Akte 
Sitzung 04. November 1955
Entstehung
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Beigeordneter Fehl führt aus, daß es ihm unverständlich sei, wie die einzelnen Positionen so in die Höhe schnellen konnten. Trotz­dem muß die ^'asserletiung weitergebaut werden und seine Fraktion ist damit einverstanden.

Stadtrat Germann ist dafür, daß man dem Baubüro Gaul aufgibt, genau zu begründen vjie es zu dieser Fehlkalkulation kommen konnte. Immer­hin beträgt die Verteuerung 28 % des Kostenanschlags.

Stadtrat Ratz fragt weiter an, wie sich die Stadt gegenüber Gaul schadlos halten könne für den Fall, daß er mit einer nochmaligen Erhöhung käme.

Herr Bürgermeister will versuchen zu erfahren, was ein Gegenent­wurf kostet und diesen evtl, entv^erfen lassen.

Der gesamte Stadtrat ist der Meinung, daß an die endgültigen Ausbau der Wasserleitung nichts geändert werden kann und darf.

Herr Weimer bittet darum, daß man doch den Wasserausschuß einberufen solle, wenn irgendwelche Änderungen eintreten würden. Herr Bürger­meister führt aus, daß dieses selbstverständlich geschieht. Wenn der Wasserausschuß vor der heutigen Stadtratssitzung nicht einbe­rufen wurde, so war einzig und. allein Schuld daran, daß di& neuen Berechnungsunterlagen erst kurz vor der Stadtratssitzung eintrafen.

Mit diesen Ausführungen war dieser Punkt der Tagesordnung erledigt.

Punkt 11

Geldmittelbewiliigung für Straßenbeleuchtung.

Herr Bürgermeister erteilt Herrn Oberrentmeister Gilles das Wort.

Die Kevag in Koblenz hatte an die Stadt eine Nachzahlung an Konzes­sionsabgabe in Höhe von 11.815,22 DM zu leisten. Sie sagte zu, den Betrag bis 30.6.1955 zu zahlen, wenn mit dem Geld die Straßenbeleuch­tung der Stadt noch im Ej. 1955 entsprechend eingebaut würde. Der Stadtrat hat diesem Vorschlag in seiner Sitzung vom 6.6.55 zuge­stimmt. Der Betrag wurde daraufhin überwiesen.

Die Verwaltung hat einen Ausbauplan ausgearbeitet, der eine neuzeit­liche Beleuchtung vom Sauertal (Mühlenhöfer) durch die Alleestraße, Bahnhofstraße, Kirchstraße, Koblenzerstraße bis ungefähr in Höhe des Sportplatzes und Gelbachstraße vorsieht.

Gesamtkosten sind veranschlagt mit 26.614, DM

Es stehen zur Verfügung 19.645, DM

sind also ungedeckt = 6.969, DM

Beigeordneter Pehl stimmt namens seiner Fraktion zu, bittet aber darum, daß das Sa,uertal vordringlich bei der Beleuchtung berück­sichtigt wird.

Stadtrat Germann fragt an, ob es nicht möglich sei, in der Herder­straße eine Beleuchtung anzubringen, da diese sehr dunkel sei.

An der Aussprache beteiligen sich alle Fraktionen. Es wird schließ­lich aus den Reihen des Stadtrates vorgeschlagen, daß die zu be­willigende Summe um 1.000, DM erhöht wird.

Hiermit ist Oberrentmeister Gilles nicht einverstanden, denn es hängt ja nicht nur vom Bewilligen ab. Letzten Endes müssen die bewilligten Gelder ja auch zur Verfügung stehen.

Bürgermeister Kraulich führt aus, daß voraussichtlich im nächsten Jahr ein größeres Augenmerk auf die Beleuchtung in den Seitenstra­ßen gelegt werden könne.

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