1 Brille
1 Herren Armband uhr 1 Kinder - Mütze 1 Paar Damen -Handschuhe
9.1.1970 17.1.1970 Jan. 1970 Jan. 1970
Außerdem wurden 2 Geldscheine und mehrere Schlüssel abgegeben.
Rechtmäßige Eigentümer können sich auf dem Fundamt in Montabaur, Bahnhofstr. 32 , in den Dienststunden zwischen 8. 00 und 12. 00 Uhr melden.
Als verloren wurde gemeldet:
1 schwarze Geldböse mit ca. 90.00 DM 1 Nerz - Stola
KENNEN SIE MONTABAUR?
Ein kleines Heimat - Quiz
vergraben, viel Gold und edles Gestein. Dahin drang er vor. Seinen Genossen die Bezwingung der Stadt überlassend, wollte er sich dort die Taschen füllen. Krachend stieß er die Pforte ein und fand tief im Verließ viel rotes Gold. Gierig raffte er seine Taschen voll , so voll, daß er sie kaum mehr zu schleppen vermochte. Und dann saß er bei dem goldenen Haufer^ ergötzte sich daran in glühender Gier, wähnte seine Genossen lätl gst Herren der Stadt und konnte sich nicht von ihm trennen. Da fanden ihn die Bürger, als sie der Schweden Herr geworden und sie den letzten derselben rücklings die Mauer hinuntergestoßen, schlafend , und träumend. Eine schwere Montabaurer Axt segnete im Schlaf und Traum, daß er nicht mehr erwachte. In des Turmes Tiefe liegt der Tote heute noch. Unverwest ist sein Leichnam, ein warnend Beispiel für alle, denen die Gier nach Gold Sinn und Verstand raubt.
Fragen:
1. Welches ist der nächste Weg vom Bahnhof zur Westerwald - Kaserne?
2. Mit welchem Spruch wirbt die Stadtverwaltung auf ihrem Briefstempel?
3. An welchem Montabaurer Gotteshaus ist im Außenputz ein Christuskopf zu sehen?
4. Wie alt sind die Ökonomiegebäude auf dem Schloß?
5. Was versteht man bei uns unter " Haren” ?
Rückblick auf das Stadtgeschehen
Die Vorstellungen der Bezirksregierung zur Bildung der Verbandsgemeind Montabaur entsprechen im wesentlichen denen der Parteien. Nur Boden soll ausgeklammert werden. Bürgermeister Mangels wurde in die Regioalvertretung Westerwald un in den Beirat des Naturparks Nassau berufen. Eine neugegründete " Deutsch- Französische - Gesellschaft" soll dazu beitragen, die Kontakte zur Partnerstadt Tonnerre zu vertiefen. Um das Montabaurer Gymnasium zu entlasten, soll im Raum Siershahn/Wirges ein zweites Gymnasium entstehen.
Montabaurer Karnevalsprinz ist ein ” Medicus vom goldenen Zahn". 25 Franzosen aus Tonnerre wollen Karnval in Montabaur erleben .
DIE SCHWEDEN IN MONTABAUR Eine Sage,
nacherzählt von Otto Runkel
Wo in die steilaufsteigenden Schieferfelsen hineingehängt Montabaurs Stadtmauer ihren Ring schlägt, in den die kleinen Häuschen des "Rebstocks" geklebt sind, die Hauswände von schwindelnder Höhe herabschauend, wo in die .Felsen eingehauen die Stufen einer Treppe das Hinaufklimmen ermöglichen , lag einst mit Schutzwehren,
Hecken, Gräben und Wellen das " Gebück". In ihm war früher ein unterirdischer Gang sichtbar, der heute vielfach zerfallen ist, ehemals aber im Innern der Stadt mündete, da , wo heute noch ein alter Turm steht.
Man schrieb das Jahr 1633. Kaiserliche Truppen hatten sich in B urg und Stadt eingelagert und ließen sichs wohl sein - bis man eines Morgens in aller Frühe an das Stadttor pochte und Einlaß begehrte. Schweden waren s. Von Vallendar und Bendorf hatte sie der Weg hierher geführt.
Gold und Wein hofften sie zu finden. Um deretwillen wollten sie schon einen Strauß wagen. Die Kaiserlichen indessen getrauten sich nicht, mit ihnen die Hellebarden zu kreuzen. Durch den unterirdischen Gang entwichen sie und zogen in Eile.westerwaldwärts, Mutiger waren die Städter. Die dachten nicht daran, die Tore zu öffnen, und als es den Schweden dennoch gelang, über eine Mauer hereinzukommen, da schwangen sie gewaltig ihre Waffen, daß die Feinde bald wieder hinausgedrängt waren. Manchen von ihnen sah man allerdings mit zerhauenem Schädel in der Gosse liegen. Aber einer blieb lebendig zurück.
Dem war gesagt worden, im Turm sei ein kostbarer Schatz
- 2
Wann und wie finden sie zusammen?
Unter der sehr nachdrücklichen Mitwirkung von Partei und Staat wurden im Jahr 1936 die bis dahin selbständigen Gemeinden Höhr, Grenzhausen und Grenzau zur Stadt Höhr- Grenzhausen zusammengeschlossen. Nur so konnten die in den drei Teilen der jungen Stadt, von denen damals Höhr und Grenzhausen jeweils hauptamtlich verwaltet wurden. die durch Herkunft und Tradition divergierenden Bewohner zu einer Stadtgemeinde zusammen geführt werden, zu der heute blühenden Stadt Höhr- Grenzhausen. Höhr war vor dem Übergang an Nassau wie Grenzau zuletzt kurtrierisch, so überwiegend katholisch, das vor dieser Zeit zur Niedergrafschaft Wied gehörende Grenzhausen überwiegend evangelisch. Viele Jahrhunderte hindurch konnten die Bewohner von Höhr, von Grenzhausen und von Grenzau nur schwer zu den Menschen in den Nachbargemeinden finden. Seit 1936, nach einem Verwaltungsakt des Staates , lebten sich diese drei Gemeinden zu der einen Stadt Höhr - Grenzhausen zusammen, die seitdem auch geschichtlich eine Selbstverständlichkeit ist. Montabaur, schon vor 930 suburbium eines Kastells Hum- bach, wuchs sich nach seiner im Jahr 1291 erfolgten Verleihung der Stadtrechte, der ersten übrigens im ganzen Westerwald, als oppidum in seiner selbstverständlichen Urbanität zu dem Mittelpunkt des Westerwaldes aus, wurde es zu " der Stadt" schlechthin insbes. des unteren Westerwaldes und blieb dies bis heute. Es war schon 959 Siedlung mit einer Burg, Kirchort und Pfarrsitz einer großen kur- trierischen Grundherrschaft, des Bannes Montabaur. Das 1211 / 14 in diesem Bann mit einem trierischen Bauernhof erstmals urkundlich genannte Horressen(orusin) gehörte volle sieben Jahrhunderte mit der Stadt Montabaur zusammen. Es besaß daher in dieser Zeit auch keine eigene Gemarkung. Die Bewohner der Montabaurer Vorstädte: ' Pfaffenacker, Sauertal und Allmannshausen waren wie die von Horressen Montabaurer Bürger und sie alle waren in Montabaur nie Bürger minderen Rechts. Ihre Siedlungen waren im Rechtssinn gefreite Siedlungen, weil Montabaur freie Stadt war. Erst in nassauischer Zeit, im ersten Viertel des vergangenen Jahrhunderts, wurde die Gemeinde Horressen aus dem Verband der Stadt Montabaur herausgelöst und selbständiggemacht. Horressen liegt seitdem, außer in einer schmalen Öffnung nach Eigendorf hin, von der Gemarkung der Stadt Montabaur völlig umschlossen.
In der Loslösung Horressens von Montabaur durch Nassau zeigte sich im vergangenen Jahrhundert genau die entgegengesetzte Entwicklung wie in Höhr- Grenzhausen, das erst 1936, durch einen Hoheitsakt des Staates aus drei Gemeinden zusammengefügt , Stadt wurde.
Zum,uralten Bann Montabaur gehörten auch das in einem Bauernhof erstmals 1211/14 urkundlich erwähnte Eigen- dorffelchindorf) und Eschelbach, in dem die ÄBtissin Mathilde von Essen dem Erzbischof Ludolf von Trier(994-1008) einen Hof überließ. Die Zusammengehörigkeit mit ihrer

