Akte 
Sitzung 13. September 1984
Entstehung
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b) Der Bereich der L 326 - Kleiner Markt, Großer Markt und Kirchstraße

(Bereich zwischen Einmündung Steinweg und Einmündung Elisabethenstraße) - wird als Fußgängergeschäftsstraße angelegt.

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b) Beschlußfassung zur Planung der Fußgängerzone

1. Bürgermeister Dr. Possel-Dölken weist darauf hin, daß bei der Behandlung dieses Teiles des Tagesordnungspunktes 1/5 keine Befangenheit der Anlieger besteht, weil es insofern an der Unmittelbarkeit möglicher Vor- oder Nachteile fehlt.

Die o. g. Ratsmitglieder nehmen also an der Behandlung des Tagesordnungspunktes 1/5 b) teil.

Der Bürgermeister erinnert weiterhin daran, daß im Haushaltsplan 1984 50.000, DM für Planungsarbeiten bereitgestellt worden sind. Man stehe jetzt vor der Wahl, ob man einen offenen Architektenwettbewerb durchführen oder eine beschränkte Ausschreibung vornehmen wolle. Ein offener Architektenwettbewerb sei nach Auf­fassung der Verwaltung zu langwierig. Die Stadt habe in diesem Fall keinen Ein­fluß auf die Zahl der Teilnehmer, und die Auswertung der Angebote sei u. Um­ständen sehr schwierig und zeitaufwendig. Statt dessen solle man nach den Vor­stellungen der Verwaltung einige Planungsbüros, die einschlägige Erfahrungen bei der Planung vergleichbarer Projekte haben, auffordern, Angebotsunterlagen zu erstellen. Die Erstellung von Vorentwürfen könne aus dem o. g. Haushalts­ansatz mit einem Pauschalpreis honoriert werden.

2. Ratsmitglied Kram (CDU) konkretisiert die Vorstellungen seiner Fraktion bezüg­lich der Planung wie folgt:

Es sollten 6 Architekten zur Erstellung von Entwurfsplänen aufgefordert werden.

Bis zum 15.10.1984 sollten vorbereitende Untersuchungen durchgeführt werden.

Dazu solle die Verwaltung alle Anlieger der Kirchstraße befragen. Die Aus­schreibungsunterlagen sollten bis zum 15.10.1984 erstellt werden. In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses und des Bauausschusses am 02.10.1984 solle dann der Haupt- und Finanzausschuß die 6 Planungsbüros benennen, die aufge­fordert werden sollen, bis zum 31.12.1984 Vorentwürfe zu einem festen Honorar (etwa 8.000,-- DM) zu erstellen. Diese Vorentwürfe sollten so gestaltet werden, daß eine rasche Auswertung durch die politischen Gremien und die Verwaltung möglich sei. Mit der Erstellung von Vorentwürfen sollen solche Planungsbüros beauftragt werden, die mindestens 3 zur Ausführung gekommene Fußgängerzonen geplant haben. Mit dieser Einschränkung wolle man - so Ratsmitglied Kram - gewährleisten, daß man die Ergebnisse ihrer Planung konkret überprüfen könne.

Die CDU-Fraktion wisse, daß die Planung der Fußgängerzone für einheimische 3 vom

Planer auch interessant sei. Ihnen solle die Möglichkeit eröffnet werden, außer- 1984 halb der offiziellen Ausschreibung der Vorentwurfsplanung Entwürfe zu erstellen . IX und der Stadt vorzulegen. Wenn in diesen Plänen ansprechende Ideen enthalten seien, die man übernehmen wolle, könne man zu gegebener Zeit die Pläne kaufen.

Ratsmitglied Kram erklärt weiter, nach den Vorstellungen seiner Fraktion solle die Auswertung der Vorentwürfe im Januar erfolgen. Anschließend solle der Planungs­auftrag vergeben werden. Man hoffe, im Frühjahr mit den Bauarbeiten beginnen zu können, um zu erreichen, daß die Fußgängerzone im Oktober oder November 1985 fertiggestellt ist, so daß in der Vorweihnachtszeit die Möglichkeit bestehe, in der neuen Fußgängerzone einzukaufen. Die Verwaltung wird von Ratsmitglied Kram aufgefordert, die organisatorischen und personellen Voraussetzungen zu schaffen, daß die Bauarbeiten und die vorbereitenden Untersuchungen durch die Verwaltung ausreichend betreut werden können. In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 02.10.1984 solle die Verwaltung ihre Vorstellungen in dieser Frage darlegen.

ig voi .1934 P. IX

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