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Erhaltet die Wegekreuze und Bildstöcke!

Wegekreuze und Bildstöcke sind in der Verbands­gemeinde Montabaur noch nicht ganz verschwun­den. Oft prägen sie ein Landschaftsbild. Dabei sind sie mehr als nur hübsche Motive für Foto­grafen, dankbar angenommener Untergrund für übereifrige Wegezeichenmaler oder Orientierungs­punkte an Wegekreuzungen.

Denken wir nur an das geschichtsträchtige Schwe­denkreuz am Hillscheider Stock, an den schönen Kreuzweg des Wirzenborner Stationenbergs oder an die alten Wegekreuze in Großholbach. Manchmal auch trifft der Wanderer in versteck­ten Winkeln auf eine solche Gedenkstätte. Im Stahlhofener Wald finden wir ein Wegekreuz für einen verunglückten Fuhrmann. In der Dickheck des Großholbacher Gemeindewaldes erinnert ein Stein aus dem Jahre 1766 an den tödlichen Ausgang eines Duells zwischen Forstbeamten. Diese und viele andere sind wertvolle Dokumente einer vergangenen Zeit, Beweise für die Gläubig­keit der Menschen früherer Generationen, Erin­nerungen an Unglücksfälle, Aufforderungen zur Besinnlichkeit und zum Gebet, Andachtsstätten für Menschen in Not.

Unsere Fotos zeigen

Wegekreuze in Montabaur-Eschelbach, Heiligenroth, Ruppach- Goldhausen und Daubach

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Vielfältig waren die Beweggründe, die in frühe­ren Zeiten den Westerwälder veranlaßten, ein Kreuz oder einen Bildstock am Wegesrand zu errichten. Oft kostete die Herstellung große finanzielle Opfer.

Übereifrige Sammler graben bisweilen solche wertvollen Gedenksteine einfach aus und stel­len sie im eigenen Garten auf, pietätlose Men­schen gar vernichten das "morsche Gebälk.

Ihre Erhaltung ist dah. ein Gebot der Stunde.

Die Verbandsgemeinde Montabaur hat daher al­le Gemeindeverwaltungen gebeten, die Bildstöcke und Wegekreuze in den einzelnen Gemeindebe­reichen zu erfassen und ihr mitzuteilen. Hoffen wir, daß diese Bestandsaufnahme zur Erhaltung des heimatlichen Kulturgutes beiträgt.