Akte 
Sitzung 13. September 1984
Entstehung
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Punkt 1/10: Beratung und Beschlußfassung über die Ausbauart der Herzog-Adolf- Straße

1. I. Beigeordneter Dr. Hütte erklärt für die CDU-Fraktion, man habe die Vor- und Nachteile eines verkehrsberuhigten Ausbaues und einer konventionellen Bauweise sorgfältig gegeneinander abgewogen und insbesondere auch die betroffenen Bürger befragt. In einem Gespräch der CDU-Fraktion mit den Anliegern der Herzog- Adolf-Straße habe sich die überwältigende Mehrheit der Anlieger für einen ver­kehrsberuhigten Ausbau ausgesprochen. Man müsse beim Ausbau der Straße die ver­änderten Verhältnisse gegenüber ihrer erstmaligen Herstellung berücksichtigen. Inzwischen habe sich die Verkehrsdichte erheblich erhöht. Außerdem werde die Herzog-Adolf-Straße in erheblichem Maß als Abkürzung in Richtung Schulzentrum und in Richtung Eschelbach frequentiert. Es sei sinnvoll, den Durchgangsverkehr auf die klassifizierten Straßen, die dafür vorgesehen seien, zu leiten.

2. Für die SPD-Fraktion spricht sich Ratsmitglied Bächer ebenfalls für einen verkehrsberuhigten Ausbau aus. Dieser habe gegenüber einer konventionellen Bau­weise erhebliche Vorteile. Der Wohnwert der angrenzenden Grundstücke werde erheblich gesteigert. Die Erhöhung der Sicherheit insbesondere für ältere Leute und Kinder sei nicht geringzuschätzen. Allerdings hätte es sich die SPD-Fraktion gewünscht, wenn man aufgezeigt hätte, wohin der Verkehr fließt, der durch den verkehrsberuhigten Ausbau von der Herzog-Adolf-Straße ferngehalten wird. Die SPD-Fraktion stimme dem verkehrsberuhigten Ausbau zu und begrüße, daß in dieser Frage gegenüber früher ein Prozeß des Umdenkens abzusehen sei.

3. Ratsmitglied Schweizer (FWG) spricht sich ebenfalls grundsätzlich für einen verkehrsberuhigten Ausbau aus. Er fordert allerdings, im Kreuzungsbereich Fürstenweg/Albertstraße/Freiherr-vom-Stein-Straße eine Ampelanlage zu installieren. Durch den verkehrsberuhigten Ausbau der Herzog-Adolf-Straße sei zu erwarten, daß sich das Verkehrsaufkommen in diesem ohnehin sehr gefährlichen Kreuzungsbe­reich noch erhöhen wird. Ratsmitglied Schweizer beantragt für die FWG-Fraktion, bei der Kreisverwaltung den Antrag auf Errichtung einer Ampelanlage im o. g. Kreuzungsbereich zu stellen.

Bürgermeister Dr. Possel-Dölken schlägt vor, mit diesem Antrag zunächst zu warten, bis sich die Auswirkungen der verkehrsberuhigenden Maßnahmen im Bereich der Herzog-Adolf-Straße konkret nachweisen lassen. Er macht darauf aufmerksam, daß vor der Installierung einer Ampelanlage Verkehrszählungen durchgeführt werden. Wenn jetzt die erforderlichen Richtwerte unterschritten würden, könne dies die Zielsetzung von Ratsmitglied Schweizer gefährden.

Dem hält Ratsmitglied Schweizer entgegen, daß bereits jetzt eine erhebliche Gefahrenlage bestehe.

Der Antrag von Ratsmitglied Schweizer, bei der Kreisverwaltung zu beantragen, im Bereich der Kreuzung Fürstenweg/Albertstraße/Freiherr-vom-Stein-Straße eine Ampelanlage zu installieren, wird zur Abstimmung gestellt.

Der Stadtrat spricht sich mehrheitlich (25 Ja-Stimmen, 1 Enthaltung) für diesen Antrag aus.

4. Der Stadtrat beschließt mit 21 Ja-Stimmen, 3 Enthaltungen und 2 Nein-Stimmen:

3 vom 1984 . IX

lg vom .J984 P. IX

Die Herzog-Adolf-Straße wird im Zuge der anstehenden Ausbaumaßnahme als verkehrsberuhigter Bereich ausgebaut.

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