Akte 
Sitzung 18. Februar 1954
Entstehung
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#as den Wildbestand anbetrifft, so ergaben die verschiedentlich vorgenommenen Wildzählungen kein genaues Bild. Der Grund war darin zu suchen, daß das Wild von einem Bezirk in den anderen Bezirk wechselt.

Was die Schälschäden^angeht, so ist die Verwaltung durch. Verhandlun­gen mit dem Jagdpächter Mast laufend bemüht, die Schäden zu mildern und zwa.r durch Anlegung von Wildfütterungswiesen und Wildfütterungs­stellen.

Weiter ist angeordnet, daß besonders wertvolle junge Bestände ab- gegattert werden.

Stadtrat Weimer hält es für richtig auf alle Fälle darauf zu be­stehen, daß in der Zukunft die festgesetzte Abschußzahl erfüllt wird. Bürgermeister Kraulich erklärt, daß wenn die Franzosen am 1.4.1954 die von ihnen noch beschlagnahmt gewesene und genutzte Waldjagd freigegeben haben, eine genauere Zählung des Rotwildes und Kontrolle des Abschusses möglich sein wird.

Die untere Verwaltungsbehörde wird die Angaben über das Abschuß­soll in 1954 der Stadtverwaltung Montabaur rechtzeitig bekannt- geben.

Was die derzeitigen Schälschäden anbetrifft, hält es Stadtrat Wei­mer für nichtig mit dem gesamten Stadtrat in den Wald zu fahren, um sich an Ort und Stelle von den Schäden selbst ein Bild zu ma­chen, nur dann kann ein richtiges Urteil erfolgen.

Bürgermeister Kraalich will dafür sorgen, daß die Besichtigungs­fahrt durchgeführt wird.

Im übrigen nimmt der Stadtrat von den Ausführungen des Herrn Bür­germeisters Kenntnis.

Punkt 42

Bericht über den

Stand der vorbereitenden Arbeiten für die Wasser­

versorgung.

Bürgermeister Kraulich gibt einen sehr ausführlichen Bericht über den Stand der Arbeiten.

Die vergangene Woche war angefüllt von Besprechungen und Besichti­gungen. Es.nahmen daran teil:

Bürgermeister Kraulich, Stadtbaumeister Maßfeiler,

Dipl.Ingenieur Gaul,

Reg.- u. 'Baurät Hochegger, Kreiskulturbaumeister Lohsen, Geologe Dr. Pickel,

Geologe vom Landesamt Dr. Schwüle.

Man war sich darüber einig, daß die der Stadt fehlenden Wasser­mengen nur durch Tiefbohrungen beschafft werden können. In Sitzungen und Besichtigungen wurde eingehend geprüft, wo die Bohrungen vorzu­nehmen sind. Nicht immer waren die Geologen der gleichen Meinung. Schließlich war man sich darüber einig, daß eine Bohrung in der Gemarkung Horressen und zwar westlich der Linie Horressen - Eigen­dorf am Fuße des Osthanges der Montabaurer Höhe vorzunehmen sei.

Den inzwischen eingegangenen Bericht des Geologischen Landesamtes Rheinland-Pfalz in Mainz vom 15. Februar 1954, der als Gutachten zu betrachten ist, gibt Herr Bürgermeister dem Stadtrat zur Kenntnis.

Inzwischen wurde mit dem Bürgermeister in Horressen verhandelt zwecks Genehmigung der Bohrung und Hergabe des Geländes. Der Bür­germeister, der auch den Nutzen sieht, der der Gemeinde Horressen

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