Akte 
Sitzung 26. Februar 1976
Entstehung
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Der Stellplatzbedarf für das gesamte Stadtgebiet beträgt 6000 Unterstellplätze, davon liegen 700 Plätze im Kerngebiet (alle Abstellplätze einschließlich Garagen usw.). Wichtig ist, daß aufgrund der gewonnenen Erfahrungen der Abstand zwischen Parkfläche und Ziel des Besuchers (z. B. Geschäfte) so kurz wie möglich gehalten werden sollte. Für 700 Unterstellplätze wird eine Gesamtfläche von ca. 15.000 qm benötigte Städtebaulich gesehen ist die beste Lösung die Errichtung einer Tief­garage (Kosten ca. 18.000,-- DM pro Fahrzeug). Die zweitbeste Lösung ist der Bau einer Hochgarage (Kosten pro Fahrzeug ca. 14.000,-- DM). Aus städtebaulichen Ge­sichtspunkten betrachtet, rangiert das Abstellen der Fahrzeuge auf ebener Fläche an letzter Stelle, ist aber mit 2.000, DM bis 3.000, DM Kosten pro PKW die billigste Lösung. Herr Professor Leibbrand betont, daß das Parkproblem sehr wich­tig ist und die Städte daher eine langfristige Parkplatzpolitik betreiben müssen.

Zusammenfassend stellt Herr Professor Leibbrand als Ergebnis der Planung folgende Vorschläge heraus:

a) der 4-spurige Ausbau der Alleestraße, Bahnhofstraße bis zum Parkplatzbereich muß in die Bebauungspläne aufgenommen werden.

b) Der Ausbau der Gelbachstraße zur Wirzenborner Straße hin muß ebenfalls in die Bebauungspläne aufgenommen werden. Wegen der Schwierigkeiten an der Kreuzung Kolpingstraße, Koblenzer Straße muß der Verkehr aus der Koblenzer Straße mög­lichst bald hinausgenommen werden.

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c) Ausbau der Parkgelegenheiten Zug um Zug.

Nach kurzer Diskussion faßt der Vorsitzende zusammen:

1. Die von Herrn Professor Leibbrand aufgezeigte Entwicklung wird insofern verstan­den, daß bei einer Verwirklichung der Zielzahlen der Ausbau der Alleestraße un­bedingt erfolgen muß. Als Übergangslösung bietet sich die Einführung eines Ein­bahnverkehrs über die Tiergartenstraße und Herzog-Adolf-Straße an.

2. Von den Anwesenden wird akzeptiert, daß aus dem Bereich der Gelbachstraße eine Straßenführung auf die Wirzenborner Straße erfolgt.

3. Abstellmöglichkeiten für Kraftfahrzeuge müssen im geforderten Umfang geschaffen werden.

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Ein wesentlicher Bestandteil der Konzeption von Herrn Professor Leibbrand ist die Schaffung einer Fußgängerzone im Bereich Kirchstraße, Großer Markt, Kleiner Markt, Bahnhofstraße (teilweise). Es handelt sich hierbei um eine klassifizierte Landes­straße. Bürgermeister Mangels trägt zwei Möglichkeiten des Ersatzes dieser Landes­straße vor.

1. Der aus westlicher Richtung (Koblenz) ankommende Verkehr könnte zu einem recht frühen Zeitpunkt schräg gegenüber der Bundeswehrkaserne abgefangen werden. Die Weiterleitung würde über die Diagonalstraße am Judenfriedhof vorbei über die Fröschpfortstraße führen. Zu einem späteren Zeitpunkt müßte die Anbindung an die Bahnhofstraße im Rahmen der Altstadtsanierung erfolgen.

2. Weiterführung des Verkehrs am Judenfriedhof vorbei nicht über die Fröschpfort­straße, sondern über die Albertstraße weiter über den Fürstenweg an der Werk­straße vorbei, an die Einmündung auf die Alleestraße bei der Shell-Tankstelle Arnst. Bei dieser Lösung würde jedoch ein größerer Verkehrsstrom durch allge­meine Wohngebiete führen (insbesondere Alberthöhe und Fürstenweg) und diese Gebiete mehr als notwendig belasten.

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