Akte 
Sitzung 24. September 1953
Entstehung
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gen der CDU Fraktion herangezogen wird, wie Handhabe in anderen Gemeinden, Heranziehung der Mieter zu den Kosten, Errichtung von neuen Gaskaminen usw. beantragt Herr Beigeordneter Fehl als Fraktionsvorsitzender der CDU Unterbrechung der Sitzung um 5 Mi­nuten und zieht sich die CDU Fraktion zwecks Beratung zurück. Nachdem die CDU Fraktion in den Sitzungssaal zurückgekehrt, er­klärt sich die Fraktion mit den Anschlüssen der Gasleitung in den von Herrn Bürgermeister genannten Häusern einverstanden, je­doch unter der Voraussetzung, daß der veranschlagte Betrag von 3.900, DM nicht überschritten wird. Voraussetzung ist jedoch auch, daß die Mieter der einzelnen Häuser auch Gas in Anspruch nehmen.

Herr Bürgermeister schlägt vor, auf alle Fälle die Leitung in die Keller legen zu lassen, ob die Mieter Gasanschluß haben wollen oder nicht. Die Leitung müßte bei Nichtgebrauch dann später be­zahlt werden. Bei einem späteren Anschluß wird hierdurch vermieden, daß die Straßendecke erneut aufgebrochen wird und auch erhöhte Kosten eintreten.

Einstimmig genehmigt der Stadtrat die Verlegung der Gasleitung in die städt. Häuser und zwar nach der festgesetzten Kostensumme von 3.900, DM.

Punkt 4

Wasserversorgung der Städt Montabaur.

Bürgermeister Kraulich verliest einen ausführlichen Bericht des Stadtbauamtes mit einer Statistik über den Wasseranfall in den Jahren 1928 bis heute. Aus dem Bericht ergibt sich, daß die Quel­len unserer ^Wasserleitung zum allergrößten Teil von der Witterung abhängig sind, also bei großer Trockenheit ziemlich versagen und bei starkem Regenwetter übermäßig viel Wasser bringen. Während die Stadt im Jahre 1894 bei Übernahme der Wasserleitung nur etwa 3.400 Einwohner zählte, sind heute über 5.500 Einwohner -in der Stadt Montabaur mit Wasser zu versorgen. Außerdem hat sich das Gewerbe in den letzten Jahren sehr stark vergrößert.

Der 'Wasserverbrauch steigert sich von Jahr zu Jahr. Die in den letzten Jahren an den Sickerungsanlagen vorgenommenen Arbeiten haben sich zum Nutzen der Stadt in diesem Jahre außerordentlich bemerkbar gemacht. Das Geld wurde nicht umsonst ausgegeben. Wä­ren die Arbeiten nicht ausgeführt worden, stände die Stadt vor einer Katastrophe. Die Stadt ist bisher immer noch mit Wasser versorgt, wenn auch Sparmaßnahmen einsetzen mußten.

Auf die Dauer gesehen kann ein solcher Zustand nicht belassen wer­den. Das Wasserproblem muß neu aufgerollt werden und so gelöst werden, daß es in absehbarer Zeit nicht mehr akut wird.

Der Geophysiker Dr. Ambronn aus Göttingen ist bereits durch den Bürgermeister gebeten worden, noch einmal nach Montabaur zu kom­men. Weiter dürfte der Wasserplaner, Diplom-Ingenieur Gaul, spä­ter zu beauftragen sein, die Pläne für die Zuführung der neuen^Was­sermengen zu schaffen..

Yfasservorkommen wurde am Himmelfeld und im Kiesgrubengelande an der Limburgerstraße festgestellt. Diese Stellen und noch weitere Stellen müssen vorerst durch den Geophysiker Dr. Ambronn unter­sucht werden.

Alle Fraktionen erkennen an, daß bisher alles getan wurde, um die Versorgung der Stadt Montabaur mit Wasser sicher zu stellen.

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