Ausgabe 
24.8.1973
Seite
2422
 
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Montabaur - 18

III.

Genehmigung der Haushaltssatzung

Die nach § 99 der Gemeindeordnung für Rheinland-Pfalz in der Fassung vom 25. 9.1964- (GVBl. S. 145) erforderliche Genehmigung zu folgenden Teilen der Haushaltssatzung für das Rechnungsjahr 1973 wird hiermit erteilt:

I. Zur Festsetzung des Höchstbetrages der Kassenkredite auf 4 .000, DM.

II. Für den Gesamtbetrag der Darlehen, die zur Bestreitung von Ausgaben des außerordentlichen Haushaltsplanes bestimmt sind, in Höhe von DM.

III. Zum Umlagebedarf mit 12. 750. -- DM.

Landratsamt des Unterwesterwaldkreises (L.S.)

Montabaur, den 12. 7.1973 Im Aufträge; gez. Wilhelmi

HÜBINGEN

Bericht

aus der Gemeinderatssitzung der Gemeinde Hübingen vom 16. August 1973

Der Gemeinderat beschließt, daß die Arbeiten zum Ausbau der Schulstraße, Kapellenstraße und der Mehlstraße mit Wiesenweg der Fa. Lanio, Bad Ems, übertragen werden.

Der Gemeinderat erklärt sich grundsätzlich mit der Neu­gliederung der Forstämter und Forstreviere einverstanden, bittet jedoch, die Angelegenheit zuständigkeitshalber dem Forstbetriebsverband Gackenbach zur Entscheidung vorzu­legen.

Der Gemeinderat stimmt der Einführung der instrumentellen Rinderbesamung zu.

Noch vor den Kirmestagen sollen die Arbeiten an der K 78 innerhalb der Ortslage, bei der Gastwirtschaft Trum, be­endet sein. Mit dieser Maßnahme hat die Gemeinde in Ver­bindung mit dem Unterwesterwaldkreis eine gefährliche Kurve und einen Engpaß beseitigt und gleichzeitig zur Ver­schönerung des Ortsbildes beigetragen. Schon mehrmals nach dem 2. Weltkrieg stand dieses Problem im Gemeinde­rat zur Diskussion. Leider konnte das Vorhaben nie ver­wirklicht werden, da die Dringlichkeit dieser Maßnahme an­scheinend von den Gemeinderäten nicht eingesehen wurde. Ein Lob der derzeitigen Gemeindevertretung, die sofort ihre Bereitschaft zeigte, als dieser Punkt auf der Tagesordnung erschien.

Anfang September soll mit dem Ausbau der Schulstraße, Kapellenstraße und Mehlstraße begonnen werden. Zusätzlich soll noch der Ausbau des Wiesenweges erfolgen. Die be­treffenden Straßen werden mit neuen Bordsteinen versehen und erhalten eine neue Teerdecke, Die Bürgersteige werden befestigt und erhalten ebenfalls eine Teerdecke. Die Kosten werden gemäß der Ausbausatzung, die im Jahre 1964 er­lassen wurde, mit 5o °]o der Gesamtkosten auf die Gemeinde und 5o °fo auf die Anlieger umgelegt.

Die Wendelinuskapelle wurde mit einem neuen Anstrich ver­sehen. Die Kosten wurden vom Bischöfl. Ordinariat über­nommen. Demnächst soll der Platz vor der Kapelle mit neuem Pflaster belegt werden. Die Kosten hierfür übernimmt die Gemeinde Hübingen. Zum Frühjahr 1974 sind Ver­schönerungsarbeiten um die Kapelle vorgesehen.

Zur diesjährigen Hübinger Kirmes am 25., 26. und 27. August wünsche ich allen Mitbürgerinnen und -bürgern viel Spaß und frohe Unterhaltung. Alle Besucher darf ich recht herzlich willkommen heißen und ihnen nette und gemüt­liche Stunden bei uns in Hübingen wünschen.

Kirmes in Hübingen

- Ständchen für Bürgermeister und Lehrer - Am Wochenende, dem 25. , 26. und 27. 8.1973, findet in Hübingen das Kirchweihfest statt.

Die Kirmes beginnt am Samstag um 16. 00 Uhr mit dem Auf­stellen des Kirmesbaumes durch die Kirmesgesellschaft. Abends um 20. 00 Uhr trifft sich die Gemeinde zum Tanz im Kirmeszelt. Es spielen die "MARINAS.

Am Sonntag, den 26. 8.1973 um 15. oo Uhr findet der schon zur Tradition gewordene. Kirmeszug statt, der von der DRK- Kapelle Daubach musikalisch umrahmt wird. Hierbei werden Herrn Bürgermeister Loring sowie Herrn Lehrer Hoffmann Ständchen dargebracht. Anschließend findet der Tanz unter dem Kirmesbaum statt. Nach dem Umzug ist um 16.00 Uhr Tanz im Kirmeszelt; ebenfalls abends ab 20.00 Uhr.

Am Kirmesmontag findet um 8. 00 Uhr in der Kapelle in Hübingen ein Gedenkgottesdienst statt, an dem auch die Kirmesgesellschaft teilnimmt. Der anschließende Früh­schoppen im Kirmeszelt wird durch Darbietungen des Männergesangvereins "Frohsinn" Hübingen umrahmt, Zum Ausklang der Kirmes ist abends nochmals Tanz ab 20.00 Uhr. An diesem Abend führt die Kirmesgesellschaft ihre Ver­losung durch. Hierbei werden die von der Geschäftswelt gestifteten und von der Kirmesgesellschaft gekauften Preise verlost.

Hübinger Möhnen

nicht nur im Karneval aktiv!

Die Reinigung der Gemeindeanlagen, Kinderspielplatz, Brunnenplatz, Anlage bei der Postomnibushalle, Anlage bei der Schule usw., war in diesem Jahr für die Gemeinde­verwaltung zu einem ernsten Problem geworden. Es war niemand mehr aufzutreiben der diese niederen Arbeiten verrichten wollte. Eines Abends im Juni, marschierten ca. 20 Möhnen, mit Hacken, Rechen, Schaufeln und sonstigem Handwerkszeug ausgerüstet vor der Gemeindeverwaltung auf. Bürgermeister Erwin Loring glaubte zuerst an einen Spuk. Aber dann sah er, daß es Wirklichkeit war. Mit vereinten Kräften rückten die Möhnen dem Unkraut auf dem Kinder­spielplatz zu Leibe. In 90 Minuten war die Anlage in einen blitzsauberen Zustand versetzt. Ebenso soll es dem Unkraut in den übrigen Dorfanlagen -ergehen. Die Möhnen wollen ihren Arbeitslohn auf einem Sparbuch anlegen. Später soll eine Fahrt ins Blaue gemacht werden.

Ich war angenehm überrascht, freute sich Bürgermeister Loring.

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