Akte 
Sitzung 19. Dezember 1985
Entstehung
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b) Baubeginn zur Errichtung der Sportplätze Im Schulzentrum und an der Wald­schule ln Montabaur-Horressen.

Bezüglich der Fußgängerzone sprach Ratsmitglied Manns die Hoffnung und Erwar­tung aus, daß der 2. Bauabschnitt genauso zügig durchgeführt werde wie der erste, damit diese für die Bürger der Stadt und das Stadtbild wohl wichtigste Maßnahme der letzten Jahre alsbald beendet werde. Als einen Erfolg der Verwaltung sehe man es an - so Ratsmitglied Manns - daß für diese Maßnahme ca. 1 Mio DM an Zu­schüssen ln Anspruch genommen werden können. Der Abschluß dieser Baumaßnahme bedeute allerdings keinesfalls, daß damit die Entwicklung der Innenstadt abge­schlossen sei. Die Stadtsanierung müsse fortgeführt werden. Auch diesem Erfor­dernis trage der Haushalt 1986 durch die Mlttelbereltstellung ln Höhe von 700 000,-- DM Rechnung. Nachdem die bebauungsplanmäßigen Voraussetzungen be­reits geschaffen wurden, sollte nach Auffassung von Ratsmitglied Manns Im kommenden Jahr das Erforderliche zur Ansledlung eines Kaufhauses oder einer ähnlichen Einrichtung Im Bereich des Erweiterungsgebietes "Altstadt I" ln die Wege geleitet werden, um zu erreichen, daß wieder mehr Käufer von den Verbrau­chermärkten außerhalb der Stadt ln die Innenstadt geholt würden. Darüber hinaus müßten die Bemühungen darauf abzielen, den Auszug großflächiger Verbraucher­märkte und sonstiger großflächiger Geschäfte aus der Innenstadt zu verhindern, f Ein damit Im Zusammenhang stehendes Problem, nämlich der Mangel an Parkplätzen

Im Bereich der Wall Straße, BahnhofStraße und Tiergartenstraße bedürfe glelch- ^ falls noch einer zeltgerechten Lösung.

Zum geplanten Sportstättenbau merkt Ratsmitglied Manns (CDU) an, daß für das Stadion Im Schulzentrum ln den nächsten beiden Jahren ca. 3,3 Mio DM aufgewen­det werden. Wegen der überörtlichen Bedeutung dieser gleichzeitig dem Vereins­und Schulsport dienenden Anlage könnten hierfür Zuschüsse vom Land, Westerwald- krels und der Verbandsgemeinde ln Höhe von ca. 2,5 Mio DM vereinnahmt werden.

Die sei vor allem dem Engagement des Fraktionsvorsitzenden der CDU und Sport­kreisvorsitzenden Albert Kram für den Bau und vor allem seine Finanzierung zu verdanken.

Darüber hinaus solle eine weitere Sportstätte verwirklicht werden, die ln den letzten Jahren für erheblichen kommunal politischen Zündstoff gesorgt habe, näm­lich der Bau des Sportplatzes an der Waldschule. Nach dem Investltlonsplan sei - die Realisierung dieser Maßnahme zunächst ln späteren Jahren vorgesehen gewe-

* sen. Der nunmehr bereits Im kommenden Jahr geplante Bau sei ermöglicht worden

durch die Konzentrierung der Mittel für Schulsportanlagen durch die Verbandsge­meinde und den Sportplatz durch die Stadt ln eine gemeinsame Sportanlage, um den Belangen des TSV Eigendorf und der Waldschule gerecht zu werden. Dies stelle sowohl bautechnisch als auch aus Kostengründen die vernünftigste Lösung dar. Nachdem diese Maßnahme Im Stadtteil Eigendorf zeitlich vorgezogen wurde, er­scheine es der CDU-Fraktlon vertretbar und Im Hinblick auf den Kreditbedarf auch erforderlich, den Bau einer Friedhofshaile ln Eigendorf auf das Folgejahr 1987 zu verschieben.

Als bemerkenswert bezeichnet es Ratsmitglied Manns, daß die Im Haushalt 1986 Ingesamt geplanten Investitionsausgaben von ca. 6 Mio DM die höchsten seit dem Jahr 1980 sind. Die Stadt Montabaur trage damit nach Auffassung der CDU-Fraktlon ln ausreichendem Maße zur Belebung von Konjunktur, Wirtschaft und Arbeitsmarkt bei. Da wegen der gegenüber den Ergebnissen bzw. Ansätzen der beiden Vorjahre niedrigeren Gewerbesteuereinnahmen zur Deckung der Ausgaben Kiedlte von über 700 000, DM benötigt werden, erhöhe jede weitere Investitionsmaßnahme ln glei­cher Höhe den Kreditbedarf und enge den finanziellen Spielraum sowie die Hand­lungsfähigkeit ln den Folgejahren ein. Noch sei die finanzielle Lage der Stadt gesund. Auch die Vorausberechnungen für die kommenden Jahre wiesen eine aus­reichende "freie Finanzspitze" aus. Sorge bereite dennoch die Entwicklung der Gewerbesteuer. Man gehe allerdings davon aus, daß nach dem Einbruch Im Jahre 1985 der um 700 000,-- DM verringerte Haushaltsansatz auch tatsächlich erreicht werde. Man hoffe zudem, daß das Angebot von preiswerten erschlossenen Gewerbe-

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