Akte 
Sitzung 11. Juni 1953
Entstehung
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will die Verwaltung fortan die Verwaltungsarbeit kostenlos machen. Der Verwaltungsausschuß des Hospitalfonds stellte in seiner Sitzung am 2. 6. d. J. ebenfalls Antrag auf Freistellung von der Zahlung des Verwaltungskostenbeitrages.

Einstimmig faßt der Stadtrat folgenden Beschluß:

Die Zahlung der Verwaltungskostenbeiträge des Hospitalfonds und des Almosenfonds an die Stadt Montabaur entfällt ab 1. April 1953

Punkt 7

Wahl eines Mitgliedes in den Bauausschuß.

Der in der Stadtratss^tzung vom 9. April 1953 gewählte Straßenbau­inspektor Jertz hat laut Schreiben vom 20. April d.J. die Wahl nicht angenommen.

Beigeordneter Fehl schlägt Herrn Ing. Christian Berg vor.

Einstimmig stimmt der Stadtrat diesem Vorschlag zu. '

Punkt 8 Verschiedenes.

Quelle des Sauerborns an der Wirzenbornerstrasse.

Die Presse hat in der letzten Zeit größere Ausführungen über den wie­der entdeckten Sauerborn in dem Bach an der Wirzenbornerstraße gebrach! Dieses Zutagetreten des Sauerborns ist der Verwaltung schon seit län­gerer Zeit bekannt. Es ist wohl darauf zurückzuführen, daß bei der let; ten Fassung die Quelle nicht restlos gefaßt werden konnte und sie sich nunmehr einen neuen Ausweg unterhalb der Straße in dem Babhbett gesuch hat. Die Kosten für die evtl. Fassung und Neuanlage des Sauerborns schätzt Herr Bürgermeister auf 15.000, bis 20.000, DM. Die frühere Brunnenhalle wieder herzurichten ist nicht mehr möglich. Die staatli­che Verwaltung, die den Raum für eigene Zwecke benötigt, ist kaum mehr bereit, die Halle wieder an die Stadt zu vermieten. Auf der anderen Seite hatte das Wasser durch das Hochziehen ins G-ebück zur Brunnenhall! viel an seiner Güte verloren.

Die Verwaltung ist der Ansicht, daß die Stadt vorerst dringendere Prob­leme, wie Beschaffung von Wohnungen usw., zu erledigen hat. Herr Bür­germeister schlägt daher vor, die Angelegenheit zurückzustellen.

Einstimmig schließt sich der Stadtrat diesem Vorschlag an.

Punkt 8 Verschiedenes.

Errichtung eines Kreuzes auf der Höhe des Roßberger Wäldchens zum Gedächtnis der Toten der Heimatvertriebenen.

Herr Bürgermeister führt aus, daß das Kreuz aus der alten Friedhofs­kapelle auf dem Plateau des Roßberger Wäldchens aufgestellt worden ist Dankenswerter Weise muß hierzu bemerkt werden, daß mit der Errichtung des Kreuzes keine Kosten entstanden sind, bzw. noch entstehen.-Hiesige Unternehmer und Handwerker machen die Arbeiten kostenlos. Oberförster Reifenberger wird durch die städt. Kulturarbeiter die Anlagen um das Kreuz herum anlegen lassen, Ruhebänke usw.

Die Anlage mit dem Kreuz ist als Gedächtnisstätte der Toten der Heimat­vertriebenen gedacht. Es soll uns aber ein Mahnmal sein und uns immer an die Gebiete erinnern, die noch von uns getrennt sind. Uns soll es eine Verpflichtung sein und den kommenden Geschlechtern ein Gedenken an diese Zeit.

Sobald die Arbeiten fertiggestellt sind, wird die Einweihung der

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