Sodann stellt der Bürgermeister auch die Haushaltssatg,ung des Almosenfonds, die der Rentmeister bekanntgegeben hat, zur Beschluß! assung.
Der Stadtrat genehmigt einstimmig Haushaltsplan und Haushaltssatzung des Almosenfonds in der vorgelegten Form.
Punkt 2
Ankauf eines Bullens.
Herr Bürgermeister gibt zur Kenntnis, daß ein Bulle im April dieses Jahres wegen Bösartigkeit abgeschafft werden mußte. Es hat sich herausgestellt, daß ein Bulle nicht ausreichend ist.
Die Anschaffung des 2. Bullens wurde u.a. auch vom Tierzuchtamt in Westerburg gefordert.
Wegen der Dringlichkeit der Angelegenheit und der am 15.7.54 stattfindenden Absatzveranstaltung, konnte die Zustimmung des Stadtrates nicht abgewartet werden.
Es wurde daher die vorherige Zustimmung der Beigeordneten eingeholt. Der 2. Bulle wurde am 15.7.54 zum G-esamtpreis von 2.310,— DM in . Koblenz gekauft.
Von der Verwaltung waren zur Versteigerung in Koblenz, der Bürgermeister, Stadtinspektur Kunst, als Vertreter der Bauernschaft Stadtrat u. Ortsbauernberater A. Eberz und der Bullenhalter Kunoth. Der Bulle ist Abortus Bang und Tbc. frei.
Herr Bürgermeister machte dem Ortsbauernberater zur Auflage, nur ein gesundes und kräftiges Tier zu kaufen, was auch geschehen ist. Der Bürgermeister führt noch aus, daß es der Verwaltung wirklich am Herzen liegt,alles zur Förderung und Erhaltung der Landwirtschaft zu tun.
Stadtrat Eberz dankt Herrn Bürgermeister für das gezeigte große Interesse für die Belange der Bauernschaft.
Der Erlös für den im vergangenen Jahr verkauften bösartigen Bullen betrug 1.008,— DM.
Der Stadtrat ist einstimmig damit einverstanden, daß der 2. Bulle- angeschafft wurde.
Punkt 3
Wildschaden Stadtwald.
Herr Bürgermeister gibt einen sehr ausführlichen Bericht über den Stand der Schälschäden. Wenn dieser Punkt in die öffentliche Sitzung genommen wurde, geschah dies nur in der Sorge um die Erhaltung des Waldes, nicht um damit Sensationen hervorzurufen.
Montabaur ist der größte Waldbesitzer auf der Montabaurer Höhe und hat der Wald für uns einen Millionenwert. Diesen zu erhalten, insbesondere für unsere Nachkommen, ist unsere erste Pflicht. Hat die Stadt Montabaur es doch selbst als wohltuend empfunden, als nach dem Zusammenbruch 1945 noch der Wald als ein nicht im Wert gesunkenes Kapital für den Aufbau der Stadt zur Verfügung stand.
Die Beigeordneten und einige Stadträte konnten sich bei der Besichtigung am 9.7.54 an Ort und Stelle über das Ausmaß der Schälschäden selbst überzeugen. Sie hatten Gelegenheit, die Schäaen im Gemeinde— wald Niederelbert zu besichtigen, die noch viel größer sind wie im Stadtwald Montabaur.
- 4 -

