Ausgabe 
24.8.1973
Seite
2421
 
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Montabaur - 17

Gedanken zum Kirchweihfest 1973

Anlässlich des Kirchweihfestes wollen wir einmal nach der Herkunft unseres Ortsnamens forschen.

Es dürfte aussichtslos sein, den Namen "Gackenbach" aus seiner Entstehung oder aus seiner Sinnesgebung her zu er- kären. Schon im Jahre 1834 versuchte E.G. Graff in seinem Buch "Altdeutscher Sprachschatz", das in Berlin erschien, den Namen abzuleiten von einem Personennamen "Gacho, wobei es vollständig ungeklärt ist, wer dieser Gacho ge­wesen sein soll. Eine im Jahrbuch der Diözese Limburg 1969 veröffentliche Sage läßt einen Gefolgsmann Kaiser Karls des Großen als Burgherren der Samburg erscheinen mit dem Namen Gacho.

1856 wollte E. Förstermann in seinem Altdeutschen Namens­buch, 2. Band Ortsnamen, den Namen Gackenbach mit "Gagan" = gegen in Verbindung bringen. Diese und andere Erklärungen lässt man am besten im Schoß der Vergessen­heit ruhen.

Interessant ist aber immerhin, daß man sich vor 15o Jahren schon mit unserem Dörfchen und seinem Namen beschäftigte. Wenn auch unsere Pfarrei Kirchähr eine reiche Geschichte aufweist und 1346 schon ein Pfarrer genannt wird, wenn auch der jetzige Ortsteil Dies schon im Jahre 93o bezeugt ist, so ist das eigentliche Gackenbach doch erst im Jahre 1486 in einer ungedruckten Urkunde, die im Diözesanarchiv liegt, genannt. Gackenbach war so stark in die Pfarrei Kirchähr eingegliedert, daß man von einer eigenen Dorfgeschichte gar nicht sprechen kann. Mit den Ortsteilen Dies und Kirch­ähr, deren Eingliederung in die Gemeindeverwaltung schon sehr früh erfolgt ist, zählte Gackenbach bis zum Jahre 19oo nie über 3oo Seelen. Erst am 1.12.1834 bekam das Dorf eine eigene Schule. Die Kinder mußten bis dahin die Pfarrschule in Kirchähr besuchen. 1705 ließ Pfarrer Peter Otto im Unterdorf eine Kapelle zu Ehren der Allerheilig­sten Dreifaltigkeit bauen, in der auch die heilige Lucia, Patronin in Krankheiten der Augen, verehrt wurde. Diese Kapelle wurde 1935 abgebrochen. Ein eisernes Kreuz mit einer Gedenktafel erinnert in der Dorfmitte an diese Ka­pelle.

Einen Einschnitt in die Dorfgeschichte bildete der Bau der Pfarrkirche im Jahre 1879. Die Einweihung erfolgte am 25. Juni 1884. Hiernach müßten wir unser "Kirchweihfest am letzten Sonntag im Juni feiern. Da aber vielfach das Kirchweihfest auf den Sonntag nach dem Patronatstag ge­legt wurde, feiern wir unsere Kirmes am letzten Sonntag im August (Sonntag nach Baxtholomä).

Leider ist seit einigen Jahren ein Teil der Kirmesbräuche (Herrichten des Eierkranzes, Kirmesgesellschaft der Jugend und was dazu gehört) unserer modernen Zeit zum Opfer gefallen. Wenn uns auch heute Kirmeskuchen und Kirmes­trubel nicht mehr viel bedeuten, so wollen wir doch mit unseren Kirmesgästen Erinnerungen auffrischen. Ein Spaziergang durch unser Dorf und auf den Friedhof, mit einem Blick auf die Gedenktafeln in der Friedhofskapelle, wird uns den Rückblick erleichtern.

Allen wünschen wir frohe Festtage und den Gästen einen angenehmen Aufenthalt in unserer Gemeinde.

Schließung des Müllplatzes

Mit Bescheid der Bezirksregierung Koblenz vom 20.7.1973 wurde unsere Müllkippe endgültig geschlossen. Der Ge­meinde wurde gestattet, auf dem Müllplatz noch Erdaushub bis zum 1.1.1974 abzulagern. Falls beabsichtigt wird, Erd­massen auf dem Müllplatz abzuladen, ist hierzu vorher die Genehmigung der Gemeindeverwaltung einzuholen.

Die Genehmigung kann während der Sprechstunden bean­tragt werden. Wir weisen darauf hin, daß ein unbefugtes Abladen von Abfällen aller Art ein Bußgeldverfahren nach sich zieht.

Parkwärterdienst am 26,8.1973

Vormittags: Adam Gabel. Nachmittags: Josef Berkessel u.

Alois Schmidt

Wussten Sie schon.

.daß die Gemeindevertretung Gackenbach am 7.2.35

der Firma Kilian, Niederelbert den Auftrag erteilte, die Strasse zum Gelbachtal für 34.461, DM zu bauen?

.daß diese Strasse 2,5 km lang ist?

.daß diese Strasse mittlerweile zur Kreisstrasse Nr. 73

eingestuft worden ist?

.daß diese Strasse ganz über Privatgrundstücke führt und

die Eigentümer in dem nunmehr laufenden Flurbe­reinigungsverfahren erst entschädigt werden?

.daß die Beerdigungskosten 1935 in unserer Gemeinde

noch sehr niedrig waren? Ein großes Grab kostete 6,-- DM, ein Kindergrab 3,-- DM.

HORBACH-GACKENBACH Bekanntmachung

der Haushaltssatzung des Schulverbandes Horbach/Gacken­bach für das Rechnungsjahr 19 7 3

I.

Aufgrund der §§96 ff. der Gemeindeordnung für Rheinland- Pfalz in der Fassung vom 25.9.1964 (GVB1. S. 145) in Ver­bindung mit den §§ 32, 35 und 39 des Landesgesetzes über die öffentlichen Grund-, Haupt- und Sonderschulen (GHS SchG) vom 9.5.1968 in der Fassung vom 10. 7.1969 (GVB1.

S. 73) wird durch Beschluß des Verbandsschulausschusses 1_ vom 25. Januar 1973 für das Rechnungsjahr 1973 folgende Haushaltssatzung erlassen:

§ 1

Der Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1973 wird im

ordentlichen Haushaltsplan

in der Einnahme auf 25.800, -- DM

in der Ausgabe auf 25.800, DM

außerordentlichen Haushaltsplan

in der Einnahme auf -, -- DM

in der Ausgabe auf -,-- DM festgesetzt.

§ 2

Der Umlagebedarf beträgt 12. 750, DM. Er wird nach der anteiligen Schülerzahl auf die verbandsangehörigen Ge­meinden verteilt.

§ 3

Der Höchstbetrag der Kassenkredite, die im laufenden Rechnungsjahr zur Aufrechterhaltung des Betriebes der Schul - Verbandskasse in Anspruch genommen werden dürfen, wird auf 4. 000, -- DM festgesetzt.

§ 4

Der Gesamtbetrag der Darlehen, die zur Bestreitung von Aus­gaben des außerordentlichen Haushaltsplanes bestimmt sind, wird auf -,-- DM festgesetzt.

§ 5

Die Haushaltssatzung tritt am 1. Januar 1973 in Kraft.

II.

Der Haushaltsplan liegt gemäß § 99 Abs. 3 GO eine Woche lang und zwar:

in der Gemeinde Horbach vom 27. 8. 73 bis 3. 9. 73 montags-freitags von 17. oo bis 2o.oo Uhr in der Privat­wohnung des Bürgermeisters in der Waldstr. 3 in der Gemeinde Gackenbach von 27.8. 73 bis 3. 9. 73 montags-freitags von 12. oo bis 15. oo Uhr im Dienst­zimmer des Bürgermeisters

in der Gemeinde Hübingen von 27.8. 73 bis 3. 9. 73 montags-freitags von 17. oo bis 2o. oo Uhr in der Privat­wohnung des Bürgermeisters in der Mehlstr. 10 zu jeder­manns Einsicht öffentlich aus.

Montabaur, denl7.Aug. 1973 Schulverband Horbach/Gacken­bach, gez. Mangels Verbandsvorsi.zender