Der Stadtrat ist mit der Abgabe von 100 qm einverstanden und fasst einstimmig folgenden Beschluß:
Die Stadt Montabaur verkauft an die Koblenzer Elektrizitätswerk und Verkehrs- Aktiengesellschaft von der Parzelle 4573/20 in der Flur 26 "Auf dem unteren Wassergraben" 100 qm zum Preise von 2,— DM je qm. Das Gelände dient der dort errichteten Trafostation.
b) Kaufantrag Schröder - Volkmann.
Der Altwarenhändler Schröder will die zwischen seinem Grundstück und dem Aubach gelegenen stadteigenen Parzellen 304/4309 ganz und die Parzellen 300/4309 sowie 302/4309 teilweise erwerben.
Dem Antrag hatte der Stadtrat bereits in seiner Sitzung vom 17.2.56 zugestimmt und einen Kaufpreis von 60,— DM je Rute gefordert.
Dieser Preis ist Schröder zu hoch und wurde verschiedentlich mit ihm verhandelt. Als Höchstpreis schlägt er 20,— DM je Rute vor.
Das infragekommende Grundstück wurde von dem Bürgermeister, Oberrentmeister und Stadtbaumeister besichtigt.
Die Parzellen sind in einem vollkommen verwahrlosten Zustand und kennen anderweitig nicht nutzbringend verwandt werden.
Aus diesem Grunde ist die Verwaltung geneigt, der Fa. Schröder das Gelände für 20,— DM je Rute zu verkaufen.
Die zweite Frage ist die Verwertung des verbleibenden Restes der Parzellen. Dieser Grundbesitz grenzt an den Restbesitz der Fa. Volkmann. Da Schröder nicht daran interessiert ist, wurde mit Frau. Volkmann verhandelt, die sich bereit erklärt hat, das Gelände zur besseren Abrundung ihres Besitzes zu erwerben. Eine Einigung über den Kaufpreis wurde noch nicht erzielt. Die Verwaltung will versuchen Frau Volkmann zu veranlassen, einen Teil ihres Geländes am Himmelfeld in Tausch zu geben.
Es wird dem Stadtrat vorgeschlagen folgenden.Beschlüß zu fassen:
1. ) An den Kaufmann Schröder werden zum Preise von 20,— DM
je Rute verkauft die Parzelle/ 304/4309 in der Flur 22 ganz und die Parzellen 300/4309 und 302/4309 in der Flur 22 zu dem gewünschten Teil.
Außerdem übernimmt Schröder die Vermessungs- und alle sonstigen Kosten.
2. ) Der verbleibende Rest der Parzellen ist der Firma Volkmann zum
gleichen Preis anzubieten. Der Stadtrat ist auch mit einem Tausch mit Volkmann'schem Besitz am Himmelfeld, der an das Hotelgelände anschließt, einverstanden. Das stadteigene Gelände ist dann mit 20,7- DM je Rute, das Gelände Volkmann am Himmelfeld mit 17,50 DM je Rute zu bewerten. Lehnt die Fa. Volkmann beide Möglichkeiten ab, ist sie aufzufordern, den mit Schutt überschütteten Teil des städt. Geländes am Aubach zu räumen und die Grundstücksgrenzen wieder ordnungsgemäß herzustellen.
Der Stadtrat ist- einstimmig mit dem vorstehenden Beschluß einverstanden, bittet aber den Verkauf nicht daran scheitern zu lassen, wenn Frau Volkmanr, für die Tauschgrundstücke auch 20,— DM verlangt. Oberrentmeister Gilles macht darauf aufmerksam, daß dann die Stadt noch an Frau Volkmann zahlen müßte. Der Stadtrat ist auch unter den Umständen damit einverstanden.
8

