Wochenblatt VG Mon tabaur
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Nr. 40/2007
ehen muss. Andere wiederum behüten ihr Kind über dem Maße hinaus. Diese Frauen dürfen keinesfalls als Rabenmütter oder Gluckenmütter bezeichnet werden. „Es muss eine Entscheidungsfreiheit bestehen, eine Frau darf weder in die eine- noch in die andere Richtung diskriminiert werden!“ Dies fordert die Gleichstellungsbeauftragte Beate Ullwer.
Das Familienbild hat sich geändert und es muss Ausgleichsmöglichkeiten für die Frau geben, die Beruf und Familie miteinander verbinden möchte Wichtig dabei ist immer, dass die Kommunikation zwischen den Eltern stimmt, sie miteinander den Alltag planen und eine vernünftige Balance zwischen Arbeit und Leben füreinander finden. „Beide Partner müssen erkennen, dass sie gleichermaßen Verantwortung tragen“, so Beate Ullwer weiter.
Immer mehr Frauen machen ihr Abitur, gehen studieren und arbeiten danach in ihrem Beruf. Daher ist es essentiell wichtig, dass die Frauen auch die Möglichkeiten haben, Ausbildung, Berufsalltag und Familie miteinander zu verbinden.
,Es gibt verschiedene Arbeitsmodelle. Auch Ausbildungen in Teilzeit sind möglich, doch oftmals fehlt es an der Umsetzung der vielfältigen Möglichkeiten und der vorhandenen Gesetze“ sagt Dorothea Samson von der Agentur für Arbeit. Es muss von allen Beteiligten ein Ziel verfolgt werden, dann können die Bedürfnisse der einzelnen auch besser realisiert werden. „Daher muss es unser aller Auftrag sein, diesem Missstand entge- genzüwirken“, fordert Dorothea Samson.
Im Anschluss daran folgte eine Diskussionsrunde über das Problem der Unterbringung von unter Dreijährigen in Kindergärten. Viele möchten ihr Kind in einen benachbarten Kindergarten anmelden, dies ist jedoch wegen Überfüllung der Gruppen und durch die Regelung von ortsfremden Kindern zumeist nicht möglich, da es sich oftmals um andere Verbandsgemeinden handelt. „Man wird niemals in jedem Ort allen gerecht werden können, jedoch seien, individuelle und flexiblere Lösungen im konkreten Einzelfall möglich,“ sagt Achim Schwickert. Zudem sei die Betreuung von unter 3-jährigen oftmals nicht in dem Maße gewährleistet, wie es nötig ist. Der Kreisvorsitzende stellte fest, dass es keine maßgeschneiderte Einrichtung für alle gebe und daher beide Seiten, sowohl Eltern als auch Erzieher, flexibel sein müssten.
Nachbericht Zukunftsradar
Hohe Auszeichnung für die Ingenieurgesellschaft Dr. Siekmann + Partner mbH
Im Wettbewerb um den Zukunftsradar der Zukunftsinitiative Rheinland Pfalz (ZIRP) wurde der Ingenieurgesellschaft Dr. Siekmann + Partner mbH der 2. Preis in der Kategorie „Unternehmen“ zuerkannt. Im Rahmen des 10. Energietages Rheinland-Pfalz nahmen die Dipl.-Ing. Stefan Wickert und Matthias Schwanhäußer diese hohe Auszeichnung sowie die persönlichen Glückwünsche von Wirtschaftsminister Hendrik Hering und Umweltministerin Margit Conrad am Montag, dem 10. September in der Fachhochschule Bingen entgegen.
Von l.n.r.: Prof. Dr. Marbod Muff, Dipl.-Ing. Stefan Wickert, Dipl.-Ing. Matthias Schwanhäußer, Wirtschaftsminister Hendrik Hering, Umweltministerin Margit Conrad.
2030
Nahwärmesysteme stellen grundsätzlich eine kostengünstige und C02- neutrale Alternative zur Einzelversorgung auch in Neubauten dar. Im ländlichen Raum mit geringerer Besiedlungsdichte sind diese Systeme aber wegen hoher Erschließungskosten selten rentabel. Für das Neubaugebiet „Hinterer Rinderberg“ in Simmern soll nun das System der „Kalten Nahwärme“ erprobt werden. Die Ingenieurgesellschaft Dr. Siekmann und Partner hat ein Konzept erarbeitet, welches Niedertemperatur-Abwärme aus verschiedenen Quellen, z.B. Produktionsprozessen, Grundwasser oder auch einem Pflanzenöl-BHKW nutzt. Durch das niedrige Temperaturniveau kann auf eine kostenintensive Isolierung der Nahwärmeleitungen verzichtet werden.
Zur Zeit wird geprüft, inwieweit die Kombination aus einem Pflanzenöl- BHKW und einer Absorptionskältemaschine eine ganzjährige Versorgung mit Wärme und Kälte möglich macht. Die benötigte Energie zur Brauchwassererwärmung wird vorrangig durch Solarwärmekollektoren bereitgestellt. Auf lange Sicht soll das Neubaugebiet unabhängig von Energieimporten sein und dabei den C02-Ausstoß minimieren.
Der „Zukunftsradar“ wurde im Jahr 2007 als Anerkennungs- und Förder- Preis unter dem Motto „Zukunft der Energie“ von der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) ausgeschrieben. Bewerben konnten sich Privat
personen, Institutionen und Unternehmen, die mit ihrem Engagement zu einer innovativen Energiestrategie in unserem Land beitragen. Aus den 42 eingegangenen Bewerberprojekten wurden zwölf in den Kategorien „Unternehmen“, „Forschung“, „Bürger“ und „Jugend“ ausgezeichnet. Die Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) wird von der Landesregierung sowie rund 70 Persönlichkeiten, Unternehmen und Institutionen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Politik getragen. Ziel der ZIRP ist es, die Zukunftsentwicklung von Rheinland-Pfalz durch Projektinitiativen zu fördern und das Land im weltweiten Standortwettbewerb der Regionen zu unterstützen. In ihrem Leitprojekt „Zukunftsradar 2030“ beschäftigt sie sich seit 2002 mit den Auswirkungen des demografischen Wandels auf Rheinland-Pfalz.
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