Eingang gestellten Felder nicht gerade greifbar sind, wird die Stadt des öfteren gezwungen sein, Oberbrückungsdarlehen aufzu = nehmen.
Herr Bürgermeister bittet daher die Barnen und Herren des Stadtrates in all diesen Fragen, um ihre volle Unterstützung.
Punkt 2 Verschiedenes.
Brief an die Westerwälder Zeitung, veröffentlicht in der Ausgabe vom 27.3.1954,betr. Stacheldraht um den J ugenfriedhof.
Herr Bürgermeister weist den Artikel, der von braunen Erinnerungen spricht, sehr scharf zurück. Bie Stadt hat bisher alles getan, was zur Erhaltung des Judenfriedhofes not = wendig ist, Seit 1945 wurden rund 1000-B.M. aufgewandt. Von Sei= ten der ehemaligen jüdischen Mitbürger wurden bisher nur Ver = sprechungen gemacht, von denen keine in die Tat umgesetzt wurden. Wenn man von Stacheldraht spricht, so muss bemerkt werden, dass auch um den städt. Friedhof zu seinem Schutze an verschiedenen Stellen Stacheldraht gezogen wurde. Bas dürfte der Schreiben des Artikels wahrscheinlich noch nicht gesehen haben.
Ber städt. Friedhof wird durch Mitheranziehüng der Bürger= schaft erhalten und ist in der Friedhofssatzurjg festgelegt, dass jedes %rab eingeebnet wird, das nicht gepflegt wird.
Hätte man nach dieser Satzung auf dem jüdischen Friedhof verfahren, hätte man schon längst dem gesamten Friedhof einebnen müssen. Es kann von der Stadt Montabaur nicht verlangt werden, daß sie für alle Zeiten den jüdischen Friedhof unterhält. An erster Stelle müssen die ehemaligen jüdischen Mitbürger usw. selbst hier= für sorgen.
Punkt 2
Verschiedenes
Endgültige genehmig,ng des Ehrenhaines "Westerwald " durch das Bund*esministerium.
' Ber Stadtrat nimmt davon Kenntnis, dass laut fernmünd=
licher Mitteilung der Bezirksregierung, das Bundqsinnenministerium die Anlage des Ehrenhains "Westerwald " mit einem Kostenaufwand von 117 OOO-D.M. genehmigt hat und mit den Arbeiten nunmehr begonnen wer= den kann. Ber Landesverband des Volksbundes der deutschen Kriegsgrä = berfürsorge teilt unterm 27.3.1954 mit,dass die Bundesgeschäftsstelle in Kassel ersucht wurde , das Umbettungskommando des Bundes anzuweisen, mit den Umbettungen baldigst zu beginnen.
i
Mit diesem Punkt ist die öffentliche Sitzung beendet. Nach dem die Herren der Presse^ weitere Zuhörer waren nicht vorhanden** den Sitzungssaal verlassen haben, folgt die nichtöffentliche Sitzung.
B. Nichtöffentliche Sitzung.
Bevor in die Tagesordnung eingegangen wird, fragt Stadtrat Orth an, ob es nicht möglich ist vom Bund einen Zuschuss für den Wasser= leitungsbau zu erhalten. Herr Bürgermeister will mit dem Wasserwirt= schaftsamt diesbezüglich verhandeln. Ein Barlehn gewährt evtl, der Bund auch das Land evtl, einen Zuschuss. Beide Stellen werden jedoch überprüfen lassen, ob die Steuerkraft der Stadt voll ausgenutzt ist.
Punkt 1
trundstücksangelegenheit für die Wasserversorgung.
Bieser Punkt wurde in die nichtöffentliche Sitzung ge = nommen, um die Bevölkerung von Horressen durch evtl.pressenach =
richten

