Akte 
Sitzung 05. Mai 1983
Entstehung
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2. Stellungnahmen der Fraktionen

2.1 Ratsmitglied Hildegard Diehl (CDU) dankt im Namen der CDU-Fraktion den Schwestern und dem Personal des Altenheimes für die geleisteten Dienste an den alten Mitbürgern der Stadt. Die CDU-Fraktion fordere, daß ein examinierter männlicher Krankenpfleger eingestellt werde, wenn der Stellen­plan dies zulasse. Sie verweist darauf, daß es im Altenheim 6 männliche Heim­bewohner gibt. Aber auch auf der Pflegestation sei ein männlicher Pfleger erforderlich, um die schweren Umbettungsarbeiten bewältigen zu können.

Mit Blick auf die Frequentierung des Schwimmbades appelliert Ratsmitglied Diehl an die sporttreibenden Vereine der Stadt, ein Schwimmverein möge die Patenschaft über das Altenheim übernehmen und dort einmal wöchentlich die Aufsicht führen. Eine Befragung der Bewohner des Altenheimes habe ergeben, daß dort sehr wohl Interesse an der Benutzung des Hallenbades bestehe.

Sinnvoll sei auch - so Ratsmitglied Diehl - die Übernahme einer Patenschaft über das Altenheim durch einen Handarbeitsverein. Sicherlich würden die Mög­lichkeiten einer sinnvollen Freizeitgestaltung für die Bewohner des Alten­heimes verbessert, wenn sie sich unter fachkundiger Anleitung mit Hand­arbeiten beschäftigen könnten.

Um die Ausgabe warmer Speisen zu ermöglichen, sei die Anschaffung eines zusätzlichen Wärmewagens erforderlich.

Ratsmitglied Stock (CDU) teilt mit, er habe die Organisation des Küchenbe­triebes im Altenheim überprüft und festgestellt, ein zusätzlicher Wärmewagen sei nicht erforderlich, wenn man die organisatorischen Veränderungen vornehme.

In diesem Fall seien lediglich zwei Edelstahlwannen und ein Tellerwärmer erforderlich. Bisher würden die Speisen in der Küche auf die Teller ver­teilt und anschließend in den Speiseraum gefahren. Es sei wesentlich sinn­voller, die Speisen erst im Speiseraum auszuteilen. Dann kühlten sie nicht so schnell ab. Er verspreche sich davon nicht nur eine Entlastung des Küchen­personals, sondern evtl, auch Einsparungen im Bereich der Lebenshaltungskosten.

2.2 Ratsmtiglied Roßbach (FWG) trägt vor, man solle zunächst versuchen, den Be­trieb des Schwimmbades wieder zu aktivieren. Sollte^aies als unmöglich er­weisen, sei es notwendig, das Schwimmbad im Winter zu schließen. Er erinnert daran, daß es sich bei dem Hospitalfonds um eine Stiftung handelt, die nur aufgrund der Spenden früherer Generationen zustande kam. In der Vergangenheit habe man hin und wieder denEingang von Spenden verzeichnen können, in letzter Zeit sei dies rückläufig. Es würde nicht schaden, wenn die Bürger von Montabaur für ihr Altenheim Gelder in Form von Spenden zur Verfügung stellen würden.

2.3 Ratsmitglied Stahl (SPD) dankt für seine Fraktion den Schwestern und Mitar­beitern des Altenheimes für ihre Arbeit im vergangenen Jahr. Er kündigt an, die Arbeiterwohlfahrt Montabaur werde die benötigten Edelstahlwannen und den Tellerwärmer stiften.

2.4 Ratsmitglied Kram (CDU) unterstützt nachhaltig den Appell an die sporttreibenden Vereine. Das Beispiel anderer Städte zeige, daß es möglich sei, durch die Auf­sicht ehrenamtlicher Helfer die Voraussetzung für die Benutzung des Hallenbades zu schaffen. Ratsmitglied Kram weist darauf hin, daß auch die sporttreibenden Vereine von der Stadt gefördert werden.

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