Akte 
Sitzung 04. Dezember 1953
Entstehung
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Montabaur, den 5. Dezember 1953

Bericht über die Stadtratsitzung vom 4. Dezember 1953.

Anwesend waren unter dem Vorsitz von Bürgermeister Kraulich.

die Beigeordneten: Fehl, Frank und Hannappel,

die Stadträte: Horschheuser, Hartert, Michel, Frl. Seepe,

Weimer, Eberz, Rothbrust, Burg, Intra, Germann, Scheidt, Altenhofen, Kuntermann, Schmidt u.Rätz.

Entschuldigt fehlten die Stadträte: Mahn, Decker und Orth.

Herr Bürgermeister eröffnet um 17,15 Uhr die Sitzung mit einer kurzen Begrüßung. Anschließend stellt er fest, daß zur heutigen Sitzung form- und fristgerecht geladen und der Stadtrat beschluß­fähig ist.

Die für heute angesetzte Tagesordnung ist sehr umfangreich. Wegen anderweitiger Besetzung des Saales und auch aus verwaltungsrechni- s.chen Gründen war es nicht möglich, in den Monaten Oktober und No­vember 1953 zu einer Stadtratssitzung zu laden.

Im Zuhörerraum befinden sich heute die Schülerinnen und- Schüler der Klasse Sekunda B des Gymnasiums. Herr Bürgermeister begrüßt alle, so auch die Herren der Presse, die vollzählig erschienen sind. Sicherlich,so betont Herr Bürgermeister anschließend, werden die jungen Zuhörerinnen und Zuhörer aus der heutigen Sitzung etwas mitnehmen, bekommen sie doch hier, wenn auch in-einem kleinen Rah­men, einen Einblick wie es in einem großen Parlament zugeht.

Bevor in die Tagesordnung eingetreten wird, verliest Herr Bürger­meister einen Antrag der SBD-Fraktion betr. Weihnachtsbeihilfen für die Angestellten und Arbeiter der Stadtverwaltung Montabaur, der als Dringlichkeitsantrag erst heute eingegangen ist. Er bit­tet den Stadtrat zu genehmigen, daß dieser Punkt noch auf die Ta­gesordnung gesetzt und unter Punkt Verschiedenes behandelt wird.

Einstimmig ist der Stad^rat mit der Hinzusetzung dieses Punktes einverstanden. Daß über den Antrag vor Erledigung des Punktes 1 "Einfünrung und Verpflichtung eines Mitgliedes des Stadtrates" bereits verhandelt wurde, hat der Stadtrat nichts einzuwenden.

A. Öffentliche Sitzung.

Punkt 1

Einführung und Verpflichtung eines Mitgliedes des Stadtrates.

Kulturarbeiter Emil Altenhofen sen. ist gemäß § 39 Ziffer 2 des Gemeindewahlgesetzes als nächster Bewerber auf der Liste der SPD als Ersatzmann für den ausgeschiedenen Behörden-Angestellten Emil Görg am 1.10.1953 in den Stadtrat berufen worden.

Einführung und Verpflichtung des Herrn Altenhofen, der bereits dem früheren Stadtrat angehörte, erfolgt nach kurzen Begrüßungsworten durch den Bürgermeister.

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