Akte 
Sitzung 30. März 1954
Entstehung
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Montabaur , den 31. Marz 1 9 5 4 . Bericht über die Stadtratsaitzung vom 3o. März 1954.

Anwesnnd mären unter dem Vorsitz von Bürgermeister Kraulich die Beigeordneten: Feh 1 , Frank und Hannappel,

die Stadträte : Morschheuser, Hartert, Michel, Frl. Seepe, Weimer ,

Eberz, Mahn, Rothbrüst, Burg, Jntra, Germanni Scheidt, Altenhofen, Kuntermann, Schmidt u.Oth.

Entschuldigt fehlte: Stadtrat Decker.

Unentschuldigt fehlte: Stadtrat R ä t z.

Um 17 Io Uhr eröffnet Herr Bürgermeister die Sitzung mit einer kurzen Begrüßung. Wenn zur heutigen Sitzung nicht fristgerecht geladen, so darum,weil es sich um eine Bringlichkeitssitzung handelt. ' Der Stadtrat, der beschlussfähig ist, erkennt die Dringlichkeit an.

Wie Herr Bürgermeister weiter mitteilt, haben der Finanzausschuss und der Bauausschuss in einer gemeinsamen Sitzung am Samstag, den 27.3.

1954 den Punkt 1 der heutigen Tagesordnung " Besprechung und Vergebung des Bohrauftrags für die Anlage eines Tiefbrunnens" bereits eingehend beraten. Ber Stadtrat muss nun heute beschließen, welcher Firma der ,

Bohrauftrag erteilt werden soll.

Bern im Sitzungssaal anwesenden Herrn Bipl.Jngenieur §aul,üb= rigens ein alter Montabäurer, der heute erschienen ist um dem Stadtrat fachliche Aufklärungen zu geben, begrüsst Herr Bürgermeister recht herzlich. Herr Gaul der eigentlich heute in Porz einen Termin wahr = nehmen musste, hat es vor ge zogen, Montabaur den Vorrang zu geben.

Herr Bürgermeister bringt weiter zum Ausdruck, dass er in Herrn j Biplom Jngenieur Gaul, desssen Vater viele Jahre im Rat der Stadt Mon= tabaur zum Wohle der Stadt gewirkt hat, sein volles Vertrauen setzt.

Es folgt:

A.öffentliche Sitzung ^

Punkt 1

Besprechung und Vergebung des Bohrauftrage für die :!

Anlage eines Tiefenbrunnens.

Herr Bürgermeister erteilt Herrn Gaul das Wort. Herr ^

Gaul dankt zuerst für das ihg entgegengebrachte Vertrauen und versichert, dass er alles tun werde, um das Vertrauen auch zu rechtfertigen. Als alter Montabäurer werde er alles versuchen, um die Stadt von der Wassernot zu befreien, Herr Gaul gibt nun bekannt, was in technischer Hinsicht bereits geschafft wurde und was die Verwaltung unternommen hat. Wie dem Stadtrat bekannt, ist das gelänge im dem gebohrt werden soll, von Geologen, Geophysikern usw. sorgfältig überprüft <

worden. Selbstverständlich konnte von keiner Stelle die Garan= tie gegeben werden, dass in diesem Gelände auch das gewünsch= te Wasser gefunden wird. Die Stadt hat nun ein Grundstück j

käuflich erworben. Auf diesem Grundstück kann die Bohrung ;

durchgeführt werden. Zu begrüßen wäre es jedoch, wenn die !

Stadt einen Tausch mit einem Grundstück, das näher am Wald liegt vornehmen könnte.

* Zur Abgabe von Angeboten für die Vornahme der !

Bohrungsarbeiten wurden nach Besprechung mit der Stadtver = waltang 7 Firmen angeschrieben. Hiervon haben 6 Firmen Ange= bote abgegeben. ;

Höchster Preis $3 516- B,M.

Niedrigster Preis 3& 972- D.M.

Sämtliche Angebote durch Herrn Gaul in Zusammenarbeit mit Herrn Bürgermeister Kraulich und den Herren Stadtrentmeister Gilles und Stadtbaumeister Massfeller sorgfältig überprüft.

Das billigste Angebot wurde abgegeben von der Firma Kuhn in

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