Ausgabe 
23.1.1970
 
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SO FING ES AN

"Zum Gedenken an den Altkanevalisten Josef Jung, dessen Vorträge uns noch alle in guter Erinnerung sind. Hier zusammen mit dem 1. Funkenmariechen der Hei­terkeit (nach 1945) Elli Maßfeiler.

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DER FASTNACHTSVIRUS GREIFT IMMER WEITER UM SICH.

Nach neuestem amtsärztlichen Bulletin hat der Fastnachtsvirus in Montabaur und näherer Umgebung neue Opfer gefunden.

Eine Massenepidemie wird erwartet.

Die Krankheit soll von Angehörigen der "Heiterkeit" und einem Zahnarzt sowie einigen leicht anfälligen Leuten nach Montabaur cingeschlcppt worden sein.

Da es sich jedoch um eine gutartige Viruserkrankung handelt, besteht kein Grund zu Gegenmaßnahmen, im Gegenteil, amtliche Stellen sind sich sogar mit der "Heiterkeit" einig, die Viruskolonien zu heben und zu pflegen und zumindest bis Aschermittwoch für eine weitestgehende Verbreitung der Viren unter der Bevölkerung zu sorgen.

Der Virus macht sich wie folgt bemerkbar;

Menschen jeden Alters und jeden Geschlechts fühlen sich plötzlich von allen Alltagssorgen befreit.

Sie beginnen zu singen, zu schunkeln, zu tanzen, sich zu verkleiden und alle möglichen und unmöglichen närrischen Torheiten zu begehen.

Seriöse Zahnärzte fühlen sich als Prinzen, ehrbare Geschäftsleute und brave Handwerker sehen sich veran­laßt, dem Prinzen zu huldigen, bei öffentlichen Ver­anstaltungen närrische Possen zu treiben und durch Reden ihre Mitmenschen zum Lachen, ja mitunter zum Schreien zu bringen. Selbst trockene Beamte versuchen sich in Humor, was ihnen entgegen ihrer Natur sogar teilweise gelingt.

Typisches Anzeichen der Erkrankung ist weiterhin erhöh­tes Durstgefühl.

Kurzum, bei einer Weiterverbreitung des Virus kann ange­nommen werden, daß ganz Montabaur und Umgebung in Jubel, Trubel, Heiterkeit Verfällen.

Wie dieser Virus die Menschen verändert, sollen die nach­folgenden Bilder zeigen, die in der 2. Kappei, -Sitzung der Heiterkeit" aufgenommen wurden.

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Der 1. Kinderfastnachtszug, angeführt von Josef Germann Zeiten.

Karnevalist zu allen