Ausgabe 
18.12.1964
 
Einzelbild herunterladen

;n Ablej Stadtverwaltung mitzuteilen. Diese Verpflichtung trifft 'ursachsia/ohl den bisherigen als auch den neuen Grund stückseigen- e Zusatjüiner. Der bisherige Eigentümer hat neben der Verpflichtung | UB ziff- 1- die Gebühr bis zum Ende des Monats, in dem der

5 »ntumswechsel mitgeteilt wird, zu zahlen. Für die Ge­ren dieses Monats sowie für etwa nicht voll entrichtete trage haftet neben dem bisherigen Eigentümer auch der e Eigentümer. § ?

| Veranlagung und_Fälligkeit.

(i) Die Anforderung des einmaligen Beitrages erfolgt durch

bereit: Uten Gt lg noc: malige äge hat beim :en. Da ab

werden, 1 d für : Hauskl

te ein ; :rung de /asserar. esem

dgültigi ;nt die usfühn rnungs ht - soi:

einen Beitragsbescheid der Stadtverwaltung,

Die Zahlung hat innerhalb eines Monats nach'Zustellung des Bescheides, bei Zahlung in Teilbeträgen ( §4 Abs. (2) zu den im Beitragsbescheid angegebenen Zahlungsterminen zu erfolgen.

(8) Die laufenden Benutzungsgebühren werden monatlich zu­sammen mit dem Wassergeld erhoben.

§8

Zustellung^^Beitreibung und Rechtsmittel F^ir Zustellungen gilt das Landesgesetz über Zustellung in r Verwaltung vom 14. 3.1955 (GVB1. S. 25), f$r die Beitreibung das Verwaltungsvollstreckungsgesetz für einland-Pfalz v. 8. 7.1957 (GVBl. S, 101) und fAr Rechtsbehelfe die Verwaltungsgerichtsordnung v, 21.1.

11)60 (BGBl S. 17). § g

j Inkrafttreten

diese Satzung tritt mit dem auf ihre Veröffentlichung folgen­den Tage in Kraft.

J5:e monatliche Gebühr für 1 cbm häusliches Abwasser beträgt nfech §3 Ziff. 10 ab 1965 DM. -,40.

leb ührei che donats gt-

des Moj in Be-

Njlontabaur, den 19.1.1962 S:adtverwaltung Montabaur gez Kraulich Bürgermeister

Genehmigt

Montabaur, den 11,4.62 Landratsamt

des Unterwesterwaldkreises L. S, gez. Dr. Klinkhammer [Vorstehende Beitrags- und Gebührenordnung wird hiermit mäß §21 (6) der GO für Rheinland-Pfalz in der Neufas- iüng v 5.10.1954 - GVBl. S. 117- öffentlich bekanntge- Öacht.

;m der Montabaur, den 30.4.1962

Stadtverwaltung Montabaur Kraulich, Bürgermeister

CiLÜCKWUNSCH-ANZEIGEN

des an Auch in diesem Jahr wollen die einheimischen Geschäfts­tückes. laute ihren Kunden im Mitteilungsblatt Glückwünsche über-

ttitteln. Die-kommende Ausgabe erscheint daher - wie

Nutzunüfclich - mit einem großen Glückwunsch-Anzeigenteil. Inhaber Damit aber wirklich noch alle Gewerbetreibenden eine

Glückwunsch-Anzeige veröffentlichen lassen können, haben hen auf war den Annahmeschluß wie folgt verlängert:

Schriftlich bis spätestens 19,12.1964

lefonisch bis spätestais Sonntag, den 20,12.1964,

Simstag und Sonntag, den 19. und 20. Dezember durch- i an gsv er gehend telefonische Aufnahme: Tel. : 06825/2822, hundstüfiltte nicht vergessen. Privatleute verweisen wir auf unser igen wiihiutiges Inserat, rld sofoi

Gebühr sersten

jr

Aktuelle Verwaltung

Das Gasthaus "Zur weißen Rose" steht nicht mehr,

Als mein Ur-Urgroßvater Johann Gerlach im Jahre 1835 die

sogenannte "Winterschule" im Sauertal baute, konnte er noch nicht ahnen, daß kaum 130 Jahre später dieses Haus dem starken Verkehr weichen muß. Die älteren Bürger unter uns kennen dieses Haus noch als "Gerlachs Haus" und die Kurve davor als "Gerlachs Eck". Das Haus war damals eine Sensa­tion für Montabaur und lange Jahrzehnte das größte Privat­haus unserer Stadt, Herr Johann Gerlach eröffnete hier das Gasthaus "Zur weißen Rose". Außerdem übernahm er die Post­halterei, die vorher im Hause Dick war. Er betrieb eine große Landwirtschaft, um die bis zu vierzig Pferde, die in seinen ausgedehnten Stallungen standen zu versorgen,

Auch Heu und Hafer wurde an die durchreisenden Kaufleute verkauft und denen, wenn es nötig war, Vorspann geleistet, Dies war besonders am Sauertalberg nötig, der damals noch viel steiler war und am "Großen Herrgott". Johann Gerlach war ein angesehener Bürger. Er war im Stadtrat und in der Kirche "St, Peter in Ketten" hatte er einen reservierten Ehren­platz im linken Chorstuhl vor dem Hochaltar.

Als im Jahre 1866 die preußischen Lanzenreiter über die damals noch hölzerne Brücke neben seinem Anwesen sprengten, fiel einer vom Pferd und verletzte sich schwer. Man brachte ihn in die Gastsstube der "Weißen Rose", wo er sein Leben aus­hauchte. Viele Montabaurer freuten sich darüber: denn die Preußen waren damals nicht gerade beliebt. Johann Gerlach baute damals gerade sein auf der anderen Straßenseite gele­genes Gesindehaus aus, das jetzige Haus Kröll, wohin er sich später einmal zurückziehen wollte. So kam es, daß im Kreisblatt vom 18.1.1869 folgende Anzeige stand;

"Gasthofverkauf zu Montabaur!

Ein dahier im Sauerthal gelegenes, massiv gut gebautes dreistöckiges Wohnhaus, enthaltend:

1 Salon, 14 Zimmer, Küche, Keller und Waschküche, sodann zwei Scheunen, Stallungen mit zwei Morgen Hofraum und Gartenland sind wegen meinem hohen Alter und dem Ableben meiner Ehefrau aus freier Hand zu verkaufen.

Diese Hofraithe in welcher von mir bisher eine Gast­wirtschaft mit dem besten Erfolge betrieben wurde, eignet sich auch sowohl zu einer Fabrikanlage, als wie zu jedem anderen Geschäft, in dem der sogenannte Gelbach durch den Hofraum fließt.

Wegen der Bedingungen, welche äußerst günstig ge­stellt werden können, wollen sich Kauflustige direkt an den Unterzeichneten Eigentümer wenden,

Montabaur, 18. Januar 186 9, T , , ,

Johann Gerlach.

So kam dieses Haus in fremde Hände, Im Jahre 1906 wurde in ihm die Landwirtschaftsschule untergeb rächt, Da diese nur im Winter geöffnet war, bekam sie den Namen Winter­schule. Unter diesem Namen ist sie bis auf den heutigen Tag bekannt. Noch heute hängt ein Ölgemälde von meinem Ur- Urgroßvater in meinem Wohnzimmer, ein Bild von Johann Gerlach, dem Erbauer des Gasthauses:

"Zur weißen Rose".

Franz-Josef Löwenguth,

Den Drucksatz der heutigen Ausgabe fertigte für Sie Frau Rosemarie Schild.