Akte 
Sitzung 26. Februar 1976
Entstehung
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II. Nichtöffentliche Sitzung

Punkt 11/1, Beratung über die Verkehrsplanung

Zu diesem Tagesordnungspunkt fand vor der Sitzung eine Ortsbesichtigung in der Gelbachstraße mit Herrn Professor Leibbrand statt.

Herr Professor Leibbrand trägt in der heutigen Stadtratsitzung erstmalig seine Grundkonzeption für die Verkehrsplanung der Stadt Montabaur vor. Hierbei geht es im wesentlichen um zwei Punkte:

1. Ist der Stadtrat damit einverstanden, daß auf Vorschlag von Herrn Professor Leibbrand die jetzt als Sackgasse vorhandene Gelbachstraße als Ausfallstraße auf die Wirzenborner Straße ausgebaut wird?

2. Wie ist die Meinung des Stadtrates zur vorgeschlagenen Einrichtung einer Fußgängerzone im Bereich der Kirchstraße, Kleiner und Großer Markt? Welche Möglichkeiten und welche Nebenwirkungen ergeben sich hieraus für die Umlei­tung des fließenden Straßenverkehrs?

Des weiteren ist es aus städtebaulichen Gründen unbedingt wichtig, das Verkehrs­gutachten in den Flächennutzungsplan, darüberhinaus in die Bebauungspläne einzu­gliedern.

Herr Professor Leibbrand zeigt folgende Grundzüge seiner Konzeption auf:

Die durchgeführte Verkehrszählung ergibt eine errechenbare Verkehrserwartung, die & auf den Spitzenverkehr im Jahre 2000 abgestellt ist. Die sich hieraus ergebenden notwendigen Änderungen der Verkehrsführung der Stadt Montabaur sind bei der vor- liegenden Prognose berücksichtigt. Zunächst einmal muß der aus Richtung Koblenz ankommende Verkehr nicht mehr durch die Koblenzer Straße, sondern durch die Huns­rückstraße geleitet werden. Unter Beachtung dieser Voraussetzung zeigt der vorlie­gende Plan die erwartete Verkehrsdichte in den einzelnen Straßen auf. Herr Professor Leibbrand legt dar, daß die sehr starke Belastung im Bereich der Alleestraße/Bahn­hofstraße bis in den Parkplatzbereich auf die Dauer zu einem 4-spurigen Ausbau dieser Straßenzüge zwingt. Die Baulinien müssen daher entsprechend festgelegt wer­den, so daß in den nächsten 20 Jahren keine Häuser mehr in den Weg gestellt werden. Als Alternative bietet sich die Einrichtung von entsprechenden Einbahnstraßen an.

Die Schaffung einer Fußgängerzone im Bereich Kleiner-Großer Markt, Kirchstraße führt dazu, daß der neuralgische Knotenpunkt an der Kreuzung Koblenzer Straße/Kolpingstr./ Gelbachstraße entschärft wird. Aus der Kreuzung mit z. Zt. 5 Einmündungen, wird dann eine solche mit 4 Einmündungen, die verkehrstechnisch noch zu beherrschen ist.

Eine weitere Entlastung des innerstädtischen Verkehrs ist die Schaffung einer Ver­bindung zwischen Gelbachstraße und Wirzenborner Straße. Der Ausbau einer solchen innerstädtischen Verbindung ist auch gleichzeitig eine Möglichkeit des Umfahrens bei Verstopfung der Kreuzung an der Kolpingstraße.

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