Akte 
Sitzung 16. Juli 1987
Entstehung
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b) Pflege städtischer Grünanlagen

Ratsmitglied Drenkelfort (SPD) moniert den ungepflegten Zustand einiger städtischer Grünanlagen, so z. B. auch den auf dem Konrad-Adenauer-Platz.

Die Verwaltung verweist auf Engpässe beim Personal des Bauhofes. In Kenntnis der bestehenden Arbeitsrückstände habe man Ferienjobs ausgeschrieben, um insbesondere die erforderliche Pflege der Grünanlagen durchführen zu können.

c) Negativer Befund bei Prüfung der Wasserqualität des Gelbachs unterhalb der Kläranlage

Ratsmitglied Widner berichtet, daß im Rahmen der Projektwoche des Staatlichen Gymnasiums eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Oberstudienrat Wirges Wasserproben aus dem Gelbach unmittelbar unterhalb des Einlaufes der Kläran­lage entnommen und diese mikroskopisch untersucht habe. Er zitiert anschließend Aussagen aus dem erstellten Untersuchungsbericht. Hieraus geht hervor, daß die Vorgefundene Wasserqualität sehr schlecht sei. Man habe das Wasser als gefährliche Infektionsquelle mit einem starken Anteil an Kolibakterien bewertet. Nach dem Ergebnis dieser Untersuchung sei davon auszugehen, daß keine Klär­wirkung von der Kläranlage ausgehe. Eine am heutigen Tag eneut genommene Wasserprobe habe nach Untersuchung etwas bessere Werte erbracht. Insgesamt würde jedoch auch diese Probe nicht dem erwarteten Sauberkeitsgrad entsprechen. Weiterhin sei in dem Untersuchungsbericht negativ angemerkt worden, daß in dicken Lagen Ablagerungen von WC-Papier im Bachbett aufgefunden wurden. Abschließend weist Ratsmitglied Widner darauf hin, daß er die Verwaltung bereits von dem Ergebnis dieser Untersuchungen informiert und um umgehende Klärung der Situation ersucht habe.

Von der Verwaltung wird erklärt, man habe unmittelbar nach Erhalt dieser Nachricht selbst Wasserproben am Auslauf der Kläranlage entnommen. Dabei habe man festgestellt, daß das Wasser "sauber" sei. Man habe auch inzwischen versucht, mit Herrn Wirges Kontakt aufzunehmen, um von diesem zu erfahren, an welcher Stelle er die Wasserprobe entnommen habe. Dieses Gespräch sei am heutigen Tage nicht mehr zustande gekommen. Es sei insbesondere zu prüfen, ob ggf. in den Gelbach noch ein ungeklärter Einlauf mündet.

Der Vorsitzende richtet an die Verwaltung den Auftrag, in der nächsten Sitzung über das Ergebnis dieser Untersuchung zu berichten.

d) Bau der Laufbahn im Stadion

Ratsmitglied Elsner (SPD) erklärt, er habe die Baustelle am Sportstadion in Augenschein genommen und dabei Kenntnis erhalten von dem Verfahren, mit welchem die Kunststofflaufbahn aufgebracht werde. Ihm sei aus anderen größeren Sportstadien bekannt, daß die Bahnen zumeist maschinell aufgetragen würden.

Die im Sportstadion Montabaur tätige Firma trage die Kunststoffschicht weitgehend von Hand auf. Für ihn stelle sich die Frage, ob die Leistungsfähigkeit der mit der Auftragsausführung beauftragten Firma hinreichend geprüft sei und die gewählte Ausführungsart den Qualitätsanforderungen gerecht werde.

Ratsmitglied Kram (CDU) erklärt, die Leistungsfähigkeit der im Sportstadion Montabaur tätigen Firma stehe außer Zweifel. Auch die gewählte Ausführungs­art werde den Qualitätsanforderungen gerecht und biete im Gegensatz zur maschinellen Aufbringung noch einige für die Dauerhaftigkeit der Anlage bedeutsame Vorteile. Diese Aussagen seien gutachtlich untermauert. Zum Baufort­schritt selbst wird angemerkt, daß die Kusntstoffbahn aller Voraussicht nach noch bis zum Einweihungstermin fertiggestellt werden kann.

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