baulichen Entwicklung erreicht. Die Anzahl der Güterverkehrsgleise im Bahnhofsbereich erscheint übersetzt.
2.2 Park- & Ride-Anlage
Nach Überzeugung der Stadt Montabaur ist die Park- & Ride-Anlage mit einer derzeit geplanten Anzahl von derzeit 323 Stellplätzen (s. Anlage 5.1 Nr. 3 - 4) und lediglich einer gemeinsamen Erschließungsstraße für P+R, Erschließung der DB-Diensteinrichtungen und Bus-/Taxivorfahrt für eine Anlage mit direktem Zugang zur BAB A 3 zu gering dimensioniert, weil:
- dem künftigen ICE-Bahnhof die Personenschnellverkehrsfunktion des heutigen Bahnhofs Koblenz zu einem erheblichen Anteil zukommen wird , dabei ist zu berücksichtigen, daß der Bahnhof Koblenz heute zu den benutzerstärksten Bahnhöfen gehört und künftig für einen größten Teil der Femreisenden nur mit deutlichen Umstiegs und Reisezeitverlängerungen an den Fernverkehr angebunden bleibt,
- im Einzugsbereich von 30 Fahrminuten eine potentielle Nutzerstruktur von mehr als 500.000 Einwohnern zu verzeichnen ist (und zwar ohne den Raum Limburg),
- die BAB A 3, die durch eine spezielle Autobahnabfahrt direkt an die P+R-Anlage angebunden werden soll, durch den ICE-Bahnhof Montabaur einen attraktiven Umstiegspunkt vom Auto auf die Schiene anbieten wird,
- eine Erschließung von Parkplätzen, Bus- und Taxischleife und Erschließung der DB- Dienstgebäude über eine Straße insbesondere zu Spitzenzeiten nicht gewährleistet werden kann,
- eine Fußgänger- und Radwegezuführung derzeit nicht vorgesehen ist und
- somit die angebotene Planungslösung nicht funktionsfähig sein wird, weil das Stellplatzangebot dafür völlig unzureichend ist.
Selbst wenn auf der Grundlage der eigenen Standortuntersuchungen der DB AG, die als unrealistisch niedrig zu bewerten sind, von täglichem Reiseverkehr von 2.500 bis 3.000 Reisenden ausgegangen wird und dabei nach den eigenen Vorgaben dieDB AG von 80 % per Auto anreisenden Fahrgästen ausgeht, ist ein deutlich höheres Stellplatzangebot unverzichtbar, mind. in der ersten Ausbaustufe 600 Stellplätze (die im übrigen auch bereits für den Bahnhof Limburg-Eschhofen mit geringerem Einzugsbereich vorgeplant sind).
Diese Stellplätze sind unter Berücksichtigung des heutigen Geländeniveaus, zur optimalen Ausnutzung der Flächen zwischen A 3 und NBS-Strecke und zur Ermöglichung später notwendig werdender Erweiterungen der Stellplatzanlage bereits in der ersten Ausbaustufe möglichst nahe zum Tunnelzugang mehrgeschossig anzulegen. Dabei sollten auch raumsparende Parkierungsanlagen in die Planung einbezogen werden, um für möglichst viele Reisende einen Umstieg und einen Bahnhof "der kurzen Wege" mit Reisegepäck anzubieten.
Die Stadt Montabaur fordert daher, daß in einer ersten Ausbaustufe bereits mind. 600

