Ausgabe 
13.3.1970
 
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I

3. Die Brücke an der Fröschpforte wurde vor kurzem ver­breitert.

4. Die neue Kreisre abchule wird an der Humboldstraße gebaut

5. Eine " Hutsch " ist eine Kröte.

KLEINE ANEKDOTEN

Der arme Bürgermeister

In den Notjahren gegen Ende des vorigen Jahrhunderts ka­men Kinder ärmerer Leute aus den Hausiererdörfern des Westerwaldes oft nach Montabaur, um zu betteln. - Ein etwa 12 jähriges Mädchen wurde einmal, nachdem es eine Gabe erhalten hatte, gefragt, ob auch der Bürger­meister seines Heimatortes zum Betteln gehe.

Antwort : " Naa - der hot kaa Schouh * "

Die Preßfreiheit

1848 kamen die Bauern zum Schultheiß des Dorfes :

Scholteß, Scholteß, Freßfreiheit wolle mer. " - " ft eßt, wat ehr wollt "

" Naa, naa, Scholteß, Preßfreiheit wolle mer * "

Wot es denn det, Preßfreiheit ? "

" Det wesse mer net, mer wolle se ower hon * "

Die verdächtige Gans Das Pitterche tritt in der Pause an den Herrn Lehrer heran : " *n scheene Gmß vo * meiner Mamme, un ob se vielleicht' n Gans hon wollde. "

Aber gern, mein Junge, Was soll denn das Pfund kosten ?' " Zwei Mark ", sagt das Pitterchen.

" Ende der Woche kannst du die Gans zu meiner Frau in die Küche bringen * "

Es wird Freitag, es wird Samstag. Aber die Gans war noch nicht gebracht.

" Pitterchen, wo bleibt denn die Gans ? "

"Och, Herr Lehrer", druckst das Pitterchen, " a weile frißt se wirrer

TROST

Du eißt doch,

wo jetzt umschattet der Strom, die Berge liegen im Grauen, bald wölbt sich übergolden ein Dom mit funkelnder Sonne im Blauen.

Du weiß auch,

wo noch verdüstert so sehr

der Himmel drohend verhangen,

bald wird dir wieder leuchtend ein Heer

von purpurnen Sternen hell prangen.

Und wenn auch

mit heißen Tränen so schwer

das Leid dich möchte bezwingen,

es wird ein Hauch von dem Ewigen her

in Gnade dir Tröstung auch bringen.

Dann steht dort,

wo jetzt Umschattet der Strom

und über Todesnot Grauen

des Auferstandenen Kreuz in dem Dom,

als Siegespanier in dem Blauen.

Walter Kalb

In eigener Sache

An alle Vereine und Verbände!

Wir erlauben uns, schon heute darauf aufmerksam zu machen, daß sich der Redaktionsschluß in der Woche 13 (K arwoche ) um einen Tag vorverschiebt.

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Verlag Hans Schmid GmbH

Zur Information

Ratschläge für Auslandsreisen

Eine Urlaubsreise ins Ausland erfordert erfahrungsgemäß wesent­lich mehr Vorbereitungen als Ferien an einem Ort im Bundes­gebiet. Der Katalog der vor Urlaubsbeginn zu klärenden Fra­gen reicht von ^- notwendigen Grenzdokumenten für den Urlauber selbst und sein Auto über die zweckmäßigsten Rei­sezahlungsmittel, den Versicherungsschutz am Urlaubsort und nicht zuletzt auch die deutschen Zollvorschriften für die Rückreise bis zu den abweichenden Verkehrsregeln im Urlaubsland.

Auf diese und eine Reihe weiterer Fragen gibt die jetzt am Schalter der Volksbank Montabaur kostenlos erhältliche Gel­be Beilage Auskunft.

Nassauische Sparkasse

Zinsgünstige Kredite für Hochwassergeschä- digte.

Wie wir erfahren haben, stellt die Nassauische Sparkasse ab sofort Hochwassergeschädigten zinsgünstige Kredite zur Verfügung. Die Laufzeit dieser Gelder ist auf maximal 4 Jahre befristet.

Interessierte Betroffene können Kreditanträge bis spätestens 30. Juni 1970 bei den Niederlassungen der NassauischenSpar- l asse einreichen. Es ist erforderlich, daß die Antragsteller der Sparkasse gegenüber den entstandenen Hochwasserscha­den durch eine entsprechende Bescheinigung der zuständi­gen Gemeinde- bzw. Stadtverwaltung nachweisen.

Dem betroffenen Personenkreis wird empfohlen, sich als­bald bei der Nassauischen Sparkasse über alle Einzelheiten informieren zu lassen.

HAUSMITTEILUNG

Seit dieser Woche geben wir auch ein Nachrichtenblatt für die Gemeinde Ebergötzen heraus.

Wir begrüßen unsere neuen Leser in der Gemeinde Eber­götzen.

RECHT FÜR ALLE

20 Minuten sind zu lange

(gri) In der Parkverbotszone müssen Ladegeschäfte möglichst schnell vorgenommen werden. Deshalb beanstandete das Ober­landesgericht Düsseldorf das Verhalten eines Ausfahrers, der sein Fahrzeug 20 Minuten lang unter einem Parkverbotsschild hatte stehen lassen. Er rechtfertigte sich damit, er habe Arz­neien ausfahren müssen und die 30 kg schweren Pakete bei Ärzten abgeliefert. Diese seien jedoch, als er die Praxis betreten habe, jeweils mit der Untersuchung von Patienten beschäftigt gewesen, so daß er habe warten müssen. Nur aus diesem Grund habe sich das Ladegeschäft verzögert.

Die Düsseldorfer Richter machten dem angeklagten Kraftfahrer klar (3) Ss 131/68), daß er sich falsch verhalten habe, und egten ihm ein Bußgeld auf. Sie gaben ihm Richtlinien, wie r sich künftig in solchen Fällen verhalten solle: Wenn er mer­ke, daß die Ärzte, die er aufsuchen müsse, auf längere Zeit ihren Patienten beschäftigt seien, müsse er einstweilen wieder gehen und zunächst sein Fahrzeug aus dem Parkverbot heraus­holen und es auf einen Parkplatz fahren. Sonst werde nämlich sein zunächst erlaubtes Halten zum verbotenen Parken.