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Wochenblatt VG Monta baur

Nr. 13/2007

chen. Dort sei es um Weichenstellungen für die wirtschaftliche Entwick- luna der gesamten Region gegangen, eine Sauna sei ein Freizeitange­bot das es in der Region bereits ausreichend gebe. Er halte es nicht für vertretbar, so Bürgermeister Schaaf, in einen ruinösen Wettbewerb mit benachbarten Kommunen zu gehen.

Der Antrag der SPD-Fraktion, die Verwaltung zu beauftragen, die Pla­nungen zum Bau einer Sauna am Mons-Tabor-Bad einzuleiten und die erforderlichen Haushaltsmittel im Nachtragshaushaltsplan der Verbands- aem einde Montabaur für 2007 vorzusehen, erhielt 7 Ja-Stimmen, 22 Rats­mitglieder (und 1 Enthaltung) sprachen sich dafür aus, dass die Ver­bandsgemeinde Montabaur bis auf weiteres davon absieht, am Mons- Tabor-Bad eine Sauna zu bauen.

Als ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt wurde behandelt:

Maßnahmen zum Ausschluss von Risiken für den Tiefbrunnen Rupberg in Ruppach-Goldhausen

Bürgermeister Edmund Schaaf berichtete, dass es in der Ortsgemeinde Ruppach-Goldhausen einen Bergschaden im Bereich des „Zehnhäuser Weges“ gibt: Bereits Anfang März 2006 habe es erste Hinweise auf star­ke Risse in und am „Zehnhäuser Weg“ gegeben. Ursache dafür seien ins­besondere der über Jahre hinweg nur sehr zögerlich betriebene Tonab­bau und die daraus resultierenden Wassereinbrüche im Grubenbereich, die zu einer Instabilität des gesamten Böschungsbereiches geführt hät­ten. Außerdem gehe man davon aus, dass die Böschung im Bereich der Tongrube „Glückauf“ zu steil angelegt worden sei.

Das Landesamt für Geologie und Bergbau - LGB - (Bergaufsicht) habe festgelegt, dass durch einen öffentlich bestellten Markscheider der Umfang und das Fortschreiten der Rutschung festgestellt werden soll. Die seit Mai 2006 kontinuierlich vorgenommenen Messungen hätten ergeben, dass sich ca. zwei Hektar Gelände in Richtung Tongrube bewegen.

Die Ortsgemeinde Ruppach-Goldhausen habe 2006 TABERG Ingenieu­re (Fachingenieure für Bauwesen, Geotechnik, Bergbau und Umwelt) sowie einen Fachanwalt für Verwaltungsrecht beauftragt, die Interessen der Ortsgemeinde zu wahren und versuche seit dem vergangenen Jahr, in Verhandlungen mit dem Landesamt für Geologie und Bergbau und dem Betreiber der Tongrube „Glückauf (Firma Witgert, Herschbach) eine mög­lichst kurzfristige Sicherung und Wiederherstellung des Zehnhäuser Weg­es zu erreichen. Der für die Bevölkerung von Ruppach-Goldhausen sehr wichtige Zehnhäuser Weg musste bis auf weiteres für den gesamten Ver­kehr, also auch für Fußgänger gesperrt werden. Mittlerweile habe die Orts­gemeinde Ruppach-Goldhausen ein „gerichtliches Beweissicherungs­verfahren“ eingeleitet.

Bürgermeister Edmund Schaaf betonte, die Forderung der Ortsgemein­de Ruppach-Goldhausen, nämlich die unverzügliche Sanierung und Wie­derherstellung des „Zehnhäuser Weges“ und die dazu erforderliche Sta­bilisierung der Böschung, werde von der Verbandsgemeinde Montabaur im vollen Umfange unterstützt.

Die Verbandsgemeinde Montabaur selbst sei durch den Bergschaden hin­sichtlich des Tiefbrunnens „Rupberg“ betroffen, der für die Wasserver­sorgung der Verbandsgemeinde von besonderer Bedeutung sei (ca. 7 bis 10 Prozent des Wasserbedarfs der gesamten Verbandsgemeinde wer­den aus diesem Brunnen gedeckt.)

Das Grundwasservorkommen im Einzugsbereich des Tiefbrunnens wur­de - so Bürgermeister Edmund Schaaf - im Jahre 1972 durch die Aus­weisung eines Wasserschutzgebietes geschützt, welches 1997 neu abge­grenzt worden sei. In dem Verfahren von 1997 wurde eine Sonder­schutzzone III S eingerichtet, die dem besonderen Schutz des Tiefbrun­nens vor den Einwirkungen des nahe gelegenen Bergbaus, also der quan­titativen Sicherung der Wasservorkommen diene.

Die in den und über den Zehnhäuser Weg greifenden Rutschungen hät­ten - so der Bürgermeister - natürlich auch die Frage aufgeworfen, ob dadurch auch eine Gefährdung des Trinkwasservorkommens am Rup­berg eintrete. Das Landesamt für Geologie und Bergbau, das seit vielen Jahren auch mit der Ausweisung und Abgrenzung der Wasserschutzge­biete am und um den Rupberg befasst sei, habe im Frühsommer 2006 erklärt, nach menschlichem Ermessen und fachlicher Beurteilung liege keine Gefährdung des Rupbergbrunnens vor.

Die Entwicklung am Zehnhäuser Weg wurden von der Ortsgemeinde Rup­pach-Goldhausen und der Verbandsgemeinde Montabaur mit Sorge beob­achtet. Mittlerweile haben die massiven Rutschungen zu einem komplet­ten Wegbrechen des „Zehnhäuser Weges“ in einem Teilstück geführt und ragen in die Wasserschutzzone III S hinein.

Die Verbandsgemeindewerke überwachen nach den Ausführungen von Bürgermeister Edmund Schaaf seit mehreren Jahren an vier verschiede­nen Grundwassermessstellen (GWM) sowie am Tiefbrunnen selbst die Grundwasserspiegel im Einzugsbereich. Im Januar 2007 kam es im Bereich der Tongrube „Niedersachsen“ (Betreiberin: Firma Stephan Schmidt KG, Dornburg) zu einer weiteren Rutschung, und zwar nordöst­lich der früheren Schadensstelle. Während die Grundwasserpegel bisher - mit Ausnahme der witterungsbedingten Veränderungen - keine Auffäl­ligkeiten zeigten, kam es im Januar 2007 zu einem sprunghaften Abfal­len des Grundwasserstandes in der Grundwassermessstelle 2 (Lage: unmittelbar oberhalb der früheren Lagerhalle im Bereich der Tongrube »Glückauf“ südlich des Zehnhäuser Weges). Diese Grundwassermess­stelle befindet sich in der Wasserschutzzone III S. Inzwischen ist die Absenkung des Grundwasserspiegels dort zum Stillstand gekommen.

Die Firma Stephan Schmidt KG habe - so Bürgermeister Edmund Schaaf ■zugesagt, die Rutschung im Bereich der Tongrube „ Niedersachsen“ kurzfristig zu sanieren und die Sanierungsmaßnahmen bis Herbst 2007 abzuschließen. Mittlerweile ist der Bergschaden weiter fortgeschritten, die Rutschungen haben sich massiv weiter fortgesetzt. Bürgermeister Schaaf

berichtete dem Verbandsgemeinderat, die Verbandsgemeindewerke Mon­tabaur hätten nach dem Absenken des Grundwasserpegels an der Grund­wassermessstelle 2 im Januar 2007 TABERG Ingenieure GmbH damit beauftragt, die Untersuchung der Schadensursache und deren Beseiti­gung gutachterlich zu begleiten. Das seit dem 21.03.2007 vorliegende Gutachten komme im Kern zu dem Ergebnis, dass die Rutschungen der­zeit keinen signifikanten Einfluss auf das Wasservorkommen und die Was­serspende des Tiefbrunnens Rupberg haben. Gleichwohl wiesen die vor­liegenden Messdaten darauf hin, dass eine - wenn auch geringe - Beein­trächtigung des Pegels 1 (Lage: Wasserschutzzone II zwischen Rup- bergbrunnen und Baugebiet „Flurzaun“) vorliegen könnte, die im Zusam­menhang mit der Grundwasserabsenkung in Grundwassermessstelle 2 und den Rutschungen im Tontagebau stehen könnte. Diese Beeinträch­tigungen - so das Gutachten - lägen allerdings in einer Größenordnung, die eine nachhaltige Gefährdung des Grundwasseraufkommens derzeit ausschließt. Die Gutachter führen aber aus, dass sich das Gefährdungs­potenzial für das Grundwasservorkommen erhöhen würde, wenn die Rut­schungen im Bereich der Tongruben weiter nach Norden voran schreiten würden. Neben der Fortführung der bereits durchgeführten Grundwas­sermessungen raten die Gutachter, zwei zusätzliche Grundwassermess­stellen einzurichten und zwar eine in der Wasserschutzzone III S (nörd­lich der Grundwassermessstelle 2) und eine in der Wasserschutzzone II. Ferner solle nach den Worten des Bürgermeisters entsprechend den Emp­fehlungen der Gutachter die Grundwasserfließrichtung durch so genann­te Tracer-Tests ermittelt werden. Darüber hinaus errichte die Firma Ste­phan Schmidt KG in ihrem Grubengelände kurzfristig einen Grundwas­ser-Hilfspegel. Bürgermeister Edmund Schaaf betonte am Ende seines Berichts, die Verbandsgemeinde Montabaur habe zeitnah und entspre­chend den Empfehlungen der eingeschalteten Fachleute die möglichen und notwendigen Maßnahmen ergriffen, um Gefährdungen des Rup­bergbrunnens auszuschließen. Gegenwärtig sei der Rupbergbrunnen nicht gefährdet. Die mögliche Gefährdung durch ein weiteres Ausdehnen der Rutschung nach Norden sei zu verhindern, und man werde die von den Gutachtern vorgeschlagenen Untersuchungen und Sicherungsmaß­nahmen kurzfristig umsetzen.

Selbstverständlich unterstütze die Verbandsgemeinde Montabaur auch die berechtigten Interessen der Ortsgemeinde Ruppach-Goldhausen. Im Rahmen der Beratung dieses Tagesordungspunktes erhielt auch Orts­bürgermeister Gerold Sprenger, Ruppach-Goldhausen, Gelegenheit, den Sachverhalt aus Sicht der Ortsgemeinde darzulegen. Er dankte den Frak­tionen der CDU und SPD im Verbandsgemeinderat für ihre Ortstermine vor Ort und bat den Verbandsgemeinderat, die Ortsgemeinde Ruppach- Goldhausen in ihrem berechtigten Anliegen, also zügige Wiederherstel­lung des „Zehnhäuser Weges“ und Stabilisierung der Böschung zu unter­stützen.

Die Fraktionsvorsitzenden Dr. Wolfgang Neutz (CDU) und Jürgen Kron- jäger (SPD) halten schnelles Handeln für geboten und unterstützen die Forderung der Ortsgemeinde Ruppach-Goldhausen.

Der Verbandsgemeinderat beschloss daher einstimmig eine Resolution folgenden Inhalts:

1. Es wird eine „zeitnahe Sanierung“ des Bergschadens durch die Betrei­ber der Tongruben gefordert.

2. Für die Dauer der Sanierung ist unverzüglich ein Ersatzweg herzu­stellen.

3. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten ist die Trasse des „Zehn­häuser Weges“ in ihrem ursprünglichen Zustand wieder herzustellen.

4. Es ist alles zu tun, damit es nicht zu einer Gefährdung des Tiefbrun­nens „Rupberg“ kommt.

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Wir suchen eine berufserfahrene, einsatzfreudige und kommunikati­ve Kraft mit einer guten fachlichen Qualifikation sowie Erfahrungen in der Abwasserwirtschaft mit Schwerpunkt im Bereich des Kanal­und Tiefbaues, z. B. im Bereich von kommunalen oder industriellen Kläranlagen und/oder im Bereich Kanalbau. Eine mehrjährige Beruf­serfahrung in entsprechenden Planungsbüros oder Fachfirmen kommt unseren Erwartungen sehr entgegen. Gute EDV-Kenntnisse sind für Sie selbstverständlich.

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