VERBANDSGEMEINDEVERWALTUNG M ONTABAUR
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Ergänzungsbiatt Nr. n
Im Namen der Stadt Montabaur
Drucksache Nr. (ggf. Nachtragvermerk)
11.09.1991
215/1991 "Neufassung"
So wichtige Wirtschafts- und Umweltkriterien, wie z. B.
- hohe vermeidbare Zerschneidung der Landschaft und Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes, insbesondere durch künstliche Bauwerke,
- Eingriff in vorhandene gewerbliche Bauflächen und Verlegung von Gewerbebetrieben im Gebiet der Stadt Montabaur
blieben nämlich hierbei völlig unberücksichtigt.
Die Trassenvariante "Nord" ist daher gegenüber der Stadt und Verbandsgemeinde, den betroffenen Bürgern und Gewerbebetrieben sowie Natur und Landschaft nicht zu verantworten.
Die Stadt Montabaur wird daher alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um die Trassenführung "Nord" zu verhindern.
VII. Bahnhofstandort Montabaur
7.1 Der Planaungsbüro Steierwald, Schönharting und Partner, München, hat im Auftrag der Landesregierung Rheinland-Pfalz eine Standortuntersuchung zum Haltepunkt Montabaur durchgeführt. Diese Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, daß ganz wesentliche verkehrstechnische, wirtschafts- und siedlungsstrukturelle Gründe für einen Haltepunkt in Montabaur sprechen. Die Stadt Montabaur unterstützt nachhaltig die in diesem Gutachten getroffenen Feststellungen und ersucht die Landesregierung, sich ebenfalls für einen Haltepunkt Montabaur und die Trasse "Montabaur-Süd" einzusetzen.
Das Gutachten ist jedoch in verschiedenen Punkten (z. B. Einzugsbereich des Haltepunktes, Betriebsbefragungen sowie Entwicklungschancen im Raum Koblenz/Mittelrhein/Westerwald) noch zu ergänzen.
7.2 Hinsichtlich der raumbedeutsamen Auswirkungen eines Haltepunktes Montabaur wird auf die Stellungnahmen der Planungsgemeinschaft Mittelrhein/Westerwald und des Westerwaldkreises Bezug genommen. Diese werden von der Stadt Montabaur unterstützt.
Wenn - wie es die Deutsche Bundesbahn selbst hervorhebt - die NBS im europäischen Hochgeschwindigkeitsnetz Bevölkerungs- und Wirtschaftsschwerpunkte verbinden soll, ist ein Haltepunkt Montabaur zur direkten Erschließung/Verbindung eines Raumes von ca. 500.000 Einwohnern (30-M1nuten-Radius laut Gutachten Steierwald) eine zwingende und unverzichtbare Vorgabe für das weitere Planverfahren, um das Oberzentrum Koblenz anzubinden. Nur so lassen sich die von der Deutschen Bundesbahn in Aussicht gestellten Standortvorteile des Landes Rheinland-Pfalz in Europa für die Region des Oberzentrums Koblenz sichern.
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Fortsetzung
Ergänzungsblatt

