Akte 
Sitzung 21.12.1995
Entstehung
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bauausfuhrenden Unternehmen überlassen bleiben, auch der DB AG muß eine Verantwortung und Kontrollfunktion auferlegt werden.

12.7 Begünstigung von Hochwasserereignissen durch die Mehrbelastung des Aubaches

Die bereits vorhandene Belastung des Aubaches und die zusätzliche Aufnahmekapazität muß vor allem mit Blick auf eine Hochwassergefährdung im Auenbereich und der angrenzenden Bebauung von Montabaur und nicht zuletzt auch für den Bereich des ICE-Bahnhofes gesehen werden.

Das Fließsystem des Aubaches wird nicht nur durch die Mehreinleitung des Waldbaches mit einer Annahme von 105 1 / s belastet. Hinzu gerechnet werden müssen auch die Draenwassereinleitungen und die bisher völlig außer acht gebliebenen Auswirkungen des Oberflächenwassers aus dem angrenzenden Abschnitt 64.

Bereits jetzt besteht eine besondere Hochwasserproblematik bei Starkregenereignissen in der Aubachzone in den Gemarkungen Eschelbach und Montabaur. Das bedeutet, daß die DB AG weder eine Bestandsanalyse erstellt, noch die sich aus den <|j

Mehrbelastung ergebende verschärfte Situation berücksichtigt hat. T

Die Planunterlagen lassen die sich ergebenden Summationseffekte aus den Abschnitten 64 und 71 völlig außer acht. In diese übergreifende Analyse und daraus resultierenden Schutzmaßnahmen sind auch die Auswirkungen auf die Oberlfächensituation des Dembacher Tunnels einzubeziehen. Hierzu sehen die Unterlagen (Anlage 13, S. 6, PFA 64) vor, daß bei Starkregenereignissen weitere Einleitungen in den Aubach erfolgen sollen.

Die Stadt fordert nachhaltig eine grundlegende, mit den Erfordernissen der örtlichen Bedingungen abgestimmte umweltverträgliche Niederschlagsretention, wobei die wasserwirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Renaturierung beeinträchtigender Fließgewässer zu berücksichtigen ist.

Einfluß auf die Auftiahmekapazität des Aubaches (und des Waldbaches) hat auch die Regenrückhaltung im Bereich des Waldbaches. Deshalb müssen auch bei der Berechnung der Auftiahmekapazität des Regenrückhaltebeckens entsprechende Sicherungsmaßnahmen eingeplant werden, werden sich somit vorbeugend auf ein Hochwasserereignis auswirken.

Von besonderer Bedeutung ist die Tatsache, daß die vorgesehenen Baumaßnahmen im Bereich der Aubachaue dessen Auslaufzonen verringerrpo daß sich auch für den Siedlungsbereich eine Hochwassergefährdung ergeben könnte.

Wegen der weitreichenden und nicht einschätzbaren Auswirkungen auf die Hochwassergefahrdung ist eine grundlegende und an den örtlichen Bedingungen orientierte abgestimmte umweltverträgliche Niederschlagsretention unbedingt notwendig. Der DB AG ist daher aufzugeben, eine solche Planung zu erstellen und mit Stadt und Verbandsgemeinde Montabaur abzustimmen.