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Von der ungenügenden polizeilichen Betreuung sind, wie Herr Witte auf seine Anfrage erfährt, auch die Nachbargemeinden betroffen, soweit sie zum Bezirk des Polizeiamtes Montabaur gehören.
Es wird empfohlen, den Kreis Uww. auf die gegenwärtige Situation hinzuweisen.
Verhandlungen mit den Nachbargemeinden Eigendorf und
Eschelbach
Herr Stadtrat König fragt an, wie weit die Verhandlungen mit den Nachbargemeinden Eigendorf und Eschelbach gediehen sind. Der Vorsitzende erwidert hieruaf, daß er diese Anfrage erweitern kann auf die Gemeinden Wirzenborn, Bladernheim und Reckenthal und verliest dazu eine Nachricht aus dem Nachrichtenblatt "Rund um Montabaur" vom 16. Oktober 1970:
'Bürgermeister Mangels hat an die drei Gelbachtalgemeinden Wirzenborn, Reckenthal und Bladernheim geschrieben und angefragt, ob sie bereit seien, sich zum Zeitpunkt der Bildung von Verbandsgemeinden in die Stadt Montabaur eingliedern zu lassen. Ursprünglich war dies als sicher angesehen worden, weil alle drei Gemeinden weniger als jeweils 300 Einwohner haben. Nun ist aber die Bestimmung, daß alle Gemeinden unter 300 Einwohnern aufgelöst werden müssen, fallengelassen worden.
Die Gemeinderäte von Wirzenborn und Reckenthal haben nun in ihren letzten Sitzungen beschlossen, mit Bürgermeister Mangels über die anstehenden Probleme Gespräche zu führen. Auch der Bladernheimer Gemeinderat wird sich voraussichtlich ähnlich entscheiden.'
Der Vorsitzende erklärt weiter hierzu, daß diese Reaktion ihren Ursprung hat in einem Schreiben, daß die Stadt am l6. Sept. d. J. an die Bürgermeister aus Eschelbach, Eigendorf, Wirzenborn, Bladernheim und Reckenthal gerichtet hat. Das Schreiben hat folgenden Inhalt:
"Nachdem nunmehr für die kommunalen Neuordnungsmaßnahmen im Rahmen einer Verbandsgemeinde der Zielplan der Landesregierung veröffentlicht worden ist, rege ich im Einvernehmen mit den beiden Herrn Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates hiermit an, das zwischen Ihrem Gemeinderat und Vertretern des Stadtrates am 27. 4. 1970 begonnene Gespräch über die Möglichkeiten eines gemeindlichen Zusammenschlusses unserer beiden Gemeinden fortzusetzen.
Ich darf Sie höflich bitten, die Voraussetzungen für die Weiterführung dieser Verhandlungen, evtl. Terminvorschläge und ggfs.
Sie besonders interessierende Diskussionspunkte im Kreise Ihres Gemeinderates intern zu erörtern und mir anschließend mitzuteilen, ob Ihrerseits ein fundiertes Interesse an der Fortsetzung unserer Verhandlungen besteht. Sollte dieses bejaht werden, schlage ich vor, daß die Gespräche im kleineren Kreise weitergeführt werden. Wie im Falle Horressen halte ich es für zweckmäßig, daß außer Ihnen 3 Vertreter des Gemeinderates benannt werden, die sich ihrerseits mit 3 Vertretern des Stadtrates Montabaur über die einzelnen Punkte unterhalten können.
Sitzung v
26. 11. 70 3
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