Akte 
Sitzung 28. Februar 1984
Entstehung
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II. Öffentliche Sitzung

Bürgermeister Dr. Possel-Dölken gratuliert dem als Zuhörer anwesenden Mitglied des Bauausschusses des Stadtrates, Gustav Hannappel, zum 77. Geburtstag.

Punkt 11/1: Beratung und Beschlußfassung über den Entwurf des Friedhofser­weiterungsplanes für den Friedhof in Montabaur-Eschelbach (Teilnehmer: Gartenbau- und Landschaftsarchitekt Brüll)

1. Gartenbau- und Landschaftsarchitekt Brüll erläutert anhand von Plänen

die Friedhofserweiterung im Stadtteil Eschelbach. Es wird darauf hingewiesen, daß die Kapazität des Friedhofes im Stadtteil Eschelbach weitgehend er­schöpft ist. Deshalb sei es erforderlich, den Friedhof zu erweitern. Die Erweiterungsfläche beträgt ca. 1.500 nf. Im Erweiterungsteil sollen zwei Wahlgrabfelder mit je 44 bzw. 50 Wahlgräbern und ein Reihengrabfeld mit 24 Reihengräbern angelegt werden. Im Erweiterungsteil sei auch vorgesehen, einen Platz mit zwei Sitzbänken und evtl, einem Kreuz anzulegen. Weiterhin seien im Erweiterungsteil 9 Kindergräber und 8 Urnenwahlgräber vorgesehen.

Im alten Teil des Friedhofes solle - so Brüll - das bestehende Reihengrab­feld verlängert werden, um Raum für 16 zusätzliche Reihengräber zu schaffen. Außerdem sollen dort zwei kleine Urnengrabfelder angelegt werden. Als problematisch bezeichnet Landschaftsarchitekt Brüll den Höhenunterschied im Erweiterungsteil. Durch Geländeplanierungen wolle man die Steigungsver­hältnisse auf ein erträgliches Maß (8 %) absenken. Weiterhin sei vorgesehen, den Platz vor der Leichenhalle und die Zufahrtswege neu zu gestalten. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 83.700,-- DM. Davon entfielen auf die Er­weiterung 60.000,-- DM und die Gestaltung des Vorplatzes 22.000,-- DM.

Sodann erläutert Planverfasser Brüll die vorgesehenen ßepflanzungsmaßnahmen. Er betont, daß überwiegend heimische Gewächse angepflanzt werden. Die Grab­felder sollen durch Zwischenbepflanzungen voneinander abgegrenzt werden.

2. Ratsmitglied Widner (SPD) bezeichnet die Kosten von 84.000,-- DM als "dicken Brocken". Die SPD-Fraktion fordere, daß die im Haushaltsplan 1984 insgesamt bereitgestellten Mittel für Friedhofserweiterungen nicht über­schritten werden. Die für die Friedhofserweiterung in Eschelbach entstehenden Mehrkosten müßten durch Einschränkungen oder Verschiebungen der vorgesehenen Friedhofserweiterung in der Innenstadt oder im Stadtteil Horressen einge­spart werden.

Ratsmitglied Schwind (CDU) dankt Planverfasser Brüll und der Verwaltung für die gute Koordination der Planung mit den Vertretern des Stadtteiles. Die CDU-Fraktion stimme der Planung zu, wünsche allerdings in einem Punkt eine geringfügige Korrektur:

Die Kindergräber sollten nicht - wie im Plan vorgesehen - im neuen Fried­hofsteil angelegt werden, sondern im alten Friedhofsteil bleiben. Durch eine geringfügige Erweiterung des Kindergrabfeldes im alten Friedhofsteil bestehe die Möglichkeit, den Bedarf an Kindergräbern auf Jahre zu decken.

Dies entspreche dem Wunsch der Bewohner des Stadtteiles Eschelbach.

3. Der Stadtrat beschließt einstimmig:

Der von Gartenbau- und Landschaftsarchitekt Brüll erstellte Plan für die Erweiterung und Gestaltung des Friedhofes im Stadtteil Eschelbach wird - unter Berücksichtigung der Anregung von Ratsmitglied Schwind (CDU) - akzeptiert.

ang vom 3.1984 -P. VIII

ng vom .1984 P. VIII

3 vom 1984 IX

vom P84 JX

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