Akte 
Sitzung 30. März 1954
Entstehung
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Jnheiden, Kreis Gießen/Oberhessen. Es handelt sich um eine alte und solide Firma. Jn den Ausschüssen und Besprechungen stimmte man dafür der Firma Kuhn den Auftrag zu erteilen.

Herr Bürgermeister gibt noch ergänzend bekannt, dass die pt ma Kuhn die Bohrungen in der gemeinde Siershahn durchgeführt hat. BürpS meister Ramroth bei dem Erkundigungen eingezogen wurden, sprach sich nur lobend über die Firma und die von dieser Firma geleisteten Arbeiten

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* Bipl. Jngenieur Gaul führt weiter aus, dass die Stadt mit der Tief&nbohrnng kein so großes Risiko eingeht, da zuerst drei PeilbohrunJ vorgenommen werden. Sollten diese schon keine Fünd&gkeit ergeben, so erl übrigt sich überhaupt, an dieser Stelle die Tiefenbohrung durchzuführen,] Ber Kostenüberschlag für die Erweiterung des Wasserwerkes der'] Stadt Montabaur schliesst mit einem Gesamtbetrag von 393 1oo,- B,M. Es wurden solche Preise angesetzt, die unter schwierigen Verhältnissen' eintreten können. Jmmerhin ist es besser, man geht von vorne Herein von! größeren Ausgaben aus und spart dann ein, als man ist von anfang an sehr] illusorisch und kommt dann mit den veranschlagten Mittel nicht aus.

Auf Wunsch des Herrn Bürgermeisters gibt Herr Gaul in kurzen Um:] rissen den ganzen Ablauf der Arbeiten bekannt und erläutert die einzelne Positionen des Kostenvoranschlags. Bas ganze hängt vorerst von dem Erfj der Tiefenbohrung ab. Wenn der Auftrag zur Durchführung der TiefenbohM schnellstens erteilt wird, können die drei Peilbohrungen bis Ostern 195 J durchgeführt sein. Für die Peilbohrungen werden von der Firma Kuhn ge fordert,etwa 7 OOO-D.M. Wird man bei der ersten Bohrung jgleich fündig,, so können die weiteren Arbeiten gleich weiter in Auftrag gegeben werdet] Jn diesem Falle kann bis zum Herbst mit der Fertigstellung des Gesamtwe?] gerechnet werden.

Die Möglichkeit, dass der gemeinde Horressen durch die Tief^ bohrung das Wasser abgeschnitten wird, hält auch Herr Gaul nicht für B lieh. Sollte dieses wider Erwarten doch eintreten, so müsste die Stadt Montabaur die Gemeinde Horresen mit Wasser versorgen, was auch als selb: verständlich abgesehen wird.

Herr Bürgermeister dankt Herrn Dipl. Jngenieur Gaul für seim] Ausführungen und ist der Meinung, dass sich jetzt jeder der Anwesenden *] Bild über die Planungen in etwa machen kann. Auch war es zweckmäßig, dit] Ausführung der durchzuführenden Arbeiten von einem ungünstigen Aspekt an zu sehen, denn so dürfte mit unangenehmen Überraschungen kaum zu rechnen]

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Herr Gaul, in dessen Händen die Bauleitung liegt, wird der Verantwortliche für die Stadt sein und in ihrem Auftrag die durchzu = führenden Arbeiten vergeben und überwachen. Die Stadt hat somit nur mit Herrn Gaul zu verhandeln.

Beigeordneter P e h 1 macht sich zum Sprecher aller Fraktionen und versichert Herrn Gaul, dass der gesamte Stadtrat zu ihm und seinen Arbeiten volles Vertrauen hat.

Einstimmig genehmigt der Stadtrat, dass der Auftrag für di*] Durchführung der Bohrungen für die Anlage eines Tiefenbrunnens der Firma] Kuhn in Jnheiden erteilt wird, Mit den Arbeiten soll sofort begonnen wer]

Herr Dipl. Jngenieur Gaul dankt dem Stadtrat nochmals für das inj ihn gesetzte Vertrauen und dass ihm die Möglichkeit gegeben wurde, hier vor dem Stadtrat seine Ausführungen darzulegen.

Gegen 16 25 Uhr verlässt Herr Gaul die Sitzung.

Anschliessend bittet Herr Bürgermeister den Stadtrat im neuen Rechnungsjahr sehr vorsichtig bezüglich der städt.Finanzen zu sein. Die Ansprüche der Bürgerschaft müssen in diesem Jahre s^hr bescheiden gehall werden. Der städt. Etat wird in diesem Jahre mit ca. 1 Million B.M. ab-] schliessen. Wasserwerk,Kreisumlage, persönl .Ausgaben usw. werden einen großen Teil des Etats ^n Anspruch nehmen . Auf der anderen Seite ist a*m die Kreditaufnahme der Stadt nicht unbegrenzt. Bas Wasserwerk kann die Verschuldung erst in Jahrzehnten herauswirtschaften. Ba Albet im Etat in