Gemeinden durchg eführt werden:
Eitelborn, Welschneudorf, Hübingen, Stahlhofen, Neuhäusel, Oberelbert, Gackenbach, Untershausen, Kadenbach, Niederelbert, Horbach, Stadtteil Horressen, Simmern, Holler, Daubach.
Wir bitten, die Lumpen und alten Kleider einfach zusammengebündelt schon freitags abends oder samstags morgens früh am Straßenrand zu lagern, damit wir ohne Aufenthalt den Abtransport durchführen können.
Allen Spendern ein herzliches Vergelt’s Gott gez. Manfred Sieglar
Wir bitten Sie, unserer Einladung nachzukommen und Ihr Interesse an der Landesbühne durch ein Abonnement zu beweisen.
gez. Mangels, Bürgermeister
N.S.
Am 29.9.1973 gastiert in Montabaur die Konzertdirektion Kempf mit dem Stück "Jahreszeiten der Liebe” mit Hubert Suschka und Maria Schell.
Weiterhin stellt uns das Schweizer Tournee-Theater das Stück "Die Physiker” am 28.Io. 1973 und das Musical ”Haire” am 19.1 1.1973 vor.
LandesbühnE Rheinland-Pf alz - Spielplan 1973/74 Aufführungstermine für Montabaur Mittwoch, den 12.9.1973
Viel Lärm um Nichts, Lustspiel von William Shakespeare
Donnerstag, den ll.lo.1973
Die bessere Hälfte, Lustspiel von Alan Ayckbourn
Donnerstag, den 8.11.1973 Antigone, Schauspiel von Jean Anouilh
Freitag, den 7.12.1973 Der gestiefelte Kater
Mittwoch, den 6.2.1974
Der Lügner und die Nonne, von Curt Goetz
Freitag, den 8.3.1974 Tartuffe, Komödie von Moliere
Donnerstag, den 4.4.1974
Fisch zu Viert, Moritat von Wolfgang Kohlhaase und Rita Zimmer
Donnerstag, den 2.5.1974
Der Teufelsschüler, Melodrama von Bernard Shaw Donnerstag, den 6.6.1974
Bäume sterben aufrecht, Komödie von Alejandro Casona
Die Verwaltung informiert
Sehr geehrter Theaterfreund !
Die Landesbühne Rheinland-Pfalz eröffnet die Spielsaison 1973/74 am 12. Sept. 1973.
Anliegend überreichen wir Ihnen den Spielplan, aus dem die Aufführungstermine für Montabaur zu ersehen sind.
Es ist also wieder soweit, daß der einzelne sich entscheiden muß, ob er diese kulturelle Einrichtung, für deren Erhalt die Stadt jährl. erhebliche finanzielle Mittel aufwendet, durch ein Abonnement unterstützt.
Die Abonnementspreise sowie die Einzeleintrittspreise haben sich seit Jahren nicht geändert.
Im Abonnement für die Spielzeit 1973/74 werden 9 Vorstellungen angeboten. Es ergeben sich nachstehende Abonnementspreise :
Abonnement Jugendabonnement
I. Platz 32,4o DM 16,65 DM
H. Platz 27.45 DM 14,2o DM
IUPlatz 22,oo DM 1 l,8o DM
Das Abonnement kann in 3 Raten gezahlt werden. Die Annahme erfolgt beim Städt. Verkehrsamt. Rathaus, Zimmer 17.
VdK - Kreisverband Unterwesterwald
Gleiches Recht für Kriegs- und Wehr dienst opfer.
Der VdK kämpft für soziale Gerechtigkeit.
Werden die Kriegsopfer erneut Stiefkinder der Nation?
Sollen die Kriegsopfer die Rechnung bezahlen?
Schon die Abkoppelung der Kriegsopferrenten von der auf den 1.7.72 vorgezogenen Anpassung der Bestandsrenten in der Sozialversicherung brachte für die Kriegsopfer einen Verlust von 27o Millionen DM. Da die Anpassung am 1.7.73 wiederum nicht erfolgt ist entstand ein weiterer Verlust von 37o Mill. DM. Es gibt keinen vertretbaren Grund, die Kriegsopfer als einzige soziale Gruppe des deutschen Volkes in dieser eklatanten Weise zu benachteiligen und sie jetzt auch noch zu Opfern der Inflation werden zu lassen. Es taucht die Frage auf, aus welchem Grunde ausgerechnet die Kriegsopfer doppelt zahlen sollen, einmal mit ihrer Gesundheit für den Kriegund zum 2. mit ihrer Rente für die Stabilität. Derart ungleiche Maßstäbe passen nicht in einen sozialen Rechtsstaat und stehen im Widerspruch zu einem Regierungsprogramm , das mehr soziale Gerechtigkeit anstrebt.
Die von zahlreichen Politikern gern geübte und nach einheitlichem Muster erfolgende Vorrechnung von Rentenerhöhungen der Kriegsopfer in den letzten Jahren nach Prozentzahlen erweist sich bei näherem Hirsehen als Milchmädchenrechnung.

