Akte 
Sitzung 11. Juni 1953
Entstehung
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Die Kamax-Werke selbst sind hierzu, nicht abgeneigt. Für die Stadt würde die Ansiedlung in diesem Distrikt insoweit einen Vorteil be­deuten, daß der Bau einer Wasserleitung sich erübrigen würde. Die dort neu gepflanzten Fichten und Lärchen könnten evtl, nach dem Auf­forstungsteil des Körlen umgepflanzt werden.

Der Stadtrat, der einstimmig die Ansiedlung der Kamax-Werke begrüßt, hat nun zu beschließen, zu welchem Preis das Gelände an die Kamax-Wer­ke abgegeben werden soll. An dieser Frage darf die Ansiedlung keines­wegs scheitern.

Nach kurzer Debatte erklärt Herr Beigeordneter Pehl, er schlage vor, Herrn Bürgermeister Kraulich dahingehend zu bevollmächtigen, daß er über die Bereitstellung des Landes freie Handhabe habe.

Einstimmig ermächtigt der Stadtrat den Bürgermeister die Verhandlungen weiterzuführen in dem Sinne, daß für die Stadt der günstigste und vor­teilhafteste Abschluß erzielt wird. An einer evtl, kostenlosen Abgabe des Landes soll die Angelegenheit nicht scheitern.

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Punkt 7

Vergebung verschiedener Straßenneubauten.

Durch den Ausbau der Gasleitung ist auch in den Kanalisations- und Staßenbauarbeiten in der Jahnstraße, Straße B Sommerwiese, Fritz Blumstraße, Friedensstraße und Roßbergstraße ein ganz anderes Bild eingetreten. Die Wasserleitung wird mit der Gasleitung in einen Gra­ben verlegt. An den Grabenaushubkosten beteiligt sich die Mittelrheini­sche Energieversorgung mit 2/5. Auf Grund dieser neuen Sachlage dürf­te die Ausschreibung der Arbeiten vom 18. 5. 1953 aufzuheben und nun­mehr neu zu erfolgen haben. Nachdem Herr Bürgermeister auf die gesetz­lichen Bestimmungen betr.. Anwendung der VOB hingewiesen hatte und auch darauf hinwies, daß es richtig ist ab und zu auch auswärtige Unternehmer und Handwerker bei der Vergebung von Arbeiten zu berück­sichtigen, stellt er nach Abschluß der hieran anschließenden Debatte folgenden Antrag.

Aufhebung der Ausschreibungen vom 18. Mai d.J.

Begründung: Die Ausschreibung muß neu erfolgen, da die Durchführung der Arbeiten zusammen mit der nittelrheinischen Gas- und Energiever­sorgung mit Inanspruchnahme von Mitteln aus der wertschaffenden Ar­beitslosenfürsorge erfolgen soll.

Außer dem Unternehmer Ferdinand aus Untershausen sind sämtliche Unter­nehmer wieder an der Submission zu beteiligen.

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Einstimmig stimmt

Stadtrat dieser

21,55 Uhr ist die Sitzung

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