dieser Schuld entledigt hat. Wasser ist lebensnotwendig, daher ist die Stadt gezwungen, die Darlehen ^fu gewähren.
Einstimmig beschließt der Stadtrat wie folgt:
Die Stadt Montabaur gewährt dem Wasserwerk Montabaur ein Darlehen in Höhe von 36.000,— DM zu folgenden Bedingungen.
Auszahlung 100 %
Zinsen: 6(^2 % ab 1.4.1954? bis dahin zinslos,
Tilgung: 1 % zuzüglich ersparter Zinsen.
Zinsen und Tilgung sind fällig am 30.9. und 31.3. jeden Jahres. Höhere Tilgung ist jederzeit gestattet.
Punkt 8
Erwerb der Kiesgrube an der Limburgerstraße.
Bürgermeister Kraulich berichtet, daß die Vermessungen ergeben haben, daß die Kiesgrube des Jakob Born zum Teil in das Nachbargrundstück des Josef Böckling hineinfällt. Prau Josef Böckling, mit der verhandelt wurde, erklärt, daß sie sofort nachdem die Stadt die Kiesgrube erworben hat, an die Stadt herantritt zwecks Sicherung ihres Grundstückes. Um den hierdurch entstehenden Kosten aus dem Wege zu gehen, schlägt Herr Bürgermeister vor, von Born nur die Parzellen Nr. 5630 - 5635 zu erwerben. Die an das Grundstück Böckling angrenzende Parzelle Nr. 5636 soll dem Born verbleiben. Mit Born sind daher entsprechende Verhandlungen aufzunehmen.
Einstimmig ist der Stadtrat damit einverstanden, daß mit Born erneut verhandelt wird. Die Beschlußfassung wird daher bis zur Klärung der Angelegenheit zurückgestelit.
Punkt 10
Richtigstellung der Mitteilung in der allgemeinen Wochenzeitung der Juden betr. Schändung des Judenfriedhofes.
Herr Bürgermeister'gibt davon Kenntnis, daß die in der Stadtratssitzung vom 4. Dezember 1953 geforderte Richtigstellung des in der allgemeinen Wochenzeitung der Juden unterm 16.10.1953 erschienenen Berichtes, betr. Schändung des Judenfriedhofes in Montabaur in der Kusgabe der allgemeinen Wochenzeitung der Juden vom 22.1.1954 erfolg' ist. Der Regierung wurde von der Richtigstellung Kenntnis gegeben.
Der Stadtrat nimmt hiervon Kenntnis.
Punkt 11
Bericht über den Stand der Wildschäden im Stadtwald.
Bürgermeister Kraulich gibt einen ausführlichen Bericht der Verwaltung bekannt. Es ergibt sich unter anderem hieraus, daß der Jagdpächter Mast die von d:er Stadt Montabaur gestellten Bedingungen restlos erfüllen will.
Es ist bekannt, daß in jüngster Zeit mehrere Jagden stattgefunden haben zwecks Minderung des Wildbestandes. Leider war der Erfolg und zwar zurückzuführen auf die vorgeschrittene Jahreszeit nicht besonders groß.
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