Akte 
Sitzung 28. Februar 1984
Entstehung
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freilegungen erreichen. Erschwert werde die Aufplanung des dortigen Be­reiches dadurch, daß zahlreiche Splitterparzellen nach und nach von be­nachbarten Grundstückseigentümern zur gewerblichen Nutzung aufgekauft wurden. Diese Entwicklung müsse man stoppen. Eine weitere Zentralisierung des Grundbesitzes laufe der gewachsenen Struktur der Altstadt zuwider.

Dipl.-Ing. Süß regt den Abriß einer Scheune und einer Garage im Bereich der Plötzgasse an. Dadurch könne man - so der Planer - die enge Bebauung im dortigen Bereich etwas auf lockern und Raum für kleine Plätze, die auch als Wendemöglichkeiten genutzt werden könnten, schaffen.

Zur Verkehrsführung im Bereich des Bebauungsplanes "Altstadt I - Erweiterung" führt Dipl.-Ing. Süß aus, die Planung gehe von der Existenz der innerstädtischen Erschließungsstraße in der jetzigen Trasse aus. Gleichwohl wolle man die Alternativlösung (Verlängerung der Kolpingstraße über den Bereich Parkplatz Kalbswiese und das Anwesen Decker hin zur Wallstraße) nicht verbauen. Wenn sich diese Lösung langfristig realisieren lasse, solle man überlegen, ob die Hospitalstraße, deren Funktion als innerstädtische Haupterschließungs­straße dann entfiele, im Bereich hinter der Nassauischen Sparkasse nicht zu einem Platz umgewandelt werden solle. Die Fortführung zur Kolpingstraße könne dann als verkehrsberuhigte Zone ausgewiesen werden. Dies seien aber Zukunfts­pläne, die davon abhängig seien, ob die Alternativlösung zur jetzigen Trasse der innerstädtischen Haupterschließungsstraße verwirklicht werden könne.

Mit Blick auf den Bereich "Erweiterung Altstadt I" führt Dipl.-Ing. Süß aus, man habe die Mehrheitsentscheidung des Haupt- und Finanz- und Bauausschusses befolgt und im dortigen Bereich eine Ansiedlung eines Geschäftshauses vorge­sehen. Es solle eine entsprechende Reservefläche ausgewiesen werden. Dabei seien verschiedene Alternativen denkbar. Möglich sei, ein eingeschossiges Kaufhaus mit Wohnbebauung im zweiten Stock zu realisieren. Dies ergäbe eine Verkaufsfläche von etwa 1.500 m^. Wenn man aber einen Betrieb dafür gewinnen könne, eine zwei- oder dreigeschossige Geschäftsbebauung vorzunehmen, sei dies städtebaulich möglich. Ein Problem ergebe sich in diesem Fall aus der Bereitstellung der erforderlichen Stellplätze, und hier müßten dann ent­sprechende Parkmöglichkeiten geschaffen werden, u. a. durch eine zusätzliche Tiefgarage. Entlang der Hospitalstraße solle eine zwei- bis dreigeschossige geschlossene Bauzeile entstehen.

4. - Ratsmitglied Kram (CDU) stellt die Frage nach zusätzlichen Parkmöglichkeiten

für den Bereich "Altstadt III". Er erinnert an Feststellungen im Rahmen der vorbereitenden Untersuchung, daß es für den Bereich "Altstadt III" zu wenig Parkflächen gebe. Seine Frage an Dipl.-Ing. Süß lautet, ob im Bereich "Alt­stadt I" zusätzliche Parkflächen für den Bebauungsplan "Altstadt III" vor­gesehen sind. Diese Frage wird von Dr. Schirmacher und Dipl.-Ing. Süß ver­neint. Wenn man das wollte, so müsse man im Bereich "Altstadt I - Erweiterung" ein Parkdeck ausweisen. Dies machte aber die Ausweisung von Reserveflächen für ein Kaufhaus unmöglich. Das Problem der Schaffung von Parkflächen für Altstadtgebiete bestehe in Montabaur wie auch in anderen Orten. Es müßten Ausweichflächen in der Umgebung des Altstadtbereiches in Anspruch genommen werden.

5. Ratsmitglied Widner (SPD) bemerkt dazu, seine Fraktion sei dafür, daß die Planung nicht in erster Linie auf die Bedürfnisse der Autofahrer fixiert werde. Die Parkmöglichkeiten im Bereich "Altstadt III" hätten in der Ver­gangenheit gereicht und müßten auch in Zukunft ausreichen. Für die SPD-Fraktion unterstreicht Ratsmitglied Widner, daß diese gegen die Ausweisung einer Vor­behaltsfläche für ein Kaufhaus sei. Man befürchte, daß durch ein Kaufhaus

in Montabaur zu große Konkurrenz für die Einzelhandelsgeschäfte verursacht werde. Nach Auffassung der SPD-Fraktion solle das Wohnen in der Innenstadt dominieren. Im übrigen stimme man der Planung zu.

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