Akte 
Sitzung 01. Oktober 1991
Entstehung
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VERBANDSGEMEINDEVERWALTUNG M ONTABAUR

ErgänzungsbtattNr. 3

Im Namen der Stadt Montabaur

Drucksache Nr. (gg(. Nachtragvermerk)

11 09 1991 215/1991 "Neufassung"

und der betroffenen Gewerbebetriebe sind offenbar bei der Beurtei­lung der wirtschaftlichen Situation für die Bundesbahn nicht berücksichtigt worden. Daher sind schon aus diesem Grunde bei der Trasse "Nord" keine "Minderkosten" von 100 Mio. DM gegen­über der Trasse "Süd" möglich.

Die mit der NBS laut eigenen Vorgaben der Deutschen Bundesbahn verbundenen positiven siedlungs- und wirtschaftsstrukturellen Veränderungen dürfen auf keinen Fall im Raum Montabaur mit einer Trassenführung und einem Haltepunkt bei der Variante "Nord" verbunden sein, die zu einer erheblichen Zerstörung und Beein­trächtigung von Gewerbe- und Industriegebieten sowie gewerbli­cher Entwicklungsflächen führen. Das wäre schon in der Grundlagenbe­wertung widersinnig und unvertretbar. Die Aussage auf Blatt A 6, daß Wohn- und Produktionsstandorte von Emmissionen kaum betroffen und in ihrer Struktur nicht verändert werden, ist für die Variante "Montabaur - Nord" eindeutig falsch und un­haltbar. Solche Standorte würden in Montabaur nicht nur betroffen, sondern in einschneidender Wirkung vernichtet. Dieser schwerwie­gende Eingriff in die Wirtschaftsstruktur der Stadt Montabaur ist nicht ausgleichbar.

Im übrigen ist anzumerken, daß in Band I Blatt B 2/29 zu den wichtigen Infrastruktureinrichtungen der Stadt Montabaur u. a. auch die Akademie Deutscher Genossenschaften auf Schloß Mon­tabaur gehört sowie eine Kreisberufsschule mit der Möglichkeit der Fachoberschulreife.

§

2.3 Kreuzung der NBS mit der B 255

Die Planungsunterlagen sehen vor, daß die NBS im Bereich des Gemeindewaldes Heiligenroth die heutige B 255 queren muß. Um jedoch eine höhengleiche Kreuzung dieser Verkehrswege zu vermeiden, sehen die Planunterlagen eine Verlegung der B 255 in westlicher Richtung um ca. 150 Meter vor. Hierdurch ergeben sich folgende Konsequenzen:

2.3.1 Z. Zt. wird das an der Kreuzung B 255/K 152/Elsenbahn­strecke Montabaur-Staffel vorhandene Brückenbauwerk ver­breitert. Die Verbreiterung des Brückenbauwerkes soll sowohl der Bahnstrecke Montabaur-Staffel als auch für die kreuzungsfreie Anbindung der K 152 an die B 255 dienen. Die Bauarbeiten sind seit ca. 8 Monaten im Gange und werden - bezogen auf das Brückenbauwerk - voraussichtlich Anfang 1992 abgeschlossen sein.

Die Verbreiterung des Brückenbauwerkes ist jedoch die 1. Ausbaustufe dieser kreuzungsfreien Anbindung. Würde die Trasse "Nord" verwirklicht, so kann dieses Brückenbau-

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Fortsetzung

Ergänzungsbtatt

Nr.

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