Akte 
Sitzung 20. März 1986
Entstehung
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Zusammenfassend bezeichnet Ratsmitglied Wldner (SPD) die Bebauungsplanung als häßlich und ln diesem Bereich nicht passend.

Für die CDU-Fraktlon erklärt deren Fraktionsvorsitzender Albert Kram, die Änderungs­planung werde befürwortet, da nur so eine wirtschaftliche Nutzung des zu ändern­den Planberelches gewährleistet werden könne. Auch der durch die Entwurfsplanung vorgeschlagenen Bebauung werde entsprochen, zumal dem Bauinteressenten schon vielfache Anderungswünsche aufgegeben wurden.

Ratsmitglied Wldner (SPD) nimmt Bezug auf jüngste Aussagen der CDU-Fraktlon, die sich auf die Neuansledlung von Geschäften ln dem hier ln Rede stehenden zu ändernden Planberelch sowie unmittelbar angrenzende Gebiete beziehen. Er richtet daher an die CDU-Fraktlon die Frage, wie sie sich die Ansledlungspolltlk von neuen Geschäften vorstelle und ob durch diese Bestrebungen nicht zu erwarten sei, daß dies negativen Einfluß nehme auf die Geschäftsbetriebe ln der Klrch- straße.

In direkter Erwiderung hierzu erklärt Ratsmitglied Albert Kram (CDU), die CDU- Fraktlon habe ln jüngster Zelt unmißverständlich zum Ausdruck gebracht, daß durch die Neuansledlung von Geschäften Im genannten Bereich keine Zersplitterung des Einkaufsbereiches Insgesamt herbeigeführt werden solle. Aus diesem Grunde habe man auch übereinstimmend mit der FWG-Fraktlon erklärt, daß ln dem noch zu verplanenden Bereich des landwirtschaftlichen Betriebes Decker nur ein großes Kaufhaus eingeplant werden sollte. Die ln der heutigen Sitzung vorgelegte Planung diene dem Abschluß des ohnehin schon als Geschäftsbereich erschlossenen Konrad- Adenauer-Platzes. Ergänzend wird noch darauf hingewiesen, daß die Planungs­absichten Im Bereich des landwirtschaftlichen Betriebes Decker deckungsgleich sind mit den von der Herbegemeinschaft "Montabaur aktuell" erhobenen Forderungen durch die Ansledlung eines größeren Kaufhauses, die Montabaurer Innenstadt als Einkaufsziel zu attraktlvieren.

I. Beigeordneter Dr. Hütte (CDU) gibt zu verstehen, daß er die aufgezeigte Zu­fahrtsregelung zu dem neuen Gebäudekomplex nicht befürworte. Im übrigen regt er an, den Planungsentwurf mit Professor Dellmann abzustimmen.

Zu der letzt genannten Anregung erklärt die Verwaltung, eine entsprechende Ab­stimmung sei bereits erfolgt. Professor Dellmann habe der Entwurfsplanung zu­gestimmt.

Um den Argumenten, die neu zu schaffende Bausubstanz erdrücke die angrenzende "Villa Sonnenschein" entgegenzutreten, trägt Ratsmitglied Schwind (CDU) vor, daß auch ln früherer Zelt die "Villa Sonnenschein" von der umgebenden Bebauung eng umgrenzt wurde. Zum Beleg hierfür legt er dem Rat eine Fotografie vor, die den Baubestand aus früherer Zelt dokumentiert.

Bürgermeister Dr. Possel-Dölken erklärt, nach seiner Auffassung könne durch die beabsichtigte Bebauung ein harmonischer Übergang zur umgebenden Bebauung geschaffen werden. Hinsichtlich der Fassadengestaltung könnten sich je nach der beabsichtigten Nutzungsart noch Detalländerungen ergeben.

Seitens der Verwaltung wird noch darauf hingewiesen, daß es für den Bauinteressenten Ritter von maßgeblicher Bedeutung sei, ob der vorgelegten Entwurfsplanung grund­sätzlich zugestimmt werde, da hiervon wesentlich die Nutzungsmögllchkelten des Baukörpers abhängen. Für den Bauinteressenten stelle diese grundsätzliche Zustimmung eine unabdingbare Voraussetzung für den Ankauf der Grundstücksfläche dar.

Nach Abschluß der Diskussion ergehen folgende Entscheidungen:

1. Der Rat nimmt Kenntnis von den Im Rahmen der Offenlage nach § 2 a Abs. 6 BBauG vorgetragenen Bedenken und Anregungen

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