Akte 
Sitzung 24. September 1981
Entstehung
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seien in diesem Zusammenhang nicht entscheidend. Er verweist darauf, daß die SPD-Fraktion an und für sich im dortigen Bereich eine totale Grünfläche wünschte, allerdings dem vorgelegten Kompromiß zustimme, weil ihre Vorstellungen nicht mehrheitsfähig seien. Die Entscheidung über die Erhaltung des Gebäudes sei für ihn die bisher wichtigste in der laufenden Legislaturperiode.

2.3 Ratsmitglied Schweizer (FWG) begrüßt das Engagement den&ürgerinitiative "Rettet das ehemalige Gefängnis" und dankt allen Beteiligten. Er verweist darauf, daß dem Bebauungsplanentwurf des Büros Imlau auch die Anregung seiner Fraktion über die alternative Verkehrsführung für die inner­städtische Entlastungsstraße zugrunde liege.

Kritisch äußert sich Ratsmitglied Schweizer zu der Formulierung in Ziff. 1 letzter Satz der Vorlage Nr. 243. Es geht ihm um die Formulierung "Unterstellmöglichkeit" in dem Gebäude. Stattdessen sollte gegenüber der Kreissparkasse in einem ähnlichen Baustil eine Wartehalle gebaut werden. Dipl.-Ing. Dr. Imlau spricht sich gegen den Bau einer Wartehalle aus.

Es wird ein Kompromiß erzielt durch die Formulierung "Wartehalle mit WC-Anlage".

2.4 Ratsmitglied Kram stellt die Frage nach den Kosten für die Erhaltung des Gebäudes.

Bürgermeister Mangels beziffert diese auf ca. 900 000,-- bis 1,3 Mill. DM und schlüsselt diese Zahl wie folgt auf:

a) Für den Erwerb des Gebäudes vom Sanierungsträger müssen rd. 200 000, DM bezahlt werden.

b) 200 000,-- bis 300 000,-- DM betragen die Kosten für die Sanierung des Grundstückes.

c) Verlust an Einnahmen durch Entfall der Möglichkeit, die Grundstücke

im dortigen Bereich zu verkaufen, in Höhe von 400 000, bis 800 000,-- DM (je nach Grundstückswert).

3. Dem Sprecher der Bürgerinitiative, Fries, wird Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Dieser verweist darauf, daß es das Ziel der Bürgerinitiative war, den Abriß des Hauses zu verhindern. Die Bürgerinitiative habe in der Bevöl­kerung breite Zustimmung in allen Altersgruppen gefunden. Für den Fall, daß sich der Stadtrat mehrheitlich für den Erhalt des Gebäudes ausspreche, fordert Fries:

1. Die Stadt solle das Gebäude erwerben und in ihrem Besitz behalten.

2. Das Gebäude müsse außen und innen gründlich renoviert werden.

3. Es solle entweder als Stadtbücherei, für Ausstellungsräume oder als Stadtarchiv genutzt werden.

4. Um das Gebäude solle eine großzügige parkähnliche Grünzone angelegt werden.

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