I
3. Die Brücke an der Fröschpforte wurde vor kurzem verbreitert.
4. Die neue Kreisre abchule wird an der Humboldstraße gebaut
5. Eine " Hutsch " ist eine Kröte.
KLEINE ANEKDOTEN
Der arme Bürgermeister
In den Notjahren gegen Ende des vorigen Jahrhunderts kamen Kinder ärmerer Leute aus den Hausiererdörfern des Westerwaldes oft nach Montabaur, um zu betteln. - Ein etwa 12 jähriges Mädchen wurde einmal, nachdem es eine Gabe erhalten hatte, gefragt, ob auch der Bürgermeister seines Heimatortes zum Betteln gehe.
Antwort : " Naa - der hot kaa Schouh * "
Die Preßfreiheit
1848 kamen die Bauern zum Schultheiß des Dorfes :
” Scholteß, Scholteß, Freßfreiheit wolle mer. " - " ft eßt, wat ehr wollt ’ "
" Naa, naa, Scholteß, Preßfreiheit wolle mer * "
” Wot es denn det, Preßfreiheit ? "
" Det wesse mer net, mer wolle se ower hon * "
Die verdächtige Gans Das Pitterche tritt in der Pause an den Herrn Lehrer heran : " *n scheene Gmß vo * meiner Mamme, un ob se vielleicht' n Gans hon wollde. "
” Aber gern, mein Junge, Was soll denn das Pfund kosten ?' " Zwei Mark ", sagt das Pitterchen.
" Ende der Woche kannst du die Gans zu meiner Frau in die Küche bringen * "
Es wird Freitag, es wird Samstag. Aber die Gans war noch nicht gebracht.
" Pitterchen, wo bleibt denn die Gans ? "
"Och, Herr Lehrer", druckst das Pitterchen, " a weile frißt se wirrer
TROST
Du ’ eißt doch,
wo jetzt umschattet der Strom, die Berge liegen im Grauen, bald wölbt sich übergolden ein Dom mit funkelnder Sonne im Blauen.
Du weiß auch,
wo noch verdüstert so sehr
der Himmel drohend verhangen,
bald wird dir wieder leuchtend ein Heer
von purpurnen Sternen hell prangen.
Und wenn auch
mit heißen Tränen so schwer
das Leid dich möchte bezwingen,
es wird ein Hauch von dem Ewigen her
in Gnade dir Tröstung auch bringen.
Dann steht dort,
wo jetzt Umschattet der Strom
und über Todesnot Grauen
des Auferstandenen Kreuz in dem Dom,
als Siegespanier in dem Blauen.
Walter Kalb
In eigener Sache
An alle Vereine und Verbände!
Wir erlauben uns, schon heute darauf aufmerksam zu machen, daß sich der Redaktionsschluß in der Woche 13 (K arwoche ) um einen Tag vorverschiebt.
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Verlag Hans Schmid GmbH
Zur Information
Ratschläge für Auslandsreisen
Eine Urlaubsreise ins Ausland erfordert erfahrungsgemäß wesentlich mehr Vorbereitungen als Ferien an einem Ort im Bundesgebiet. Der Katalog der vor Urlaubsbeginn zu klärenden Fragen reicht von ^- notwendigen Grenzdokumenten für den Urlauber selbst und sein Auto über die zweckmäßigsten Reisezahlungsmittel, den Versicherungsschutz am Urlaubsort und nicht zuletzt auch die deutschen Zollvorschriften für die Rückreise bis zu den abweichenden Verkehrsregeln im Urlaubsland.
Auf diese und eine Reihe weiterer Fragen gibt die jetzt am Schalter der Volksbank Montabaur kostenlos erhältliche Gelbe Beilage Auskunft.
Nassauische Sparkasse
Zinsgünstige Kredite für Hochwassergeschä- digte.
Wie wir erfahren haben, stellt die Nassauische Sparkasse ab sofort Hochwassergeschädigten zinsgünstige Kredite zur Verfügung. Die Laufzeit dieser Gelder ist auf maximal 4 Jahre befristet.
Interessierte Betroffene können Kreditanträge bis spätestens 30. Juni 1970 bei den Niederlassungen der NassauischenSpar- l asse einreichen. Es ist erforderlich, daß die Antragsteller der Sparkasse gegenüber den entstandenen Hochwasserschaden durch eine entsprechende Bescheinigung der zuständigen Gemeinde- bzw. Stadtverwaltung nachweisen.
Dem betroffenen Personenkreis wird empfohlen, sich alsbald bei der Nassauischen Sparkasse über alle Einzelheiten informieren zu lassen.
HAUSMITTEILUNG
Seit dieser Woche geben wir auch ein Nachrichtenblatt für die Gemeinde Ebergötzen heraus.
Wir begrüßen unsere neuen Leser in der Gemeinde Ebergötzen.
RECHT FÜR ALLE
20 Minuten sind zu lange
(gri) In der Parkverbotszone müssen Ladegeschäfte möglichst schnell vorgenommen werden. Deshalb beanstandete das Oberlandesgericht Düsseldorf das Verhalten eines Ausfahrers, der sein Fahrzeug 20 Minuten lang unter einem Parkverbotsschild hatte stehen lassen. Er rechtfertigte sich damit, er habe Arzneien ausfahren müssen und die 30 kg schweren Pakete bei Ärzten abgeliefert. Diese seien jedoch, als er die Praxis betreten habe, jeweils mit der Untersuchung von Patienten beschäftigt gewesen, so daß er habe warten müssen. Nur aus diesem Grund habe sich das Ladegeschäft verzögert.
Die Düsseldorfer Richter machten dem angeklagten Kraftfahrer klar (3) Ss 131/68), daß er sich falsch verhalten habe, und •egten ihm ein Bußgeld auf. Sie gaben ihm Richtlinien, wie r sich künftig in solchen Fällen verhalten solle: Wenn er merke, daß die Ärzte, die er aufsuchen müsse, auf längere Zeit ihren Patienten beschäftigt seien, müsse er einstweilen wieder gehen und zunächst sein Fahrzeug aus dem Parkverbot herausholen und es auf einen Parkplatz fahren. Sonst werde nämlich sein zunächst erlaubtes Halten zum verbotenen Parken.

