Funkt 6 Verschiedenes.
Nachbewilligung eines Betrages für die Unterhaltung des Sportplatzes.
1.) Im Etat 1954 sind für die Unterhaltung gemeindeeigener Turnhallen und Sportplätze nur 350,— DM vorgesehen.
Bei der Beratung des Haushaltsplanes 1954 wurde schon erwähnt, daß dieser Betrag voraussichtlich nicht ausreichen würde.
Es ist nun unbedingt erforderlich, daß zur Einfriedigung des Sportfeldes die Holzabgrenzung durch Eisenrohre ersetzt wird. Hierzu wird ein Betrag von rd. 500,— BR benötigt.
Stadtrat Weimer und Beigeordneter Hannappel befürworten besonders die Anbringung eines Eisen^eländers mit der Begründung, daß man das was man einmal geschaffen hat, auch erhalten müsse.
Der Stadtrat beschließt einstimmig:
Für die Abgrenzung des Sportfeldes werden 500,— DM nachbewilligt, die im Nachtragshaushaltsplan für das Rechnungsjahr 1954 auszubringen sind.
Punkt 6 Verschiedenes.
2.) Herr Bürgermeister gibt dem Stadtrat einen Brief des Finanzinspektors Mackauer bekannt, in dem derselbe Klage darüber führt, daß die Brücke über den Gelbach bei Stendebach noch nicht gemacht wurde, daß der Mühlbach noch nicht kanalisiert oder zugeschüttet ist und die Bänke im Gebück verfault seien. Zusammenfassend kommt er zu dem Urteil, daß Montabaur als Kur- und Reg.-Hauptstadt wenig für die Verschönerung des Stadtbildes tue.
Demgegenüber stellt Herr Bürgermeister fest, daß seit 1947 schon viel zur Verschönerung des Stadtbildes getan worden ist. Daß die Ruhebänke im Gebück verfault sein sollen, davon konnte nichts festgestellt werden. Selbstverständlich wird es nie möglich sein, alle Übelstände zu beseitigen, denn letztlich muß sich die Stadt mit ihren Ausgaben nach den Einnahmen richten.
Der Stadtrat nimmt von diesem Brief Kenntnis und ist man auch hier einmütig der Meinung, daß von Seiten der Stadt betreffs Anlagen und Verschönerung des Stadtbildes soviel getan wurde, wie es auf Grund der Finanzlage möglich war.
* Punkt 6 Verschiedenes.
3.) Herr Bürgermeister gibt einen eingehenden klaren Bericht über den Stand der Bohrarbeiten für die Wasserversorgung. Er führte aus, daß immer* wieder neue Schwierigkeiten auftreten, da die Ansichten der Geologen nicht übereinstimmen.
Bis jetzt wurden 4 Peilbohrungen durchgeführt, von denen die erste nicht fündig war, während man bei den 3* anderen auf Jasservorkommen gestoßen ist. In der Isbertslust wurde die Bohrung vorläufig beendet, da der Pumpversuch ergeben hat, daß diese ausbaufähig ist.
Herr Dipl.Ing. Gaul ist um den Fortgang der Arbeiten sehr bemüht und überwacht, den Stand der Arbeiten laufend.
Gaul hat mit Schreiben vom 15* Juli ds.Js. die ihm zustehenden In— genieurgebühren für die ihm übertragenen Arbeiten mitgeteilt und einen Vertrag mit der Stadt Porz als Mustervertrag für die Stadt Montabaur übersandt.
Bei einem angenommenen Bauwert von 400.000, DM betragen die Ingenieurgebühren bei einem Seriennachlaß von 25 % 12.7o8, DM.
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