Akte 
Sitzung 24. September 1953
Entstehung
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Einstimmig gibt der Stadtrat seine Zustimmung %ur Durchführung der Maßnahmen, die der Bürgermeister vorgeschlagen oder bereits angeordnet hat.

Auf Vorschlag des Bürgermeisters wird ein Ausschuß bestellt, der beratend mitwirkt. Der Ausschuß soll sich wie folgt zusammensetzen:

CDU 2 Mitglieder FDP 1 Mitglied SPD 1 Mitglied.

Weiter macht Herr Bürgermeister den Vorschlag, der Stadtrat mö­ge im Laufe des Monats Oktober in den Stadtwald fahren, um sich an Ort und Stelle die Wasseranlagen anzusehen. Dieser Vorschlag findet einmütige Zustimmung.

Punkt 5

Eingabe der Einwohner der Kirchstraße wegen des schlechten Zu­standes der Straßendecke und der damit für die Anwohner verbun­denen Schädigung.

Außer den Anwohnern der Kirchstraße hat auch der Bezirksverband des Hotel- und Gaststätuengewerbes, Kreisstelle Unterwesterwald ein Beschwerdeschreiben eingereicht. Es ist richtig, daß die Kirchstraße und anschließend der Große und der Kleine Markt sich in einem sehr schlechten Zustand befinden. Verursacht durch den schlechten Zustand.der Straßen entstehen durch die laufend ver­kehrenden schweren Kraftfahrzeuge Schäden an den Häusern. Hinzu kommt der starke Lärm, der auch nachts nicht abreißt und die Über­nachtungsgäste vertreibt.

Die Anlieger haben ein Recht darauf, daß der für die Straße Unter­haltspflichtige die Straße in einem guten Zustand erhält..

Die Stadtverwaltung wird daher bei der Landesstraßenbauverwaltung vorstellig werden, daß Mittel für die Straßeninstandsetzung be­reitgestellt werden.

Der Stadtrat ist einstimmig mit dieser Regelung einverstanden.

Punkt 6

Hauungs- und Kulturplan 1954

Der Hauungsplan 1954 sieht vor ein Einschlagsoll von 2 885 fm Derbholz.

Der Kulturplan fordert im FWJ 1954 18 750, DM einschl. Sozial- lasten. Nach Abzug der Werbungs- und Kulturkosten bringt der Wald in 1954 noch eine Reineinnahme von ca. 65.000, DM.

Herr Bürgermeister Kraulich gibt die Gründe bekannt, auf die der Rückgang in den Einnahmen zurückzuführen ist. Wenig Nachfrage nach' Papierholz, Grubenholz usw. Bei dieser Gelegenheit muß jedoch da­rauf hingewiesen werden, daß der Wald während der Anlaufzeit nach der Währungsreform und auch in den Jahren nach 1945 ein gro­ßer Wert' war, den wir auch heute noch zu schätzen wissen. Wenn heute für die Wiederaufforstung und auch für die Instandhaltung der Wege vieles getan wird, so ist dieses eine Selbstverständlich­keit*. -^uch unseren Nachkommen muß der Wald erhalten bleiben.

Einstimmig genehmigt der Stadtrat den Hauungs- und Kulturplan 1954.

Einschlagsoll 2 885 fm,

Kulturkosten 18 750. DM