die [Bunte Sxite
Eine Million Kilometer in
vier Jahren
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Stilles Jubiläum eines Schnellzugwagens der Deutschen Bundesbahn
Foto: Seitz (Kaiserslautern)
Vjaien läuft heute
1000000 km
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Kilometer-Rekorde gehören in unserer Zeit zum Alltag: auf der Urlaubsreise von Hamburg nach Sizilien ebenso wie beim Lob des eigenen Autos, das eben mühelos mit dem ersten Motor die Hunderttausend-Kilometer- Grenze ansteuert. Millionen-Jubiläen sind allerdings seltener und auf der Straße wohl kaum zu erreichen. Um so erstaunter mögen die Reisenden, die kürzlich mit dem Schnellzug von Kaiserslautern nach München fuhren, an einem Wagen mit noch recht „jugendlichem“ Aussehen ein ungewöhnliches Schild entdeckt haben. Es tat kund, daß jener Wagen an jenem Tag seinen millionsten Kilometer — natürlich unfallfrei — zwischen Kaiserslautern und München zurücklegen würde. Es war ein guter Einfall der Eisenbahner, auf diese bescheidene Weise dem ahnungslosen Laien klarzumachen, welche Leistungen die Eisenbahnwagen vollbringen, in denen man sich sorglos und bequem seinen Zielen entgegentragen läßt, ohne sich weiter Gedanken
zu machen. Dabei sind eine Million Kilometer für einen Schnellzugwagen gar nichts Besonderes. Viele Wagen laufen täglich über tausend Kilometer.
Doch ihre Wege führen meist über verschiedene Strecken Deutschlands, so daß eine genaue Berechnung schwierig ist. Der Kaisers- lauterner Jubiläumswagen ist dagegen „von Geburt an“ dort beheimatet und hat noch keine andere Strecke befahren als die nach München. Am 7. Dezember 1960 in Dienst gestellt, hat er bis zu seinem Ehrentag, also in weniger als vier Jahren, 1164mal die Strecke Kaiserslautern — München und zurück bewältigt. Dafür hat er 400mal neue Bremssohlen und fünfmal neue Radsätze erhalten, täglich wurde er einer wagentechnischen Einsatzuntersuchung und einer gründlichen Bremsuntersuchung unterzogen. Für sein stets makelloses „Make-up“ hat die Bundesbahn nicht weniger als 8620 Reinigungsstunden aufgewendet.
WITZ
DER
WOCHE
„Da haben wir’s! Gerade hab’ ich noch zu Vati gesagt, er soll nicht an den Hebeln rumspielen!“
| Zeichnung:
| Schwarz (Frankfurt/Main)
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