Punkt 2
Beschlußfassung über die Stationierung von Bundeswehreinheiten
in Montabaur.
Bürgermeister Kraulich gibt an Hand der Vorlage, die den Fraktionen zugegangen ist, eingehende Darlegungen.
Die erste Besprechung über die Garnisonierung von Bundeswehreinheiten in Montabaur iand auf Wunsch der zuständigen Bundeswehrdienst— stellen am 16.5.1957 bei der Bezirksregierung in Montabaur statt.
An dieser Besprechung nahmen neben Vertretern der zivilen Dienststellen auch Vertreter des Wehrbereichskommandos IV und der Wehr- bereichsverwaitung IV teil. Die Besprechung trug ausschließlich informatorischen Charakter. Im Anschluß daran wurde mit dem Wehrbe- reicnskommando IV und der Wehrbereichsverwaltung IV unmittelbar verhandelt. Die Besprechung vor 2 Jahren hatte ursprünglich den Charakter, als wenn die Garnisonierung unmittelbar bevorstände.
Aber wohl infolge der damaligen Umordnung der Bundeswehr wurde es in der Angelegenheit wieder still.
Es fand auch eine Besprechung mit der Genossenschaft der Marmh. Brüder statt, die einmal hinsichtlich ihrer Wasserversorgungsanlage und zum anderen auch bezüglich ihres landwirtschaftlich genutzten Geländes stärker durch die Stationierungsabsichten betroffen werden.
Der Bezirksregierung wurde am 5.11.1957 noch einmal ein eingehender Bericht nebst Lageskizze mit den notwendigen Einzeichnungen übersandt .
Am 16.11.1957 verhandelte der Bürgermeister mit der Staatskanzlei in Mainz.
nährend des ganzen Jahres 1958 ruhte praktisch die Angelegenheit "Bundeswehr", wobei eine lockere Fühlung mit den beteiligten Stellen allerdings nie verlorenging.
Erst Ende Januar 1959 wurde auf Anregung der Wehrbereichsverwaltung IV eine erneute Besprechung unter Beteiligung aller interessierten zivilen und militärischen Stellen in Montabaur einberufen. Dabei fand auch noch einmal eine Geländebesichtigung statt. Von diesem Tage an kam die Angelegenheit "Bundeswehr? praktisch nicht mehr zum ruhen. Immer wieder erschienen bei der Stadtverwaltung Herren, die irgendwie mit der Planung etwas zu tun hatten.
Eine erneute Besprechung im kleineren Kreis fand am 17.4.1959 wegen der Standortschießanlage und der Munitionsniederlage statt.
Am Tage zuvor, am 16.4.59, hatte die Stadtverwaltung mit der Genossenschaft der Barmh. Brüder wegen ihrer Wasserversorgungsanlage und des betroffenen Geländes verhandelt.
Am 29.4.59 fand eine Besprechung, die Be- und Entwässerungsanlagen der Kasernen betreffend, statt.
Am 24. 4. 59 ging ein Schreiben der Bezirksregierung ein, in dem mitgeteilt wurde, daß vom Bundesverteidigungsministerium Montabaur als vom militärischen, baufachlichen und verwaltungsseitigen Standpunkt aus geeignet für die Errichtung einer Bundeswehrgarnison befunden würde. Die Bezirksregierung ersucht in ihrem Schreiben um eine beschlußmäßige Stellungnahme der Stadt zu dem Vorhaben.
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29 . 8
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