Bürgermeister Kraulich fülirt noch ergänzend ans, daß infolge der unbeständigen Witterung die Fei .r in der Turnhalle abgehalten werden mußte. Da die Turnhalle für Feiern solchen Ausmaßes natürlich zu klein ist, konnten leider nicht alle Angehörigen und sonstigen Geladenen Einlaß finden.
Der Stadtrat nimmt von den Ausführungen Kenntnis.
Stadtrat Rothbrust weist auf den Übelstand in den städt. Bedürfnisanstalten, besonders gegenüber der Post hin.
Es werden aus den Reihen des Stadtrates Vorschläge zu einer evtl, vorübergehenden Verbesserung gemacht.*- Zur endgültigen Lösung sind größere Geldaufwendungen erforderlich, die der Stadt zur Zeit nicht zur Verfügung stehen.
Stadtrat Weimer führt noch an, daß es erforderlich sei,in der Straß?, 'die von der Bahnhofstraße hoch zum Schloß führt, Abflußrinnen anzulegen, da sonst die Straße bei starken Regenfällen sehr geschädigt wird,
Der Stadtbaumeister hat die Angelegenheit notiert und wird sehen, wie hier Abhilfe geschafft werden kann.
Damit ist die öffentliche Sitzung-beendet. Nach einer kurzen Pause soll in nichtöffentlicher Sitzung weiterberaten werden.
Der Stadtrat beschließt, in nichtöffentlicher Sitzung, die noch auf der Tagesordnung stehenden Punkte in nichtöffentlicher Sitzung zu beraten.
Die Öffentlichkeit -wird sodann wieder hergestellt. Da keine Zuhörer den Saal wieder betreten, wird die
Nichtöffentliche Sitzung
14.1 1958
5 . 12 .
1958
fortgesetzt.
Punkt 1
Regelung von Grundbesitzgrenzen zwischen dem Hospitalfonds und
Privateigentümern.
Der Bürgermeister erteilt dem Oberrentmeister das Wort zur Berichterstattung.
Oberrentmeister Gilles führt an Hand der Vorlage aus, daß die Witwe Johann Intra Eigentümerin der Grundstücksparzelle Gemarkung Montabaur, Flur 17 Nr. 149/2976 ist. Der Hospitalfonds Montabaur ist Eigentümer der Grundstücksparzelle Gemarkung Montabaur, Flur 17, Nr. 162/2975.
Am 3. u. 4.8.1939 wurden diese Parzellen aui Antrag der btadt- verwaltung vom Katasteramt vermessen, die Grenzverhandlung fand am 8.8.39 statt.
Die Stadt erhielt die Parzelle 149/2976 zur Verbreiterung des soge- ' nannten Schulweges. Obwohl der Besitzwechsel vorgenommen wurde,
fand die Angelegenheit grundbuchamtlich keine Regelung. Dies stellte sich jetzt erst heraus, da der Spediteur Josef Schneider aus Montabaur den Intra'sehen Besitz käuflich erwarb. Mit Schreiben vom 6.5. hat Schneider Antrag auf Überschreitung gestellt.
Da hier nur noch eine formelle Angelegenheit nachgeholt werden muß, wird der Stadtrat gebeten, folgenden Beschluß zu fassen.
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