Nach einer kurzen Debatte, bei der auch die Frage Verwendung des Geländes als Baugelände zur Sprache kommt - letzteres wird verneint, faßt der Stadtrat einstimmig folgenden Beschluß:
Die Stadt Montabaur überträgt der Fa. Quirmbach die in Flur 36 gelegenen
Parzelle 4405 = 29,13 ar groß, Parzelle 4406 = 7,55 ar groß, Parzelle 4407 = 15,26 ar groß
207,76 Ruten
51,94 ar
zusammen
zu Eigentum und erhält dafür von der Fa. Quirmbach den Acker "Auf dem Mühlenteich" Flur 22, Parzelle 3906 = 14,50 ar und eine Waldparzelle "Unterm Dommertal" Flur 3 Parzelle 478 = 13,47 ar groß
Parzelle 479 = 13,80 ar groß
und
Zusammen
= 41,77 ar = 167,08 Ruten.
Der Wert der Tauschgrundstücke wird bds. auf 1.663,— DM festgesetz Die Kosten des Vertrages hat die.Fa.Quirmbach zu tragen.
Punkt 2
Änderung des Stellenplanes der Polizeibeamten.
Nach der Landesverordhung der Landesregierung Rheinland-Pfalz vom 10. März 1947 über die Verstaatlichung und den Ausbau der Polizei soll in den Gemeinden von 5 000 bis.10 000 Einwohner auf je 1 000 Einwohner ein Polizeibeamter aufgestellt werden.
Die Einwohnerzahl der Stadt Montabaur, Stand 14. 9. 1953, zählt zur Zeit im ersten Wohnsitz 5 482 Personen.
Bestimmungsgemäß müßte der 6. Polizeibeamte erst dann eingestellt werden, wenn die Einwohnerzahl von 6 000 erreicht ist.
Durch die Bezirksregierung wurde angeregt, in Montabaur die 6. Polizeibeamtenstelle zu schaffen. Hierbei wurde auf den besonders starken Verkehr, der auch in Montabaur festzustellen ist, auch auf die vermehrte Inanspruchnahme der Polizei, besonders hingewiesen.
Der Stadtrat erkennt die Gründe an, bringt jedoch einmütig zum Ausdruck, vorerst noch keine neue Stelle zu schaffen. Dringendere Sachen sind noch zu finanzieren, wie Wasserbeschaffung usw.
Einstimmig beschließt der Stadtrat, die Angelegenheit bis zum nächsten Jahre zurückzustellen.
Punkt 3
Aufwandsentschädigung für ehrenamtliche Beaufsichtigung der städt. Bücherei und Lesehalle.
Bürgermeister Kraulich gibt bekannt, daß die städt. Lesehalle mit Bücherei soweit fertiggestellt und eingerichtet ist. Es haben sich bereits mehrere Personen um den Posten der Betreuung der Stadtbibliothek und des Leseraumes bemüht. Die Ausgabe der Bücher, die ordnungsmäßige Behandlung, die Kontrolle so wie die Beaufsichtigung des Leseraumes erfordert eine Kraft, die diesen Arbeiten auch voll und ganz gewachsen ist.
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