Akte 
Sitzung 28. April 1955
Entstehung
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Zunächst werden die Anlagen zum Haushaltsplan der Stadt Montabaur erläutert.

Der Stellenplan wird, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, ein­stimmig genehmigt. Der Lehrling Helmut Piwowarsky ist nach Been­digung seiner Lehre in das Angestelltenverhältnis zu übernehmen. Für ihn wurde unter Finanzverwaltung eine neue Stelle geschaffen. Rohrmeister König wird aus der Vergütungsgruppe TOA VIII in die Vergütungsgruppe VII umgruppiert.

An der Josef-Kehrein-Schule Montabaur ist ab 1.4.1955 ein Haus­meisterehepaar tätig. Entlohnung nach Arbeitertarif.

In der Anlage "Schuldendienst" ist noch besonders hervorzuheben, der innere Schuldendienst des Wasserwerkes. Nach eingehender De­batte war man sich darüber einig, das Wasserwerk im Rechnungsjahr 1955 von dem inneren Schuldendienst frei zu lassen.

Nach Erläuterung der Anlagen werden die Einzelpläne 0-9 des Haushaltsplanes vorgetragen.

Bei Einzelplan 2 -Schulen- macht Beigeordneter Fehl auf die Wiederingangbringung der Badeanlage aufmerksam. Ein neuer Beuler müßte beschafft werden. Herr Bürgermeister macht darauf aufmerk­sam, daß die ganze Badeanlage überholt werden muß, was mit hohen Kosten verbunden ist. Oberrentmeister Gilles macht darauf auf­merksam, daß im Rahmen des Etats Mittel nicht zur Verfügung ste­hen und auch unmöglich, um den Etat nicht zu gefährden, zur Ver­fügung gestellt werden können. -bj.e Angelegenheit wird daher zu- rück^estellt.

Eihe Anfrage wegen Anbringung weiterer Garderobehaken wird durch Herrn Bürgermeister beantwortet.

Im Einzelplan 3 -Kultur- ist das Geldgeschenk an den Männerge­sangverein Mendelsohn in Höhe von 1.000, DM besonders zu er­wähnen. Der Verein feiert in 1955 sein loo jähriges Bestehen.

Herr Bürgermeister würdigt die Verdienste des Vereins und hält es schon für angebracht, dem Verein zu seinem Jubiläum als Ehren­gabe 1.000, DM zu überreichen.

Stadtrat Michel als Vorsitzender des Männergesangvereins Mendel- sohn-dankt für die anerkennenden Worte und versichert, daß das 100-jährige Jubiläum des Vereins für die Bewohner der Stadt und darüber hinaus ein Erlebnis werden wird.

Anschließend an den ordentlichen Haushaltsplan erläutert Ober­rentmeister Gilles den außerordentlichen Haushaltsplan.

Beigeordneter Fehl macht sich zum Sprecher des Stadtrates und dankt der Verwaltung für den nach ausgiebiger Durcharbeitung aufgestellten Haushaltsplan und die klaren und ausführlichen Darlegungen des Oberrentmeisters.

Bürgermeister Kraulich dankt für die anerkennenden Worte des Herrn Fehl und macht darauf-^aufmerksam, daß die ^tadt viel­leicht in diesem Jahre noch vor andere Aufgaben gestellt werde, deren Ausmaße ihr jetzt noch nicht bekannt sind. Zur Regelung des Verkehrs im Stadtgebiet habe bei dem Herrn Landrat eine Be­sprechung stattgefunden, die auch wieder neue Probleme aufge­rollt habe.

Oberrentmeister Gilles verließt sodann die Haushaltssatzung für das Rechnungsjahr 1955 der Stadt Montabaur

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