Akte 
Sitzung 17. Oktober 1985
Entstehung
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Ratsmitglied Kram (CDU) bittet Bürgermeister Dr. Possel-Dölken als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Montabuar mit dem Westerwaldkreis über die Schaffung von Unterstellmöglichkeiten am Busbahnhof ins Gespräch zu kommen.

Punkt 1/7:

Beratung und Beschlußfassung über die Änderung des Bebauungsplanes "Altstadt I" im Bereich des Baublockes V und VI

a) Beratung und Beschlußfassung über die Bedenken und Anregungen im Rahmen der vorgezogenen Bürgerbeteiligung nach § 2 a Abs.

1 - 3 BBauG

b) Offenlegungsbeschluß gemäß § 2 a Abs. 6 BBauG - Vorlage Nr. 103 -

Oberamtsrat Kaltenhäuser erläutert dem Stadtrat die vorgebrachten Bedenken und Anregungen sowie die vorgelegten Beschlußvorschläge.

Ratsmitglied Widner (SPD) warnt im Namen seiner Fraktion vor der Errichtung eines 16 m hohen Gebäudes an dieser, für das Gesamtstadtbild äußerst wichtigen und empfindlichen Stelle. Er führt aus, die SPD-Fraktion beantrage daher im einzelnen:

1. Die alte GRZ und GFZ von 0,4 bzw. 1,0 ist beizubehalten. Insoweit ist die Anregung von Frau Thekla Greiner zu berücksichtigen.

2. Im Verlaufe der Verkaufsverhandlungen an Herrn Ritter ist verbindlich die Anpflanzung von großkronigen Bäumen zu regeln. (Dieser Punkt wird auf den Hinweis, es handele sich hier um öffentliches Grün, zurückgenommen.)

3. Das Anliegen von Herrn Ritter wird aus städtebaulichen Gründen abgelehnt.

Bürgermeister Dr. Possel-Dölken erwidert, zwischen der Villa Sonnenschein und dem Haus Hisgen müsse eine angemessene Verbindung hergestellt werden. Daher dürfe das zu errichtende Gebäude nicht niedriger als das Gebäude der Villa Sonnen­schein sein.

Oberamtsrat Kaltenhäuser stellt dem Stadtrat das geplante Bauvorhaben anhand von Plänen, Grafiken und einem maßstabgetreuen Modell dar. Er weist darauf hin, die Höhe des Baukörpers habe sich gegenüber den Festsetzungen des alten Bebauungs­planes nicht geändert. Zur Ermöglichung einer optimalen Ausnutzung habe man eine Grundflächenzahl von 1,0 festgelegt. Durch die Anlegung eines Grünstreifens im hinteren Bereich des Grundstückes reduziere sich diese aber auf einen Wert von 0,8. Die Geschoßflächenzahl verringere sich ebenfalls von einem Wert von 2,5 auf nunmehr 1,8.

Bürgermeister Dr. Possel-Dölken stellt fest, man könne also den vorgebrachten Bedenken von Frau Thekla Greiner teilweise entsprechen und im Bebauungsplan eine Grundflächenzahl von 0,8 und eine Geschoßflächenzahl von 1,8 regeln.

Auf eine Erklärung von Ratsmitglied Bächer (SPD), der vorgestellte Entwurf sei eine "Ausgeburt der Häßlichkeit" entgegnet Bürgermeister Dr. Possel-Dölken, die Neubebauung des Grundstückes erfolge in Anlehnung an die vorhandene Bebauung auf dem Konrad-Adenauer-Platz. Er könne daher die Auffassung, daß diese Gebäude häßlich seien, nicht teilen.

Ratsmitglied Schweizer (FWG) stellt heraus, es sei positiv zu bewerten, daß an dieser Stelle weder eine Bank noch eine Behörde baue, sondern zur Belebung der Stadt Montabaur ein Geschäftshaus errichtet werde. Er fragt bezüglich der beschlossenen Integration einer Buswartehalle in den geplanten Baukörper.

Oberamtsrat Kaltenhäuser erläutert, der Bauinteressent Ritter sei grundsätzlich mit der Errichtung einer Wartehalle einverstanden.

ig vom .1985 ?. IX

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