16.12
1955
17. 2 1956
9.
1956 -
timmig wird diese Ausgabe durch den Stadtrat genehmigt. Der Stadtrat ist jedoch einstimmig der Ansicht, daß die Angehörigen der auf dem Friedhof beerdigten Juden fortan selbst für die Instand- des Friedhofes zu sorgen haben.
haltung
Punkt 6
:chluß einer Vermögensschadensversicherung
Der Versicherungsverband
für
Gemeinden und Gemeindeverbände bietet
der Stadt den Abschluß einer Vermögensschadensversicherung an. Diese Versicherung gewährt Schutz gegen Vermögensschäden, die der Versicherungsnehmer selbst und unmittelbar durch fahrlässige oder vorsätzliche Dienstpflichtverletsung seiner Beamten, Bhrenbeamten, Angestellten, Arbeiter und die Mitglieder der Vertreterkörperschaft, also des Stadtrates erleidet. Außerdem sind Einbruchsdiebstähle mitversichert.
Der Versicherungsbeitrag für eine Versicherungssumme von 10i000,— DM beträgt jährlich 461,90 DM. einschl. des Beitrages für eine Anschlußversicherung. Durch die vorerwähnte Anschlußversicherung wird die Regreßpflicht der verantwortlichen Personen abgelöst.
Herr Bürgermeister, der in der Angelegenheit berichtet, teilt mit, daß betreffs des Abschlusses dieser Versicherung noch Unklarheiten bestehen. Gelegentlich einer Bürgermeisterbesprechung der Bürgermeister der umliegenden Städte sollen grundlegende Fragen noch geklärt werden. Er beantragt daher, den Punkt von der Tagesordnung auszusetzen und in einer Sitzung im Januar oder Februar 1954 erneut in der Angelegenheit zu beraten.
Einstimmig ist der Stadtrat hiermit einverstanden.
Punkt 7
Bericht über die Wasserversorgung
Zu diesem Punkt erteilt Maßfeiler das Wort.
Herr Bürgermeister Herrn Stadtbaumeister
In einem klaren Bericht gibt Herr Haßfeller Mitteilung über die städt. Wasserleitung, die Ergiebigkeit der Wasserquellen und die
Ursachen der Wasserknappheit. Es ergibt aus dem Bericht, daß die Stadt bisher alles menschenmögliche getan^um in der Wasserbeschaffung eine Besserung herbeizuiühren.
Unsere Quellen sind auf die Witterung angewiesen. Seit August 1953 hat es nicht mehr geregnet. Daher die Wassernot. Die Stadt benötigt pro Tag mindestens 800 cbm Wasser. Es fallen jedoch nur 550 cbm bis ^00 cbm an. Wenn Sparmaßnahmen ergriffen wurden, so war dieses eine dringende Notwer
^digkeit.
Um die Wassernot zu beseitigen. Tiefbrunnens oberhalb des
hat die Verwaltung die Anlage eines
Von einem Geo-
Judenfriedhofes vorgesehen.
logen und Geophysiker sind durch Messungen an dieser Stelle hohe Was sermengen festgestellt worden. Der Mindestertrag soll je 24 Stunden 700 cbm betragen.
Herr Bürgermeister dankt Herrn Maßfeller für seine Ausführungen und führt ergänzend aus, daß zur Zeit noch weitere Messungen im Gange sind. Es ist jedoch damit zu rechnen, daß das Projekt Tiefbrunnen oberhalb des Judenfriedhofes die sicherste Aussicht hat, die Wasserknappheit zu beseitige!
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